Shadowrun: Alter Ego – Leben und Sterben im anarchistischen Berlin
Es gibt wohl kein Rollenspiel, zu dem ich ein so ambivalentes Verhältnis habe wie zur Cyberpunk-Würfelorgie „Shadowrun“ (Link). Einerseits ist das taktikorientierte Abenteuerdesign wie für mich gemacht, andererseits werde ich einfach nicht mit den Fantasy-Elementen warm. Und so konnte ich mich – obwohl ich es aufrichtig versucht habe – nie wirklich für die neue Roman-Reihe von „Pegasus Spiele“ begeistern. Quasi durch Zufall landete ich dann aber in einer „Alter Ego“-Lesung des Autors Mike Krzywik-Groß (Link) – Und was ich da hörte, gefiel mir irgendwie: Ein abgehalfterter Privatschnüffler, der für eine geheimnisvolle Schönheit im dystopischen Morast des anarchistischen Zukunfts-Berlin wühlen sollte? Das klang dann irgendwie doch ganz spannend...
Paul Dante, so heißt der Privatschnüffler, hat schon sehr viel bessere Tage erlebt.

Der erste Band handelte von der beginnenden Zusammenarbeit der 21-jährigen Profiprostituierten Vivian a.k.a.
„das unabwendbare altern der gefühle“ handelt vom werdenden Liebespaar Ulysses und Mediterranee. Er, 59, ist ein frisch in Rente geschickter, verwitweter Möbelpacker mit zu viel Zeit.
1220: Der junge Adelige Theobald von Champagne will sich zusammen mit seinem Kompagnion Hugh von Blos und dem Knappen Michel dem Albigenserkreuzzug anschließen.