Es ist noch gar nicht so lange her, da war „Star Wars“ noch irgendwie cool. Klar, die neue Trilogie hatte keine Begeisterungsstürme ausgelöst, aber in schöner Regelmäßigkeit kamen immerhin auf dem Streamingdienst Disney+ qualitativ gute Serien. Eine davon war „Ahsoka“, die u.a. eine Fortsetzung der Animationsserie „Rebels“ war. Dabei konnte die Titelfigur, geliebt und/oder gehasst als Protagonistin von „The Clone Wars“, mit ihren Gastauftritten in „The Mandalorian“ auch mich überzeugen, sodass ich durchaus gespannt war, ob mich denn nun die achtteilige Miniserie rund um die Jedi-Schülerin Ahsoka überzeugen würde. Und ja, schlecht war das Endergebnis dann nicht, aber tatsächlich habe ich nach drei Jahren nahezu komplett vergessen, worum es eigentlich ging. Und so habe ich nun die 264 Seiten dicke Comic-Adaption weniger wie eine nostalgische Rekapitulation als vielmehr wie eine neue Geschichte gelesen. Und die hat mir erneut ganz gut gefallen.
 

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Die titelgebende Ahsoka, einst die Jedi-Schülerin von Anakin Skywalker a.k.a. Darth Vader, durchsucht die weit, weit entfernte Galaxie nach dem verschollenen, aber angeblich wieder aufgetauchten Admiral Thrawn. Der will nämlich mit den Überresten des von der Rebellenallianz zerschlagenen Imperiums eben jenes wieder aufbauen. Außerdem ist der Padawan Ezra verschwunden, was auch seine ehemaligen „Rebels“-Freunde umtreibt, die für die Suche auch gern mal die Befehle der Neuen Republik ignorieren. Und obwohl es zwischen den einzelnen Protagonistinnen (wenn man von dem Droiden Huyang absieht, ist das eine reine Frauenveranstaltung) diverse Animositäten gibt, kommen sie Thrawn und eben auch Ezra immer näher, weshalb ihnen Thrawn verschiedenste Handlanger entgegenschickt...

Eigentlich brauche ich hier gar nicht viel über die Geschichte schreiben, denn die Comic-Adaption hält sich so dicht an die TV-Serie, dass sich primär die Frage stellt, ob man lieber eben jene schaut oder doch zum Comic greift. Und hier bin ich tatsächlich etwas zwiegespalten. Im Zweifelsfall würde ich vermutlich zum Comic raten, denn der ist zeichnerisch gelungen und enthält alle Handlungsstränge, sodass man hier in vielleicht zwei Stunden die gleiche Geschichte erlebt, wie die Serien-Fans, die dafür aber gut sechs Stunden einplanen müssen. Lediglich Action-Fans sind mit der Serie besser bedient, denn das Herzstück von „Star Wars“, nämlich ausufernde Kämpfe mit Lichtschwertern und Raumschiffen, wird dort sehr viel ausführlicher und detailreicher dargestellt als in jeweils wenigen „Comic-Standbildern“. Aber das ist eben auch der einzige Nachteil, sodass ich im Zweifelsfall die von „Panini Comics“ (die mir dankenswerterweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellten) mit 33 € bepreiste Comic-Adaption vorziehen würde.
 

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Fazit: „Star Wars: Ahsoka“ (Link) ist, im Guten wie im Schlechten, eine ausgesprochen werkgetreue Adaption der TV-Serie.

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