Kurztest: Doom Patrol: Willkommen im Club der Freaks

„It`s Raining Men“ sangen Ende 1982 die „Weather Girls“, übrigens wesentlich unerfolgreicher, als es die vielen Cover-Versionen und endlosen Dorfparty-Nächte glauben machen wollen. Und geregnet hat es auch bei „Willkommen im Club der Freaks“, dem neusten abgeschlossenen Sammelband zur Außenseiter-Superheldentruppe „Doom Patrol“. Zwar fielen keine Männer vom Himmel, dafür aber Superkräfte (beziehungsweise Lazerus-Regen, der Metagene aktiviert). Und während die normschönen Überflieger dann bei den „X-Men“ landeten (jaja, falscher Verlag, aber ihr wisst genau, wie das gemeint war), fanden die ebenso ausgestoßenen wie mitunter auch gejagten und hässlichen Neu-Metamenschen im titelgebenden Freak-Club ihr neues Zuhause. 
 

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Kurztest: Die Geheimnisse des Maison Fleury #1 Die Venusfalle

Über die Morde von Jack the Ripper und auch ihre Nachwirkungen wurden zahlreiche pop-kulturelle Werke verfasst. Natürlich auch Comics, man denke nur an Alan Moores Meisterwerk „From Hell“. Ob wohl auch Gabriele Di Caros Erotik-Trilogie „Die Geheimnisse des Maison Fleury“ später als ein solches Meisterwerk gezählt werden wird?
 

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Kurztest: Eight Billion Genies

Stell dir vor, du hättest genau jetzt, in diesem Moment, einen Wunsch frei. Und du könntest dir wirklich ALLES wünschen – Egal ob unermesslichen Reichtum, phantastische Superkräfte oder den Tod eines verhassten Mitmenschen. Was würdest du dir wünschen?
 

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Kurztest: Die Göttin #2

Ach, was waren das für schöne Zeiten, als der „Splitter Verlag“ (der mir mutigerweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte) seine Publikationen zwar als „Comics für Erwachsene“ betitelte, damit aber einfach nur ein sehr hohes Niveau und mitunter sehr ernste & kontroverse Themen meinte. Aber diese Zeiten sind jetzt vorbei, denn mit dem „Splitternackt“-Label vertreibt der sympathische Bielefelder Verlag nun auch erotische Comics. Und die sind, man kann es hier im Blog nachlesen, bisher allesamt von eher mäßiger bis hin zu grottiger Qualität. Eine fast schon rühmliche Ausnahme war da „Die Göttin“ (Link), denn auch wenn die Handlung ungefähr auf dem Niveau eines selbstgedrehten Pornhub-Clips war, konnten die Zeichnungen überzeugen. Mal schauen, ob der abschließende zweite Band hier noch etwas mehr aus der Esoterik-Story herauskitzelt... 
 

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Kurztest: Something is killing the Childern #6

Erica Slaughter & ich – Welch komplizierte Liebschaft. Wir sind beide so unterschiedlich! Sie liebt es blutrünstig noch blutrünstigere Monster zu töten, ich verabscheue übermäßige Gewalt und blutige Schockeffekte. Und doch fanden wir dank dem „Splitter Verlag“ (der mir dankenswerterweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte) in trauter Zweisamkeit zusammen, um gemeinsam zu erleben, wie Erica erst alleine und dann gemeinsam mit dem „Orden des Heiligen Georg“ kindermordende Monster wegklatschte, nur um sich anschließend von diesem wegen seiner Vorgehensweise loszusagen. Soweit, so gut, rosarote Wolke und so, aber dann kam Edwin ins Spiel! Der war der Protagonist des zweiten „House of Slaughter“-SpinOffs (Link), dessen Langweiligkeit mit rasch meine Beziehung zu Erica überdenken lies. Doch nun ist sie zurück, noch immer gejagt von Monstern und ihrem Ex-Orden, sodass ich mich frage: Wird unsere Comic-Liebe noch einmal entflammen?
 

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Crusaders #5 Dark Flow - Von kleinen Rädchen und großen Getrieben

Normalerweise bin ich ja ganz solide darin, halbwegs den qualitativen Verfall einer Comic-Reihe abschätzen zu können. Ausgerechnet bei der esoterischen SciFi-Serie „Crusaders“ (Link), über deren Anfänge ich so viel gemeckert habe, lag ich dann aber doch falsch. Denn während die ersten drei Teile sukzessive abbauten, schien sich der Comic-Autor Christophe Bec im vierten Band (Link) eines Besseren zu besinnen. Plötzlich gab es nicht nur schöne Zeichnungen und Techo-Gebrabbel, sondern auch Action und Abenteuer! Na mal schauen, wie sich der finale Band so schlägt...
 

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Kurztest: Hoka Hey!

WildWest-Comics habe ich hier im Blog ja schon einige vorgestellt, da hat der „Splitter Verlag“ (der mir dankenswerterweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte) ja eine ganze Menge im Portfolio. Ebenso verhält es sich mit Coming-of-Age-Storys und Rache-Geschichten. Jedenfalls können diese drei Genres zusammengewürfelt ganz gut funktionieren, man denke etwa an die im gleichen Verlag erschienene „Die Viper“-Serie (Link), auch wenn die zugegebenermaßen gegen Ende hin stark abgebaut hat... Aber ich spoilere schon mal: „Hoka Hey!“ baut nicht ab, sondern bleibt auf weit über 200 Seiten hinweg durchgehend großartig!
 

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M.O.R.I.A.R.T.Y #2 Der Dieb mit den hundert Gesichtern – Lieber Sherlock ohne Sherlock

Ach, ich lerne es ja doch nie, denn immer wieder bitte ich den „Splitter Verlag“ um Rezensionsexemplare der „Splitter Double“-Reihe – Obwohl die Chance immer überdurchschnittlich groß ist, dass das wieder eine Enttäuschung wird. Noch dazu geht es um Sherlock Holmes (wie es bei gemeinfreien Figuren üblich ist, an denen sich jeder austoben kann, sind die Geschichten immer von sehr schwankender Qualität), zudem ist einer der beiden Autoren der Comic-Vielschreiber Jean-Pierre Péceau, der schon so Fantasy-Historienschinken wie „Die Macht der Archonten“ (Link) verbrochen hat... Aber es besteht Hoffnung, denn der zweite Co-Autor ist das von mir fast schon abgöttisch verehrte Comic-Genie Fred Duval, der regelmäßig in konstant hoher Qualität abliefert. Also bleibt nur die Frage: Wer von den beiden setzt sich diesmal durch?
 

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Kurztest: Night Club

Es ist gerade mal einen Monat her (Link), dass ich das angebliche Comic-Genie Mark Millar als völlig überbewertet bezeichnete. Und vor zwei Wochen noch (Link) bezeichnete ich die Vampir-Thematik als völlig ausgelutscht... Bei der Einleitung könnt ihr euch ja vorstellen, was jetzt kommt: Mea culpa, denn ausgerechnet Mark Millar beweist jetzt, dass man noch immer unterhaltsame, frische Vampirgeschichten schreiben kann!
 

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Der Riddler: Das erste Jahr – Ein Comic, der den Film besser macht

Der 2022er „The Batman“-Film kratzte ja schon sehr an der Perfektion, er hatte aber auch ein paar Schwächen. Beispielsweise bekam der sehr geerdet dargestellte, ja fast schon wie ein Batman-Fanboy wirkende Schurke Riddler viel zu wenig Zeit auf der Leinwand – Besonders wenn man bedenkt, dass man sich dafür gut drei Stunden ins Kino setzen musste. Dessen Schauspieler Paul Dano mochte seine Rolle aber wohl so sehr, dass er zu seiner Figur einen ganzen Comic schrieben, quasi die Vorgeschichte des Kinofilms. Ob das wohl funktioniert hat?
 

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