Kurztest: Vor uns das Meer

In einer Zeit, in der uns ein gestrandeter Buckelwal deutlich mehr emotional bewegt als zugleich hunderte ertrunkene Geflüchtete im Mittelmeer, sind Bücher wie „Vor uns das Meer“ wichtiger denn je. Die preisgekrönte Romanvorlage hat schon ein paar Jahre hinter sich, nun kam aber endlich die Graphic Novel gleichen Namens. Wie immer aus dem „Splitter Verlag“ (der mir dankenswerterweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte), der ja dafür bekannt ist, sich als großer Mainstream-Verlag trotzdem an unbequeme Themen heranzutrauen. 
 

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Kurztest: Black Canary: Die Beste der Besten

Egal ob man die allererste Garde der DC-Superheldentruppe nimmt, etwa Batman oder Superman, oder jemanden aus der zweiten oder dritten Reihe – Auf den ehemaligen Geheimagenten Tom King, der sich nun ganz dem Geschichtenerzählen verschrieben hat, ist immer Verlass. Und so war ich auch wirklich gespannt, was er aus der eher mittelberühmten Black Canary machen würde, die sich hier über sechs Kapitel bzw. US-Einzelhefte hinweg mit der Superkillerin Lady Shiva in einem sportlichen Wettstreit prügelt.
 

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Kurztest: Zatanna: Das magische Schwert

Es ist klicktechnisch natürlich ungünstig, direkt in der Einleitung das Fazit vorwegzunehmen, aber egal, da müssen wir jetzt gemeinsam durch: „Zatanna: Das magische Schwert“ zu lesen hat sich für mich angefühlt, wie es sich für meine Mutter anfühlt, wenn sie irgendeinen Superhelden-Comic liest: „Schöne Bilder, aber ich blicke hier gar nix...“
 

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Kosmopiraten – Der vermutlich schlechteste Comic 2026!

In über eine Dekade an Rezensionen hier auf meinem Blog haben sich zwei Konstanten herauskristallisiert, bei denen wenige Ausnahmen die Regel bestätigen: Comics aus dem „Splitter Verlag“ rocken, außer sie sind entweder „Splitternackt“ oder „Splitter Double“. Und hier haben wir nun einen Vertreter der zweiten Kategorie, immerhin geschrieben vom chilenischen Kunst-Vielschaffenden Alejandro Jodorowsky (Link), von dem ich ungelogen noch nie einen Film gesehen und noch nie einen Roman oder Comic gelesen habe – Bis jetzt! Herrjemine, hätte ich das mal lieber gelassen...
 

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Kurztest: Contrapaso #2 Für Erwachsene, mit Vorbehalt

Vor so ziemlich genau vier Jahren kürte ich den Noir-Thriller „Contrapaso #1 Die Kinder der Anderen“ (Link) zu einem der Comic-Highlights des Jahres – Und da war das Jahr erst wenige Wochen alt! Denn die Geschehnisse rund um zwei ungleiche Lokalreporter im totalitären Franco-Spanien der frühen 50er, die einem Serienmörder auf der Spur sind, überzeugten sowohl als Kriminalfall an sich als auch als Sittengemälde einer für uns in Deutschland doch „fremden“ Gesellschaft. Und noch dazu waren die Zeichnungen von der Autorin Teresa Valero ganz und gar vorzüglich, sodass ich natürlich voller Begeisterung dem zweiten Band entgegenfieberte. 
 

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Kurztest: Cyberpunk 2077: Psycho Squad

Das meiner Meinung nach beste Videospiel aller Zeiten, nämlich „Cyberpunk 2077“, dürfte mir eigentlich gar nicht gefallen. Alles viel zu brutal und düster, ja fast schon nihilistisch, und Ballerspiele sind auch nicht mein favorisiertes Genre. Aber irgendwie liebe ich trotzdem alles daran – Und das gilt eben auch für die Comic-Adaptionen, die immer wieder kleine Kurzgeschichten (meist) unabhängig von der Videospiel-Story erzählen. 
 

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Kurztest: Der Mann, der Wunder vollbringen konnte

H.G. Wells ist den meisten Phantastik-Lesenden ja für ikonische Romane wie „Die Zeitmaschine“, „Die Insel des Dr. Moreau“, „Der Unsichtbare“ und natürlich „Krieg der Welten“ bekannt. Diese Titel wurden auch schon oft in verschiedenste Medien adaptiert, erst heute etwa hat die aktuelle „Krieg der Welten“-Verfilmung gleich fünf „Goldene Himbeeren“ gewonnen. Es was weniger bekannt ist die Kurzgeschichte „Der Mann, der Wunder vollbringen konnte“, obwohl es diese es nicht nur zu zwei Verfilmungen gebracht hat, sondern auch zur Begründung eines ganzen Genres, dessen Klamauk-Meisterwerk „Bruce Allmächtig“ wohl der bekannteste Vertreter des „Durchschnittsversager bekommt Götterkräfte“-Tropes ist.
 

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Königliches Blut: Elisabeth Bathory: Die Blutgräfin – Ohne Kontext bleibt nur Torture-Porn

Elisabeth Báthory (verheiratet Elisabeth Nádasdy; ungarisch Báthory Erzsébet, slowakisch Alžbeta Bátoriová/Báthoryová) war eine ungarische Gräfin aus dem Haus der Báthory von Ecsed. Ihre Verurteilung als Mörderin im Jahr 1611 ließ die Legende der „Blutgräfin“ entstehen, die die Vorlage für zahlreiche künstlerische Bearbeitungen lieferte.

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Kurztest: Die Bruderschaft der Stürme #1 Thoorak

Wer auch nur ein einziges Mal auf die Webseite des „Splitter Verlags“ geschaut hat (so wie ich, wenn ich schaue, welches Rezensionsexemplar es diesen Monat dann sein soll), der hat garantiert schon einmal den Namen Jean-Luc Istin gelesen. Oft als Szenarist, gelegentlich als Zeichner, hat er von allen auf diesem Blog rezensierten franko-belgischen Comics vermutlich am allerhäufigsten irgendwo seine Finger mit im Spiel gehabt. Nachdem ich nun diverse SciFi-Konzeptcomics aus seiner Feder besprochen habe (z.B. „I.S.S. Snipers“ (Link) und „Conquest“ (Link), bei sehr leichtgewichtige, aber stylische Kost), entführt er mich nun in ein Fantasy-Piraten-Setting, welches – so viel Spoiler vorweg darf schon sein – erneut sehr leichtgewichtig und zugleich sehr stylisch ist. 

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Krimi: Die Geschichte hinter Fritz Langs „M - Eine Stadt sucht einen Mörder“ – Wunderschöner Comic für Filmfans, aber nicht ganz das, was der Verlag verspricht

„M - Eine Stadt sucht ihren Mörder“ gilt als einer der besten deutschen Filme aller Zeiten, gedreht von einem der besten deutschen Regisseure aller Zeiten, nämlich Fritz Lang. Ein echtes Kino-Meisterwerk, welches auch ich immer mal wieder voller Begeisterung anschaue. Da ist es doch eigentlich logisch, dass ich nun auch diesen Geschichtscomic begeistert anschaue, oder?
 

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