Kurztest: Star Wars Marvel Comic Kollektion #72 Der Aufstieg Kylo Rens

Über die dritte „Star Wars“-Filmtrilogie wird ja immer wieder geschimpft, beispielsweise über die Charakterwandlung vom blonden Publikumsliebling Luke Skywalker, der eines Nachts einfach den schlafenden Ben Solo a.k.a. Kylo Ren meucheln wollte. Hat er dann doch nicht gemacht, was für ein Glück, sonst hätten wir diesen feinen Comic nicht ;-) Denn wer schon immer mal wissen wollte, wie aus dem Jedi-Schüler mit Promistatus ein superfieser Oberbösewicht wurde, ist hier genau richtig.

  

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Kurztest: Harley zerlegt das DC-Universum

Harley Quinn, die beliebteste Schurkin des DC-Universums, die sich deshalb auch über Jahre hinweg zur (Anti-)Heldin mauserte, erfreut ihre zahlreichen Fans immer wieder mit – für eine im düsteren Moloch Gotham spielenden Geschichte – überraschend viel Humor. Okay, der ist manchmal etwas flachwitzig oder gar pubertär, aber doch ist er ein spürbarer Farbtupfer im grimmig-dunklen Batman-Kosmos... Ob mich ihr neustes Abenteuer auch zum Lachen bringen wird?

 

 

 

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Kurztest: Alien #4 Tauwetter

Nun gehöre ich ja zu den Spätberufenen, was die „Alien“-Filme angeht (und noch immer habe ich nicht alle Teile gesehen), aber irgendwie cool finde ich diesen SciFi-Horror trotzdem. Sowohl im Rollenspiel (da hatten wir mal eine ganze Folge zu, Link) als auch im Comic. Wobei letztgenanntes Medium in meiner Wahrnehmung vor allem von purem Trash geprägt war, man denke nur an „Batman vs. Aliens“ (Link) und „Predator vs Dredd vs Aliens“ (Link).
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Kurztest: Sprague

In der Kürze liegt die Würze, oder? Zumindest muss es manchmal keine epische Comic-Saga mit einem Dutzend Bänden sein. Manchmal reicht auch ein kleiner, feiner OneShot, damit mein Phantastik-Herz für eine halbe Stunde glücklich ist :-) Und damit kommen wir direkt zu „Sprague“, welcher auf 96 Seiten eine in sich abgeschlossene, spannende SciFi-/Fantasy-Kurzgeschichte mit atmosphärisch-trostlosen Zeichnungen erzählt. Es herrscht Weltuntergangsstimmung in einem kleinen, irgendwie an das Mittelalter angelehnten Hafenstädtchen auf einem unbekannten Planeten: Der Mond ist weg, und weil der ja für Ebbe und Flut zuständig ist, hat er auch gleich noch den gesamten Ozean mitgenommen!
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Kurztest: Der Hüter des Weltenbaums

Comic-Adaptionen von Phantastik-Romanen, noch dazu aus dem franko-belgischen Raum, haben beim „Splitter Verlag“ ja eine gewisse Tradition. Mit großer Verzückung sei etwa an die Kollaborationen von Fred Duval & Michel Bussi erinnert (zuletzt in „Beim Leben meiner Tochter“ (Link)) oder an Sébastien Goethals Meisterwerk „Die Zeit der Wilden“ (Link). Mit „Der Hüter des Weltenbaums“ gesellt sich nun ein weiterer Titel in diese illustre Reihe, nämlich die grafisch opulente Umsetzung des Mitte der 90er von Laurent Genefort geschriebenen Fantasy-Romans „Les Chasseurs de sève“.
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Kurztest: House of Slaughter #2 Scharlachrot

„Something is killing the Childen“ ist eine Horror-Actionreihe, die mir selbst nach dem fünften Sammelband (Link) noch viel Freude bereitete. Aber erst die SpinOff-Reihe „House of Slaughter“ (Link) sorgte dafür, dass ich aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus kam, weil sie einfach noch viel mehr wichtige Hintergrundinfos für ein gelungenes Worldbuilding lieferte. Denn von eben jenem lebt die Reihe, welche rein inhaltlich (Monster sind real, eine Geheimorganisation jagt sie) eher durchschnittliche Kost liefert.
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Kurztest: We have Demons

Mal wieder beste Voraussetzungen für eine Rezension: Ich mag keinen Splatter, außerdem bin ich bei religiösen und vor allem blasphemischen Themen ziemlich befangen. Und doch war der „Splitter Verlag“ mutig genug, mir ein Rezi-Exemplar zu schicken, also stürzen wir uns mal ins Gemetzel ;-)

 
Die junge Frau Lam hatte eine glückliche Kindheit. Okay, ihr Vater hat ihr mal den Arm abgehackt, aber eigentlichen haben sie sich ziemlich lieb. Irgendwann entfremdet sie sich jedoch von ihm, als sie hinterfragt, warum er immer wieder Dienstreisen in die Hölle unternimmt... Denn offiziell ist Lams Vater zwar Prediger, insgeheim gehört er jedoch einer kleinen Geheimorganisation an, welche die Erde vor Dämonen beschützt. Und als er einen Einsatz nicht überlebt, muss sie in seine Fußstapfen treten... 

 

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Kurztest: Beim Leben meiner Tochter

Es ist ja nun kein Geheimnis, dass ich die Comics von Fred Duval liebe. Gerade wenn es ins SciFi-Genre geht, vor allem in die Cyberpunk-Richtung, dann wird man von ihm quasi nie enttäuscht. Qualitativ noch ein ganzes Stück besser wird er aber, wenn er die Krimi-Romane von Michel Bussi verarbeitet. Dann komme ich aus dem Loben gar nicht mehr heraus, spreche vom „besten Krimi-Drama, das ich bisher in diesem Jahr gelesen habe“ („Das Mädchen mit den blauen Augen“) oder gar von einem „Meisterwerk der Erzählkunst“ („Schwarze Seerosen“). Also sollte wohl klar sein, in welche Richtung jetzt meine Rezension gehen wird... 

 

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Pinocchia – Wie man „Splitternackt“ seinen guten Ruf ruiniert

Der „Splitter Verlag“, der mir dankenswerterweise – oder, wie sich gleich herausstellen wird, mutigerweise – ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte, publiziert nach eigenem Verständnis ja Comics für Erwachsene. Und bisher bezog sich das primär darauf, dass in den Geschichten sehr ernste und damit eben auch erwachsene Themen angesprochen wurden – Von Kapitalismuskritik über Umweltzerstörung und Selbstmord bis hin zu Erektionsstörungen war wirklich alles dabei. Und dafür lieben wir die sympathischen Bielefelder! Aber nun wurde das Verlagsportfolio erweitert, unter dem Slogan „Splitternackt“ wird explizite Erotik verkauft – Oder zumindest das, was irgendwelche franko-belgische Kreative als explizite Erotik verstehen.
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Little Big Horn – Perfekte Vermittlung eines historischen Ereignisses

Als Kinder der DDR wurde ich mit dem Indianer-Thema ganz anders sozialisiert als die meisten Westdeutschen. Okay, es war nicht mehr lang bis zur Wende, aber die kulturellen Nachwirkungen waren in meiner Kindheit doch beträchtlich! Egal ob DEFA-Kinofilme, antiquarische Jugendromane oder Bildung im Kindergarten, in der Grundschule und sogar daheim – Immer ging es um die „Edlen Wilden“, welche von den imperialistisch-großkapitalistischen US-Cowboys unterdrückt wurden. Und nun will ich auch gar nicht behaupten, dass diese Sichtweise sooooooo weit weg von der historischen Realität war ;-) Jedenfalls wurde die indigene Bevölkerung Nordamerikas immer überhöht, bis zu dem Punkt, dass die George A. Custers letzte Schlacht am Little Big Horn fast schon gefeiert wurde...
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