Glow: glühend & kurvig – Pornografie kann auch mit vertauschtem Machtgefälle problematisch sein

Ich bin nicht die Wikipedia und habe auch keine Kunstgeschichte studiert, daher kann ich euch jetzt keine trennscharfe Definition von Erotik und Pornografie geben. Nein, ich kann mich daher nur (um hier mal das wilhelminische Mindset zu triggern) auf das „gesunde Volksempfinden“ verlassen. Und das ist, und ich spoilere wieder mal die gesamte Rezension, ziemlich eindeutig: „Glow“ wird als erotischer Comic beworben, ist er doch der neueste Vertreter im „Splitternackt“-Imprint des franko-belgischen Comic-Fachverlags „Splitter“. Aber das, was „Glow“ bietet, ist nur auf den allerwenigsten Seiten erotisch, sondern vielmehr plump pornografisch. Denn die Darstellung von (nebenbei bemerkt überraschend variationslosen) Sexualakten steht in dem Werk von Max Sulfur so sehr im Vordergrund, wie es sonst nur bei den kurzen Clips auf bekannten Schmuddelwebseiten der Fall ist...
 

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Kurztest: German Kaiju: Goldizilla

Verschiedene deutsche Phantastik-Kleinverlage entwickeln immer mal wieder Worldbuilding-Konzepte, die dann so gut beim Publikum ankommen, dass daraus eine ganze Reihe oder gar ein ganzer Kosmos an verschiedensten Druckwerken wird. Der „Verlag Torsten Low“ hat seine „Herbstlande“ (die neben unzähligen Anthologien, Novellen & Romanen auch ein eigenes Rollenspiel hat, welches der Feder des Autors dieser Zeilen entsprungen ist), der „Amrûn Verlag“ vergnügt sich mit der „Zombie Zone Germany“ (ebenfalls zahlreiche Bücher, welche um ein Rollenspielsystem nebst Solo-Spielbuch erweitert wurden) und der „Leseratten-Verlag“ lässt die deutschen Kaijus auf das Publikum los. Und zwar diesmal in Comic-Form, was mir als Comic-Blogger natürlich ungemein sympathisch ist. Also gehen wir mal direkt rein in die Abenteuer von „Goldizilla“.
 

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Kurztest: Swinging Island #2 Pleasure Island

„Splitternackt“ und kein Ende – Gelegentlich beschleicht mich das Gefühl, dass das Erotik-Imprint mittlerweile das Haupt-Standbein der sympathischen Bielefelder geworden ist, während die „normalen“ franko-belgischen Comics vor allem dafür da sind, um noch wohlwollende Kritiken zu erhaschen. Und nein, auf so einen klugen Gedanken bin ich natürlich nicht selbst gekommen, das hat mir der örtliche Comic-Händler meines Vertrauens ins Ohr geflüstert ;-) Ob das wahr ist?
 

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Kurztest: House of Slaughter #4 Alabaster

Vorweg, ich mag das von James Tynion IV entwickelte Slaughterverse gerne und finde die Hauptreihe, trotz gelegentlicher Wiederholungen in der Storyline, überraschend erfrischend. Richtig tief wird es aber erst mit den „House of Slaughter“-SpinOffs, welche das Worldbuilding vorantreiben. Aber, und ja, wie haben hier wieder ein dickes ABER: Wie auch bei den „Star Trek“-Filmen wechseln sich gute und schlechte SpinOff-Titel ab. Und nachdem die Bände 1 (Link) und 3 (Link) gut waren und Band 2 schlecht (Link), erwartete ich nun von „Alabaster“ relativ wenig...
 

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Kurztest: Die vergessenen Welten #3 Die Bibliothek von Pergamon

Ich will jetzt nicht die abgedroschene Phrase „ich dachte, das wäre erst gestern gewesen“ bringen, aber dass der zweite Band der Comic-Reihe „Die vergessene Welten“ (Link) bereits rund ein Jahr auf dem Buckel hat, hat mich dann doch arg überrascht. Denn eines muss man diesem „Indiana Jones für Kinder“ zugestehen: Grabräuberin Amy bleibt einem einfach im Gedächtnis, wenn auch (zumindest aus Sicht einer erwachsenen Leserschaft) nicht immer positiv. Und so war ich gespannt, wie sich denn nun der dritte Band schlagen würde.
 

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Das letzte Haus am Rand des Waldes – Urban-Fantasy-Comedy für Leute ohne moralischen Kompass

Bei Urban Fantasy denkt man ja oft erst an so klassische Konstellationen wie Ermittelnde, die in der „realen“ Welt heimlich gegen Geister und Monster kämpfen – wie zuletzt bei der „Schattengesellschaft“ (Link) – oder an Hexen, die zu Halloween oder in der Walpurgisnacht mal ihr bürgerliches Leben verlassen. Und tatsächlich ist die zweitgenannte Assoziation dann gar nicht so weit weg von der Geschichte des immerhin 168 Seiten dicken Comics „Das letzte Haus am Rand des Waldes“, in dem die Suche des entstellten Postboten Pierrot nach der großen Liebe zu immer neuen und immer tödlicheren Verwicklungen führt.
 

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Kurztest: Junior & Senior

In meiner Kindheit war ich - wie so viele Nerds da draußen – ein riesiger Fan von den WildWest-Klamaukfilmen von Bud Spencer und Terence Hill. Die sind, so wissen es die Eingeweihten, ja gerade in der deutschen Synchronisation noch mal ein ganzes Stück kultiger. Schön ist deshalb, dass diese „inoffizielle“ Comic-Adaption eben jenen humorvollen Weg einschlägt. Und ja, vermutlich ist „inoffiziell“ nicht die urheberrechtlich korrekte Bezeichnung, aber das Kreativduo Robin Recht (Szenario) und Jean-Baptiste Hostache (Zeichnungen) hat sich schon sehr von den beiden italienischen Haudrauf-Helden und auch so manchem anderen WildWest-Klischee inspirieren lassen.
 

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Revolution – Als würde ein 14-jähriger Edgelord glauben, er wäre Adorno

Ich fange direkt wieder mit dem üblichen Spruch an, nur diesmal umgekehrt: „Splitternackt“, das Erotik-Imprint des „Splitter Verlags“ (der mir wahrhaft heldenhaft trotz gelegentlicher Verrisse, gerade von Milo Manara, immer wieder Rezensionsexemplare schickt), ist so ein richtiges Hit-and-Miss. Wobei Comics von Milo Manara immer besonders negativ hervorstechen, wenn sie eben explizit in diesem Imprint erscheinen. Man denke nur zuletzt an „Dunkle Spiele“ (Link), bei dem ich mich ernsthaft frage, was die BZjK (hat eigentlich jemand mitbekommen, dass die nicht mehr BPjM heißt?) denn so den ganzen Tag macht?

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Kurztest: Fabula Ensis: Story of Dawey

Ich glaube, dass ich diese Einleitung schon einmal hier verwendet habe (oder sogar mehrmals, immerhin existiert dieser Blog schon fast eineinhalb Jahrzehnte), aber es gibt tatsächlich Kunstschaffende, deren Zeichenstil ich unter tausenden Werken wiedererkenne. So auch hier bei der „Story of Dawey“, der in Comicform präsentierten Vorgeschichte von „Fabula Ensis“, einer bereits seit 2002 entwickelten und in den letzten Jahren um viele (Kurz-)Geschichten und Hörbücher angewachsenen Fantasy-Welt rund um Cyberpunk und Götter-Dämonen-Kriege (Link). Um welchen Künstler es sich genau handelt? Das verrate ich im nächsten Absatz, schaut euch lieber erst einmal die Fotos an...
 

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Kurztest: Die Bruderschaft der Stürme #2 Orvann

Wieder mal eine Phantastik-Konzeptserie erdacht von J.L. Istin, wieder mal mit fünf unabhängig voneinander lesbaren Bänden, und wieder mal gezeichnet und geschrieben von diversen franko-belgischen Kunstschaffenden... Wieder mal das Gleiche? Vielleicht! Aber auch wieder mal viel Lesespaß? Absolut! Denn obwohl ich ja nicht so der große Piraten-Fan bin, haben mich bereits die Abenteuer von „Thoorak“ (Link) sehr gut unterhalten und so ist meine Hoffnung natürlich riesig, dass mir auch Orvanns Leidensweg eine vergnügliche Zeit bringen wird...
 

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