Revolution – Als würde ein 14-jähriger Edgelord glauben, er wäre Adorno

Ich fange direkt wieder mit dem üblichen Spruch an, nur diesmal umgekehrt: „Splitternackt“, das Erotik-Imprint des „Splitter Verlags“ (der mir wahrhaft heldenhaft trotz gelegentlicher Verrisse, gerade von Milo Manara, immer wieder Rezensionsexemplare schickt), ist so ein richtiges Hit-and-Miss. Wobei Comics von Milo Manara immer besonders negativ hervorstechen, wenn sie eben explizit in diesem Imprint erscheinen. Man denke nur zuletzt an „Dunkle Spiele“ (Link), bei dem ich mich ernsthaft frage, was die BZjK (hat eigentlich jemand mitbekommen, dass die nicht mehr BPjM heißt?) denn so den ganzen Tag macht?

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Kurztest: Fabula Ensis: Story of Dawey

Ich glaube, dass ich diese Einleitung schon einmal hier verwendet habe (oder sogar mehrmals, immerhin existiert dieser Blog schon fast eineinhalb Jahrzehnte), aber es gibt tatsächlich Kunstschaffende, deren Zeichenstil ich unter tausenden Werken wiedererkenne. So auch hier bei der „Story of Dawey“, der in Comicform präsentierten Vorgeschichte von „Fabula Ensis“, einer bereits seit 2002 entwickelten und in den letzten Jahren um viele (Kurz-)Geschichten und Hörbücher angewachsenen Fantasy-Welt rund um Cyberpunk und Götter-Dämonen-Kriege (Link). Um welchen Künstler es sich genau handelt? Das verrate ich im nächsten Absatz, schaut euch lieber erst einmal die Fotos an...
 

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Kurztest: Die Bruderschaft der Stürme #2 Orvann

Wieder mal eine Phantastik-Konzeptserie erdacht von J.L. Istin, wieder mal mit fünf unabhängig voneinander lesbaren Bänden, und wieder mal gezeichnet und geschrieben von diversen franko-belgischen Kunstschaffenden... Wieder mal das Gleiche? Vielleicht! Aber auch wieder mal viel Lesespaß? Absolut! Denn obwohl ich ja nicht so der große Piraten-Fan bin, haben mich bereits die Abenteuer von „Thoorak“ (Link) sehr gut unterhalten und so ist meine Hoffnung natürlich riesig, dass mir auch Orvanns Leidensweg eine vergnügliche Zeit bringen wird...
 

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Kurztest: Mit dem Wind tanzen

Ans Ende der Welt reisen ist für sich genommen schon eine ziemlich coole Sache. Mit dem Reisebericht (nicht nur, aber auch in Comicform) so viel Erfolg zu haben, dass man Jahre später gleich nochmal dort hin darf, ist aber gleich noch viel cooler. Und so durfte der Comic-Künstler Emanuel Lepage, dokumentarisch begleitet von einem ARTE-Filmteam, 2022 noch einmal die subantarktische, vulkanische Inselgruppe Kerguelen besuchen.
 

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Kurztest: Sandman: Death

Es gibt natürlich keine Cancel Culture (zumindest nicht so, wie sie die rechten Alarmisten immer benennen), aber zumindest in meiner persönlichen Fantasy-Bubble gehört Neil Gaiman zu denjenigen Nerd-Promis, die nicht mehr ganz so gut gelitten sind. Das soll jetzt aber nicht meine Rezension dieses Comic-Sammelbandes beeinflussen (immerhin erwartet „Panini Comics“ von mir jetzt keine Moralpredigt, sondern eine faire Buchbesprechung), aber falls ihr mal fünf Minuten Zeit habt, googelt euch doch mal in das Thema ein.
 

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Kurztest: Spectators

Die Frage nach dem Leben nach dem Tod ist vielleicht das größte Mysterium des Menschseins. Der berühmte Comic-Autor Brian K. Vaughan bringt mit „Spectators“ nun seine eigene Vision des Todes – und die ist, trotz des „Weiterlebens“, erschreckend deprimierend und dystopisch.

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Kurztest: Zoe Carrington

„Es fühlt sich gut an, sich schlecht zu fühlen“ – Das war mein Fazit zur Comic-Dilogie „Die Erektion“ (Link), geschrieben von Thierry Terrasson, besser bekannt als RomCom-Künstler Jim. Und auch diesmal passt dieses Kurzfazit ganz hervorragend zu seinem neusten Comic, denn am Ende dieses 192 Seiten dicken Epos rund um Liebe und Verlust bleibt kein Auge trocken.
 

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Kurztest: Something is killing the Children #9

Wie oft kann man eigentlich eine Geschichte wiederholen, bevor sie langweilig wird? Genau das frage ich mich jedes Mal, wenn mir der „Splitter Verlag“ ein neues Rezensionsexemplar der preisgekrönten und selbst öffentlich-rechtlich ausdrücklich wohlwollend besprochenen Horror-Comicreihe „Something is killing the Children“ zusendet. Denn sind wir ehrlich, hier wird nicht viel variiert: Erica Slaughter macht das, was ihr Nachname und der Buchtitel vermuten lassen, sie schlachtet Monster. Diese laben sich nämlich an Ängsten, aber das ist für die tapferen St. Georg-Ordensmitglieder (oder die eben auf eigene Faust agierende Erica) letztlich kein Problem, weshalb aller paar Sammelbände (diesmal die US-Hefte 41-45) ein neues Monster auf dem Plan steht. Und ja, es gibt auch ein wenig Weltenbau und Charaktervertiefung, aber am Ende ertrinkt doch alles in Blut. Und wisst ihr was? So ist es nun auch wieder, und das ist verdammt gut so!
 

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Kurztest: Die süßeste aller Früchte #2

Neben Manara und Axel gehört Di Caro zu den bisher am häufigsten im „Splitternackt“-Imprint publizierten Künstlern des „Splitter Verlags“ (der mir trotz meiner vielen Verrisse immer noch dankenswerterweise Rezensionsexemplare schickt, das ist echt stark von euch!). Und während der eine zwar Kult ist, aber misogynen Mist produziert, und der andere gern mal das ernste Thema Midlife-Crisis in frivolen Sex verpackt, zeichnet sich Di Caro besonders durch seine Ambitionen aus. Ja, das sind immer noch Erotik-Comics, hier sind die Frauen billig und willig und vor allem aber in Rekordzeit zum Höhepunkt kommend. Jedoch versucht der Szenarist & Zeichner wenigstens irgendeinen kulturellen Mehrwert zu schaffen, auch wenn er sich regelmäßig an einem Mischmasch verschiedenster Genres und schwerer Themen verhebt. Aber hey, immerhin Respekt für den Versuch, und so war ich dann doch sehr gespannt auf den Abschlussband der „Die süßeste aller Früchte“-Dilogie.
 

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Kurztest: Swinging Island #1 A Taste of Freedom

Der „Splitter Verlag“ macht mit seinem Erotik-Imprint „Splitternackt“ regelmäßig Saukram, den ich sehr oft sehr schlecht oder manchmal auch richtig gut finde. Jedes Rezensionsexemplar ist eine neue Überraschung, auch wenn ich zumindest bei manchem Kreativen schon recht gut abschätzen kann, ob das jetzt gut oder schlecht wird. Spoiler: Manara ist durchweg Mist, Axel dagegen oft überraschend gut. Neu im Verlagsportfolio ist nun Andrew Tarusov, welcher erst vor wenigen Wochen die englische Übersetzung seines zweiten Bandes überaus erfolgreich gecrowdfundet hat. So weit sind wir mit „Swinging Islands“ aber noch nicht, auch wenn die zukünftigen beiden Bände bereits angekündigt wurden („Pleasure Island“ für Oktober und „Heilige Hochzeit“ für Januar). Aber das ist noch Zukunftsmusik, wir starten erst einmal mit dem Auftaktband dieser – mehr als alle anderen „Splitternackt“-Bände – überaus pornösen Reihe.
 

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