Kurztest: Gotham City Sirens: Disco aus dem All

Es gab in den letzten zwei Jahrzehnten ja die Tendenz, dass Heldenfiguren immer grimmig-düsterer wurden. Man erinnere sich etwa an die Helden-Interpretationen von Zack Snyder oder auch an den Batman-Sidekick Robin in der Netflix-Serie „Titans“. Doch der Trend geht auch in die andere Richtung, beispielsweise werden klassische Bösewichte nun nicht einfach nur lieb, sondern sogar richtig cool. Ganz vorn dabei sind Harley Quinn, Poison Ivy und Catwoman, also die titelgebenden „Gotham City Sirens“. Nachdem deren WildWest-Ausflug beim Publikum so gut ankam, wurde von Leah Williams direkt eine Folgeserie nachgeschoben, deren fünf US-Hefte nun von „Panini Comics“ (die mir dankenswerterweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellten) als 128 Seiten starker Sammelband veröffentlicht wurden. Und das ist wieder mal ein wilder Ritt durch den DC-Kosmos.
 

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Kurztest: Star Wars: Ahsoka

Es ist noch gar nicht so lange her, da war „Star Wars“ noch irgendwie cool. Klar, die neue Trilogie hatte keine Begeisterungsstürme ausgelöst, aber in schöner Regelmäßigkeit kamen immerhin auf dem Streamingdienst Disney+ qualitativ gute Serien. Eine davon war „Ahsoka“, die u.a. eine Fortsetzung der Animationsserie „Rebels“ war. Dabei konnte die Titelfigur, geliebt und/oder gehasst als Protagonistin von „The Clone Wars“, mit ihren Gastauftritten in „The Mandalorian“ auch mich überzeugen, sodass ich durchaus gespannt war, ob mich denn nun die achtteilige Miniserie rund um die Jedi-Schülerin Ahsoka überzeugen würde. Und ja, schlecht war das Endergebnis dann nicht, aber tatsächlich habe ich nach drei Jahren nahezu komplett vergessen, worum es eigentlich ging. Und so habe ich nun die 264 Seiten dicke Comic-Adaption weniger wie eine nostalgische Rekapitulation als vielmehr wie eine neue Geschichte gelesen. Und die hat mir erneut ganz gut gefallen.
 

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Kurztest: The Witcher: Der Hexer

So ein wenig beschleicht mich das Gefühl, als habe das „The Witcher“-Universum in den letzten Jahren ein wenig an Popularität eingebüßt. Das grandiose letzte Videospiel ist bereits mehr als zehn Jahre alt, der Nachfolger dauert noch mindestens ein Jahr. Und die Netflix-Serie hat spätestens mit dem Wechsel des Hauptdarstellers (und eigentlich schon davor) niemanden mehr hinterm Ofen hervorgelockt. Immerhin wird das Franchise aber durch allerlei Lizenzprodukte am Leben erhalten, beispielsweise eben Comics, von denen „Panini“ (die mir dankenswerterweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellten) nun mit „Der Hexer“ ein phantastisches Hardcover-Büchlein rund um die allererste Kurzgeschichte publizierte. Und die ist, soviel Spoiler muss sein, für 13 € ein absoluter No-Brainer!
 

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Ulysse und Cyrano – Macht nicht satt, aber glücklich

„Wer sein Hobby zum Beruf macht, muss nie wieder arbeiten...“ – Wenn man diesem Spruch glaubt, müsste ich eigentlich meinen Brotjob an den Nagel hängen (den ich ziemlich hasse, indem ich wider Erwarten aber auch ziemlich gut bin) und der fixen Idee meiner späten Jugend folgen. Da wollte ich nämlich die Schule schmeißen und Koch werden. Vermutlich war es am Ende die richtige Entscheidung, doch erstmal das Abitur zu machen und dann einen „sichereren“ Job zu wählen, aber Kochen ist noch immer mein großes Hobby. Ja, ich blogge, podcaste & rollenspiele noch viel lieber, aber effektiv verbringe ich 90 % meiner Freizeit eben mit Kochen und nicht mit Nerd-Kram. Schade eigentlich. Aber um mich soll es auch gar nicht gehen, sondern um den Millionärssohn Ulysse und seinen Meisterkoch/Ziehvater Cyrano, die in der gleichnamigen Graphic Novel über 176 Seiten hinweg aus den ihnen vorgegebenen Lebenspfaden ausbrechen.
 

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Kurztest: Der Liebesdieb

„Schuster, bleib bei deinen Leisten“ ist vermutlich eine ziemlich arrogante Aussage von jemandem, der schon an zweiseitigen Kurzgeschichten oder einem Strichmännchen scheitert. Und doch kam mir dieser Gedanke beim Lesen von „Der Liebesdieb“, einer Comic-Adaption des Romans von Richard Malka, einem der führenden Anwälte Frankreichs, gerade wenn es thematisch um Medienrecht, Meinungs- und Religionsfreiheit geht. Hier vermischt Malka nämlich Dracula mit „Das Parfum“, was – zumindest in der vorliegenden Comic-Adaption, die mir der „Splitter Verlag“ dankenswerterweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte – ziemlich leidlich funktioniert. Aber immerhin sieht es schön aus ;-)
 

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Kurztest: Der Schatz der Geisterstadt

Zu Alexis Nolent a.k.a. Matz muss ich eigentlich nichts mehr schreiben, oder? Der Franzose haut einen 1-Unterwelt-Mann-gegen-den-Rest-der-Unterwelt-Thriller nach dem anderen raus – Und das so erfolgreich, dass seine Trilogie „Blei im Schädel“ sogar mit Sylvester Stallone & Jason Mamoa verfilmt wurde. Okay, das muss nicht zwangsläufig ein Qualitätsmerkmal sein, aber man muss ihm einfach zugestehen, dass seine Geschichten – bei all ihren Genre-bedingten Ähnlichkeiten – doch überraschend lang im Kopf bleiben. Und so bin ich noch immer begeistert vom vor drei Jahren erschienenen Mafia-Kronzeugen-Thriller „Die Schlange und der Kojote“ (Link), welche sich nun mit „Der Schatz der Geisterstadt“ überschneidet. Dabei muss man den Quasi-Vorgänger nicht kennen, ein anerkennendes „Hat der Matz nicht wirklich gemacht?!“ wird einem das „Insider-Wissen“ dann aber doch entlocken. Aber gut, genug der Vorrede, starten wir doch mal direkt rein...
 

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Kurztest: Eine Ewigkeit zu Zweit

Erst gestern habe ich den französischen Erotik-Künstler Axel wieder mal gelobt, weil seine Comics es schaffen (im Gegensatz zu den allermeisten anderen „Splitternackt“-Comics), authentische Darstellungen mit glaubwürdigen Emotionen und zumindest dem Hauch von Tiefgängigkeit zu verbinden. Und das alles, ohne wie sein deutlich berühmterer Kollege Milo Manara in misogyne Altherren-Gewaltphantasien abzudriften. Allein dafür gebührt Axel schon Lob, aber das ist erst der Anfang, denn mit „Eine Ewigkeit zu Zweit“ hat er nun einen Erotik-Comic geschaffen, der mich tatsächlich emotional berührte. 
 

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Dunkle Spiele – Was zum Fick?

Wenn der „Splitter Verlag“, der erneut so mutig war mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen, mal wieder einen Comic aus seinem „Splitternackt“-Imprint ankündigt, dann schlagen direkt zwei Herzen in meiner Brust. Einerseits frage ich mich, wie sehr das Renommee dieses Spitzenverlages wieder leiden wird, und andererseits freue ich mich darauf, endlich mal wieder meinen gesamten Lebensfrust loswerden zu können. Denn sind wir ehrlich, mal so eine richtig gepfefferte Rezension schreiben, die dann auch noch krass Klicks zieht, hat ja schon so etwas kathartisches ;-)

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Kurztest: Metropolia #2 Die Außenbezirke

Das Berlin des Jahres 2099 wurde in Fred Duvals gleichnamigen Cyberpunk-Comic (Link) ja als dystopische Utopie dargestellt – Klar, die Zukunft ist schlecht und die KI macht nur Quatsch, aber von allen möglichen düsteren Zukunftsaussichten war „Metropolia“ doch noch irgendwie die hoffnungsvollste. Und sind wir ehrlich, gelaufene Kilometer als universelle Währung zu verwenden würde auch heutzutage bereits viele Probleme lösen ;-)
 

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Kurztest: Leave Them Alone

Was gehört eigentlich zu einer guten WildWest-Geschichte? Einsame Cowboys? Noch einsamere Prärie-Städtchen? Fiese Gangster-Banden, welche gnadenlos rumballern? Und wo wir beim Thema Rumballern sind, ist das nicht sogar essentiell? Colt-Revolver und Winchester-Gewehre, die kiloweise Blei durch die öde Steppe jagen? Irgendwie schon... Aber was ist, wenn dieses Rumgeballer plötzlich Überhand nimmt?
 

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