Krimi: Die Geschichte hinter Fritz Langs „M - Eine Stadt sucht einen Mörder“ – Wunderschöner Comic für Filmfans, aber nicht ganz das, was der Verlag verspricht

„M - Eine Stadt sucht ihren Mörder“ gilt als einer der besten deutschen Filme aller Zeiten, gedreht von einem der besten deutschen Regisseure aller Zeiten, nämlich Fritz Lang. Ein echtes Kino-Meisterwerk, welches auch ich immer mal wieder voller Begeisterung anschaue. Da ist es doch eigentlich logisch, dass ich nun auch diesen Geschichtscomic begeistert anschaue, oder?
 

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Kurztest: Romy Schneider: Ich bin nicht mehr Sissi

Wenn das Feuilleton – egal ob öffentlich-rechtlicher Rundfunk oder überregionale Tageszeitungen – wieder mal voll ist mit Comic-Rezensionen, dann kann ich mir eigentlich schon sicher sein, dass ich hier einen Comic (und ja, wie hier auch meistens eine Biografie) vor mir liegen habe, der so überhaupt nicht meinen Geschmack treffen wird. Aber wie immer in solchen Fällen werde ich dann meist familiär „gezwungen“, mir auch ein Rezensionsexemplar zur erbitten – Und so war es diesmal meine Schwiegermutter, die sich als knallharter Sissi-Ultra unbedingt durch die 160 Seiten starke Comic-Biografie fräsen wollte. Aber am Ende bin es ja doch ich, der hier in der Familie die Rezensionen schreibt, also schauen wir mal, ob ich mich wenigstens ein ganz kleines Bisschen begeistern konnte...
 

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Kurztest: Auf den Hund gekommen

Französische Romane, qualitativ hochwertig adaptiert als franko-belgische Graphic Novels? Keine Frage, wir sind wieder mal beim „Splitter Verlag“ gelandet, der in diese Richtung ja schon eine ganze Reihe an echten Meisterwerken publiziert hat. Nun also eine schwarzhumoriger und überraschend brutaler Noir-Thriller rund um eine Killer-Oma, die Amok läuft. Kann das gut gehen? Definitiv ja, wenn man den durchgehenden 5-Sterne-Rezensionen der Blogger-Kolleginnen und -Kollegen glaubt. Aber wie immer, wir wissen ja alle wie das läuft, bin ich bei so vielen Lobeshymnen mehr als nur skeptisch...
 

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Die Versuchung – Ich bin von dieser Geschichte so frustriert wie der Protagonist von seiner Ehefrau

Na, hast du auch schon mal überlegt, ob deiner Langzeitbeziehung nicht das Feuer fehlt? Und ob die Flucht in eine Affäre oder gar neue Liebesbeziehung mit einer neuen, jüngeren, knackigeren Person nicht viel einfacher und zugleich spaßiger wäre als der harte Beziehungsalltag? Falls ja, oder auch falls nein, könnte „Die Versuchung“ der genau richtige Comic für dich sein. Denn dieser ist zwar wieder mal „Splitternackt“ (also im Schmuddel-Imprint des doch eigentlich so seriösen „Splitter Verlags“ erschienen), aber irgendwie doch gar nicht mal so uninteressant. Und doch macht er mich so ratlos, wie ich es schon lange nicht mehr war...
 

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Kurztest: Scheiß auf Liebe

In den letzten Jahren hat er Begriff „toxisch“ eine nahezu inflationäre Verbreitung gefunden. Selbst wir im Podcast sind darauf angesprungen, beispielsweise ging es gleich in der ersten Folge mit Elea um „toxische Nostalgie“. Und vergangene Beziehungen, die waren sowieso immer toxisch, und der oder die Verflossene verrückt... Aber bei all dem inflationären Gebrauch des Wortes soll nicht davon abgelenkt werden, dass es eben auch wirklich toxische Personen gibt, die ihren Mitmenschen das Leben zur Hölle machen. Über solch eine schlimme Beziehung handelt die Comic-Biografie von Sophie Lambda, die hier auf knapp 300 Seiten den vielleicht wichtigsten „Splitter“-Titel dieses Jahr geschrieben und gezeichnet hat.
 

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Kurztest: Liberty Bessie #4 Afro-Amerika

Wie viele Comic-Reihen kennt ihr eigentlich, deren Fortsetzungsbände nicht nur das Niveau halten, sondern die sogar die Qualität steigern? So viele gibt es da nicht, doch der Fliegercomic „Liberty Bessie“ gehört überraschenderweise dazu. Denn war der erste Zweiteiler (Link) „nur“ eine sympathische Abenteuergeschichte, bei der sich Bessies Wunsch zu Fliegen mit ein paar Schmugglerei-Momenten und der klischeemäßigen Suche nach den eigenen Wurzeln aufgelockert wurde, ging es im Auftaktband der Fortsetungsdilogie plötzlich um den gar nicht mal so kalten Krieg zwischen Ost und West, welcher stellvertretend durch Geheimagenten und Spioninnen in Äthiopien ausgetragen wurde. Und die Bessie ist wie immer mitten drin :-)
 

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Colony #9 Trübsal – Der schnelle Drogenrausch für SciFi-Fans

Die SciFi-Reihe „Colony“ ist so ziemlich das Comic-Äquivalent zum Drogenkonsum – Man weiß, dass es der Gesundheit schadet (zumindest hab ich schon oft den Kopf auf die Tischplatte gehauen, weil die angebliche Elite-Truppe von einer Falle in die nächste Falle tapst), und der Konsum erzeugt auch immer nur ein ganz kurzes Hochgefühl, eh man hinterher ein schlechtes Gewissen bekommt, weil man aktiv Lebenszeit verschwendet hat. Aber wie das halt so ist mit den Drogen, man weiß ja eigentlich, dass man die Finger davon lassen soll, aber dann wird man doch wieder schwach...
 

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Kurztest: Supermann: Jenseits der Erde

2024 starben in Deutschland 34060 Menschen durch diverse Unfälle, 222 durch Mord, 1845 durch Totschlag & Tötung auf Verlangen. Das sind ungefähr 99 „nicht-natürliche“ Tode pro Tag. Allein in Deutschland. Und nun stellen wir uns vor, wir wären Superman, dessen einziger Lebensinhalt es als der Vorzeigeheld des DC-Comicuniversums ist, eben genau so etwas zu verhindern. Ganz schön stressig, oder? Vor allem, weil sich Superman ja eigentlich in den USA lebt und sich aber trotzdem für die gesamte Menschheit verantwortlich fühlt – Da hat er ja quasi eine Burnout-Garantie, gerade wenn er nebenbei noch einen Vollzeitjob als Journalist hat (fünfmal höhere Depressionsrate) und seine Dauerfreundin Louis Lane ja auch noch bespaßt werden will... Kann er bei so viel Stress eigentlich mit seinem Gewissen vereinbaren, für die Rettung einer einzigen Person all diese Verantwortung zurückzulassen?
 

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Kurztest: Wiedersehen mit Comanche

Spät-Western gehören ja zu den Subgenres, bei denen der „Splitter Verlag“ (der mir dankenswerterweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte) in schöner Regelmäßigkeit mit interessanten Neuerscheinungen protzt. Man denke beispielsweise an den großartigen Einzelband „Ghost Kid“ (Link) oder an die leider mit jedem Band schlechter werdende „Die Viper“-Reihe (Link). Mit „Wiedersehen mit Comanche“ erscheint nun der nächste Vertreter dieser WildWest-Nische, bei denen ein gealterter Antiheld (oder doch Schurke?) sinnbildlich steht für den Verfall des gesamten Wilden Westens und damit auch des Amerikanischen Traums. 
 

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Kurztest: U.C.C. Dolores #6 Die Augen des Furchtlosen

Science-Fiction und WildWest-Abenteuer sind auch so zwei Genres, die einfach perfekt miteinander harmonieren... Ob der Revolver nun Bleikugeln oder Laserstrahlen rausschießt, macht halt keinen großen Unterschied für die Geschichte. Und ob die Indigenen, die von weißen Kolonisierenden vertrieben werden, nun mit Federn geschmückt um den Marterpfahl tanzen oder ob sie blau angemalte Pseudo-Aliens sind, ist auch nicht so der Story-Gamechanger. Also genug der Vorrede und ab auf den Planeten Tishala, damit die Ex-Klosterschülerin Mony mal wieder ein paar Aliens umballern kann ;-)
 

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