Kurztest: Die süßeste aller Früchte #2

Neben Manara und Axel gehört Di Caro zu den bisher am häufigsten im „Splitternackt“-Imprint publizierten Künstlern des „Splitter Verlags“ (der mir trotz meiner vielen Verrisse immer noch dankenswerterweise Rezensionsexemplare schickt, das ist echt stark von euch!). Und während der eine zwar Kult ist, aber misogynen Mist produziert, und der andere gern mal das ernste Thema Midlife-Crisis in frivolen Sex verpackt, zeichnet sich Di Caro besonders durch seine Ambitionen aus. Ja, das sind immer noch Erotik-Comics, hier sind die Frauen billig und willig und vor allem aber in Rekordzeit zum Höhepunkt kommend. Jedoch versucht der Szenarist & Zeichner wenigstens irgendeinen kulturellen Mehrwert zu schaffen, auch wenn er sich regelmäßig an einem Mischmasch verschiedenster Genres und schwerer Themen verhebt. Aber hey, immerhin Respekt für den Versuch, und so war ich dann doch sehr gespannt auf den Abschlussband der „Die süßeste aller Früchte“-Dilogie.
 

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Kurztest: Swinging Island #1 A Taste of Freedom

Der „Splitter Verlag“ macht mit seinem Erotik-Imprint „Splitternackt“ regelmäßig Saukram, den ich sehr oft sehr schlecht oder manchmal auch richtig gut finde. Jedes Rezensionsexemplar ist eine neue Überraschung, auch wenn ich zumindest bei manchem Kreativen schon recht gut abschätzen kann, ob das jetzt gut oder schlecht wird. Spoiler: Manara ist durchweg Mist, Axel dagegen oft überraschend gut. Neu im Verlagsportfolio ist nun Andrew Tarusov, welcher erst vor wenigen Wochen die englische Übersetzung seines zweiten Bandes überaus erfolgreich gecrowdfundet hat. So weit sind wir mit „Swinging Islands“ aber noch nicht, auch wenn die zukünftigen beiden Bände bereits angekündigt wurden („Pleasure Island“ für Oktober und „Heilige Hochzeit“ für Januar). Aber das ist noch Zukunftsmusik, wir starten erst einmal mit dem Auftaktband dieser – mehr als alle anderen „Splitternackt“-Bände – überaus pornösen Reihe.
 

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Flucht von Piranesi – Schlechter SciFi-Trash, der immer noch besser ist als Manaras sonstiger Erotik-Schund

Der Milo Manara und ich, wir haben so eine richtige Hass-Liebe. Oder besser nur ich mit ihm, denn er kennt mich nicht, und das ist auch gut so. Aber ich liebe ihn einfach, weil es klicktechnisch einfach so genial ist (und auch spaßig), einen Verriss nach dem anderen rauszuhauen. Aber ich hasse ihn, weil er reihenweise misogynen Scheißdreck produziert... Reihenweise? Nein, nicht ganz, denn immer mal wieder hat der „Splitter Verlag“ auch halbwegs „normale“ Geschichten ins Portfolio aufgenommen. Die sind zwar erzählerisch keine große Kunst und zeichnerisch immer noch knallhart „male-gazig“, aber wenn das Stöckchen bei den Erotikcomics so niedrig ist, dann kann er sogar mit dem ganz und gar nicht guten „Flucht von Piranesi“ ganz locker drüber springen.
 

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Kurztest: Black Cat #1 Die freundliche Katze aus der Nachbarschaft

Bösewichte, die sich zum Guten bekehren lassen, und natürlich auch umgekehrt, gibt es nicht nur im Wrestling zuhauf. Nein, auch in Superhelden-Comics passiert das gefühlt aller fünf Minuten. Mittlerweile ist es gar nicht mehr selten, dass sie dabei in so einem moralischen Antihelden-Zwischending feststecken – immer noch zu fies, um wirklich lieb zu sein, aber eben auch nicht mehr klischeehaft böse. Harley Quinn und ihre Sirenentruppe (Link) ist da ein ganz aktuelles Beispiel. Auf der anderen Seite des Superhelden-Äquators, im Hause MARVEL, hat es nun die Diebin Felicia Hardy a.k.a. Black Cat auf die gute Seite verschlagen. Allerdings aus sehr egoistischen und daher doch bösen Motiven, was diesen 120 Seiten dicken Auftaktband doch ganz reizvoll macht.
 

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Kurztest: Die neuen Fälle von Rick Master #8 Dead Sugar

Der neue „Rick Master“ in meinen Händen, endlich! Und ich habe gezittert wie Espenlaub! Nicht, weil mir kalt war, und erst recht nicht, weil der Kriminalfall so spannend war. Nein, ich habe gezittert, weil die letzten drei Fälle überaus schlecht waren (Link), sodass ich mich sehr um die Zukunft des traditionsreichen Journalisten gesorgt habe. Doch wenn man mal den Bodensatz erreicht hat, dann kann es nicht weiter abwärts gehen, und so verkünde ich fröhlich: Rick Master ist zurück! Vielleicht nicht mit seinem besten Fall, aber doch mit einem ziemlich guten, der auch gleich noch einen ganz entscheidenden Charaktermoment enthält. Also gehen wir mal direkt rein!
 

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Kurztest: Gotham City Sirens: Disco aus dem All

Es gab in den letzten zwei Jahrzehnten ja die Tendenz, dass Heldenfiguren immer grimmig-düsterer wurden. Man erinnere sich etwa an die Helden-Interpretationen von Zack Snyder oder auch an den Batman-Sidekick Robin in der Netflix-Serie „Titans“. Doch der Trend geht auch in die andere Richtung, beispielsweise werden klassische Bösewichte nun nicht einfach nur lieb, sondern sogar richtig cool. Ganz vorn dabei sind Harley Quinn, Poison Ivy und Catwoman, also die titelgebenden „Gotham City Sirens“. Nachdem deren WildWest-Ausflug beim Publikum so gut ankam, wurde von Leah Williams direkt eine Folgeserie nachgeschoben, deren fünf US-Hefte nun von „Panini Comics“ (die mir dankenswerterweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellten) als 128 Seiten starker Sammelband veröffentlicht wurden. Und das ist wieder mal ein wilder Ritt durch den DC-Kosmos.
 

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Kurztest: Star Wars: Ahsoka

Es ist noch gar nicht so lange her, da war „Star Wars“ noch irgendwie cool. Klar, die neue Trilogie hatte keine Begeisterungsstürme ausgelöst, aber in schöner Regelmäßigkeit kamen immerhin auf dem Streamingdienst Disney+ qualitativ gute Serien. Eine davon war „Ahsoka“, die u.a. eine Fortsetzung der Animationsserie „Rebels“ war. Dabei konnte die Titelfigur, geliebt und/oder gehasst als Protagonistin von „The Clone Wars“, mit ihren Gastauftritten in „The Mandalorian“ auch mich überzeugen, sodass ich durchaus gespannt war, ob mich denn nun die achtteilige Miniserie rund um die Jedi-Schülerin Ahsoka überzeugen würde. Und ja, schlecht war das Endergebnis dann nicht, aber tatsächlich habe ich nach drei Jahren nahezu komplett vergessen, worum es eigentlich ging. Und so habe ich nun die 264 Seiten dicke Comic-Adaption weniger wie eine nostalgische Rekapitulation als vielmehr wie eine neue Geschichte gelesen. Und die hat mir erneut ganz gut gefallen.
 

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Kurztest: The Witcher: Der Hexer

So ein wenig beschleicht mich das Gefühl, als habe das „The Witcher“-Universum in den letzten Jahren ein wenig an Popularität eingebüßt. Das grandiose letzte Videospiel ist bereits mehr als zehn Jahre alt, der Nachfolger dauert noch mindestens ein Jahr. Und die Netflix-Serie hat spätestens mit dem Wechsel des Hauptdarstellers (und eigentlich schon davor) niemanden mehr hinterm Ofen hervorgelockt. Immerhin wird das Franchise aber durch allerlei Lizenzprodukte am Leben erhalten, beispielsweise eben Comics, von denen „Panini“ (die mir dankenswerterweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellten) nun mit „Der Hexer“ ein phantastisches Hardcover-Büchlein rund um die allererste Kurzgeschichte publizierte. Und die ist, soviel Spoiler muss sein, für 13 € ein absoluter No-Brainer!
 

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Ulysse und Cyrano – Macht nicht satt, aber glücklich

„Wer sein Hobby zum Beruf macht, muss nie wieder arbeiten...“ – Wenn man diesem Spruch glaubt, müsste ich eigentlich meinen Brotjob an den Nagel hängen (den ich ziemlich hasse, indem ich wider Erwarten aber auch ziemlich gut bin) und der fixen Idee meiner späten Jugend folgen. Da wollte ich nämlich die Schule schmeißen und Koch werden. Vermutlich war es am Ende die richtige Entscheidung, doch erstmal das Abitur zu machen und dann einen „sichereren“ Job zu wählen, aber Kochen ist noch immer mein großes Hobby. Ja, ich blogge, podcaste & rollenspiele noch viel lieber, aber effektiv verbringe ich 90 % meiner Freizeit eben mit Kochen und nicht mit Nerd-Kram. Schade eigentlich. Aber um mich soll es auch gar nicht gehen, sondern um den Millionärssohn Ulysse und seinen Meisterkoch/Ziehvater Cyrano, die in der gleichnamigen Graphic Novel über 176 Seiten hinweg aus den ihnen vorgegebenen Lebenspfaden ausbrechen.
 

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Kurztest: Der Liebesdieb

„Schuster, bleib bei deinen Leisten“ ist vermutlich eine ziemlich arrogante Aussage von jemandem, der schon an zweiseitigen Kurzgeschichten oder einem Strichmännchen scheitert. Und doch kam mir dieser Gedanke beim Lesen von „Der Liebesdieb“, einer Comic-Adaption des Romans von Richard Malka, einem der führenden Anwälte Frankreichs, gerade wenn es thematisch um Medienrecht, Meinungs- und Religionsfreiheit geht. Hier vermischt Malka nämlich Dracula mit „Das Parfum“, was – zumindest in der vorliegenden Comic-Adaption, die mir der „Splitter Verlag“ dankenswerterweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte – ziemlich leidlich funktioniert. Aber immerhin sieht es schön aus ;-)
 

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