Ans Ende der Welt reisen ist für sich genommen schon eine ziemlich coole Sache. Mit dem Reisebericht (nicht nur, aber auch in Comicform) so viel Erfolg zu haben, dass man Jahre später gleich nochmal dort hin darf, ist aber gleich noch viel cooler. Und so durfte der Comic-Künstler Emanuel Lepage, dokumentarisch begleitet von einem ARTE-Filmteam, 2022 noch einmal die subantarktische, vulkanische Inselgruppe Kerguelen besuchen.
 

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Die im französischen Besitz befindliche Inselgruppe, immerhin 7125 km² groß und von bis zu 100 Forschenden und gefühlt unendlich vielen Pinguinen bewohnt, steht dabei nicht allein im Fokus dieses Reiseberichts. Lepage befasst sich fast schon intensiver mit seinen Reisebegleitern, die alle ihre ganz eigenen Motive haben am anderen Ende der Welt freiwillig auf der „Insel der Traurigkeit“ zu verweilen. Dabei werden alltägliche Forschungsabläufe ebenso gezeigt wie auch zwischenmenschliche Interaktionen und der mittlerweile recht komfortable „Überlebenskampf“ bei mitunter eisigen Temperaturen. Nicht alles geht dabei in die Tiefe (gerade bei den Problemen weiblicher Personen in einer männlich dominierten Umgebung wird mehr angedeutet als ausgesprochen), aber man bekommt doch einen ganz guten Einblick, was die Leute dort umtreibt – also was sie tun, warum sie es tun und wie sie es tun.
 

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Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen, „Mit dem Wind tanzen“ ist halt ein Reisebericht. Aber was für einer! Er ist soooo schön und, dank der persönlichen Komponente, bei 224 Seiten auch überraschend gut weglesbar. Dabei gibt es nicht nur Wohlfühlmomente, ganz im Gegenteil, gerade Umweltfans dürfen hier auch das ein oder andere Tränchen verdrücken. Also einen dicken Daumen hoch, entsprechend bekommt der „Splitter Verlag“ für dieses Rezensionsexemplar ein ausgesprochen positives...

Fazit: „Mit dem Wind tanzen“ (Link) ist einer der besten und auch schönsten Reiseberichte, die ich bisher in Comicform gesehen habe.

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