Es gab in den letzten zwei Jahrzehnten ja die Tendenz, dass Heldenfiguren immer grimmig-düsterer wurden. Man erinnere sich etwa an die Helden-Interpretationen von Zack Snyder oder auch an den Batman-Sidekick Robin in der Netflix-Serie „Titans“. Doch der Trend geht auch in die andere Richtung, beispielsweise werden klassische Bösewichte nun nicht einfach nur lieb, sondern sogar richtig cool. Ganz vorn dabei sind Harley Quinn, Poison Ivy und Catwoman, also die titelgebenden „Gotham City Sirens“. Nachdem deren WildWest-Ausflug beim Publikum so gut ankam, wurde von Leah Williams direkt eine Folgeserie nachgeschoben, deren fünf US-Hefte nun von „Panini Comics“ (die mir dankenswerterweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellten) als 128 Seiten starker Sammelband veröffentlicht wurden. Und das ist wieder mal ein wilder Ritt durch den DC-Kosmos.
 

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Okay, ganz so lieb sind die Sirens dann doch nicht, denn eigentlich wollen sie aus einem gehypten Nachtclub mit Weltraum-Ästhetik ein wertvolles Artefakt klauen. Doch schnell müssen sie feststellen, dass dieser ein getarntes Raumschiff ist, mit dem der Bösewicht Despero allerlei fiese Sachen vorhat. Dazu hat er eine wertvolle Geisel und brennbare Space-Lemminge im Gepäck sodass die drei Anti-Heldinnen mit ordentlich Krach-Bumm aufräumen müssen. Und das wie immer ohne Kompromisse, hier wird geprügelt was das Zeug hält. Und das alles in knallbunt – Ich hatte beim Lesen das Gefühl, als wäre ich mit Harley, Ivy und Catwoman gemeinsam auf einer mit LSD verfeinerten Disco-Nacht hängengeblieben. Was theoretisch cool und spaßig ist, aber wenig nachhaltig! Denn ungelogen habe ich den Comic vor 2 Tagen gelesen, doch nun weiß ich absolut überhaupt nichts mehr davon. Irgendwas mit einem erst fliegenden und dann abstürzenden Raumschiff, irgendwas mit einer guten Figurenchemie zwischen den Protagonistinnen, irgendwas mit nem bösen Bösewicht und Gedankenkontrolle, irgendwas mit sehr vielen bunten Farben und sehr wenigen Worten. Das ist halt wirklich wie eine Prise LSD – Cool und spaßig, wenn man da Bock drauf hat, aber satt wird man nicht. Schade!
 

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Fazit: Zum Preis von zwei Dönern bekommt man mit „Gotham City Sirens: Disco aus dem All“ (Link) einen knallbunten Partytrip, dessen Konsum auch nicht länger dauert als das Essen eben jener zwei Döner. 

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