Kurztest: Splittermond: Die Narren von Aylantha
Jedes Jahr findet in Aylantha, einer Hafenmetropole des mertalischen Städtebundes, ein weltbekannter Künstlerwettbewerb statt.
Jedes Jahr findet in Aylantha, einer Hafenmetropole des mertalischen Städtebundes, ein weltbekannter Künstlerwettbewerb statt.Der kleine, aber feine Verlag der Podcast-Kollegen von „System Matters“ ist besonders bekannt für seine kleinen, aber feinen und zudem auch mehrfach preisgekrönten Indie-Erzählspiele. Hier stehen keine komplizierten Regelmechaniken, sondern das erzählorientierte Erlebnis im Vordergrund – Und doch gibt es eine mannigfaltige Varianz an Probenmechanismen: Von klassischem W6-Überwürfeln (“Geh nicht in den Winterwald“) über reine Sprachregelungen ("Die Liebe in den Zeiten des Seiðr“) bis hin zur Einbindung von Geschicklichkeitsspielen (“Dread“) ist alles dabei. Darum stellte sich für mich primär die Frage, welche Spielmechaniken sich hinter dem Malerei-Erzählspiel „Ein ruhiges Jahr“ verstecken würde?
Das deutsche SciFi-Cyberpunk-Rollenspiel „Ultima Ratio“ hat sich ja mit jeder neuen Erweiterung ein kleines Stück weit verbessert und ein immer befriedigenderes Spiel(leiter)erlebnis geboten. Den größten Schritt nach vorn machte natürlich der Editionswechsel auf 2.0 (Link), der eigentlich nur noch einen kleinen Makel hatte: Das Fehlen eines offiziellen Abenteuers, mit dem man erahnen kann, in welche spielerische und erzählerische Richtung das Setting eigentlich geht.
Am Beginn der Schauspielkarriere steht natürlich die Erschaffung des Charakters: Natürlich braucht man einen coolen Künstlernamen und ein kinotaugliches Aussehen, doch letztendlich läuft es von der Spielmechanik her doch auf eine Punkteverteilung auf verschiedene Attribute und Fähigkeiten hinaus.