Kurztest: Wonder Woman / Batman Hiketeia

Nur noch wenige Tage, dann erscheint mit der „Wonder Woman“-Verfilmung der nächste Kino-Blockbuster. Logisch, dass „Panini Comics“ parallel dazu ein paar Comics veröffentlicht. Beispielsweise das DC-Crossover „Hiketeia“, welches den fanatischen Kampf der beiden Superhelden Wonder Woman und Batman um das Schicksal einer Mörderin thematisiert. Dabei wird nicht nur die moralisch spannende Frage gestellt, wer eigentlich richtig liegt, sondern auch ein interessanter Einblick in das Innenleben der beiden Protagonisten geworfen. Die titelgebende Hiketeia ist ein antikes Ritual, in welchem sich der Bittsteller seinem neuen Beschützer unterwirft, wofür dieser ihm Schutz und Zuflucht gewähren muss. Wonder Woman, die Botschafterin von Themyscira und zugleich Amazonenprinzessin und Superheldin, wird eben um genau diese Hiketeia von der Serienmörderin Danielle Wellys gebeten.
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Kopfsachen: Acht grafische Erzählungen – Schwierige Klassiker, neu verpackt

Uli Oesterle konnte mit seinen ernsthaften Comics, welche gelegentlich weit abseits des Mainstreams zu verorten sind, schon einige Leser und auch Kritiker begeistern. Sein preisgekröntes Werk „Schläfenlappenphantasien“, damals noch als schwarz-weißes Softcover von „Zwerchfell“ veröffentlicht, wurde 2000 gar für den renommierten „Max und Moritz“-Preis nominiert. „Carlsen Comics“ würdigt sieben seiner Klassiker zusammen mit einer neuen Geschichte im Hardcover-Band „Kopfsachen“. Dabei beschränkt man sich hier nicht auf schnöde Reprints, sondern verbessert die Geschichten noch mit neuer Kolorierung und leicht veränderten Texten.
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Kurztest: Liebe auf Iranisch

Als letzten Freitag die Präsidentschaftswahlen liefen, wurde nach langer Zeit mal wieder intensiv über den Iran berichtet. Oft wurde dabei aber nur an der Oberfläche gekratzt, ein tiefer Einblick in die doch recht abgeschottete Gesellschaft blieb aber verborgen (zumal westliche Journalisten nicht gerade herzlich willkommen sind ;-)). Diesen liefert nun das französische Autoren-Paar „Jane Deuxard“, welches wiederholt in den Iran reiste und dort viele junge Erwachsene interviewte. Bei diesen Interviews erzählen verschiedenste junge Frauen und Männer, denen man oft eine tiefe Resignation anmerken kann, von ihrer Unterdrückung durch Politik, Religion und Tradition. Sie dürfen nicht lieben wen sie wollen, sich nicht frei kleiden, nicht feiern, sich nicht küssen, keinen Sex haben und eigentlich ist schon gemeinsames Ausgehen von nicht-verwandten Männern und Frauen eine Straftat.
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Blut und Tränen #1&2 – Atmosphäre statt Action

Mittlerweile habe ich in diesem Blog schon eine ganze Reihe an Produkten besprochen, die sich mehr oder minder historisch korrekt mit dem 2. Weltkrieg befassen. Mit „Blut und Tränen“ veröffentlichten die Spezialisten vom kleinen Augsburger Verlag „Bunte Dimensionen“ eine sehr interessante zweiteilige Miniserie, welche vor dem Hintergrund der französischen Niederlage 1940 eine überraschend ruhig erzählte Agentengeschichte präsentiert. Ein echtes Kleinod zwischen all den revanchistischen Effekthaschern, die sich sonst so in diesem Genre tummeln ;-) Die „Blut und Tränen“-Miniserie besteht aus zwei aufeinander aufbauenden, jeweils in sich abgeschlossenen Graphic Novels.
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Sherlock Holmes: Die Chroniken des Moriarty – Bösewichte gegen Cthulhu

Unter dem Label „Splitter Double“ (Link) bringt der renommierte „Splitter Verlag“ immer mal wieder in sich abgeschlossene, aus zwei Ausgaben bestehende Mini-Sammelbände heraus. Der neuste Zuwachs dieser Sonderreihe ist das Sherlock/Cthulhu-Crossover „Sherlock Holmes: Die Chroniken des Moriarty“, dessen thematischer Mischmasch für mich jetzt schon zu den mutigsten Story-Experimenten des Jahres zählt. Aber zahlt sich dieser Mut auch aus? Obwohl nicht so gekennzeichnet, ist auch dieser Band Teil der französischen „Sherlock Holmes“-Fantasyreihe, welche den Meisterdetektiv beispielsweise mit Zeitreisenden oder im aktuellen Fall mit dem Cthulhu-Mythos in Berührung kommen lässt. Dabei nimmt er direkten Bezug auf die Ereignisse in „Sherlock Holmes & das Necronomicon“ (Link).
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Bomb Road #1-3 – Der Papa erzählt vom Krieg

Der kleine Augsburger Verlag „Bunte Dimensionen“ darf in Deutschland - auch wenn sie eine große thematische Breite haben - wohl als führende Größe in Sachen Kriegscomics bezeichnet werden. Einiges davon geht deutlich in die Pulp-Richtung (aktuell beispielsweise „Die Eisendivisionen“), doch auch realhistorische Comics finden sich im Portfolio. Die dreiteilige Miniserie „Bomb Road“, welche sich mit dem Vietnam-Krieg aus Sicht eines amerikanischen Piloten befasst, passt da natürlich perfekt ins Verlagsprogramm. Die Miniserie dreht sich um das Leben des 68 Jahre alten Marine Corps-Piloten Bradley „Redneck“ Townsend, welcher, sich im Ruhestand befindend, einen neuen Adjutanten zugewiesen bekommt. Dieser soll Townsend eigentlich helfend zur Hand gehen, darf sich stattdessen aber bei einem Gläschen Cognac dessen Lebensgeschichte anhören...
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Auf die Barrikaden! #2 Die roten Elefanten – Eine Geschichte vom Scheitern

Den Auftaktband „Der Aufstand der Frauen“ (Link) und das Finale „Wir werden nichts über ihre Weiber sagen“ (Link) der Revolutionstrilogie „Auf die Barrikaden!“ habe ich in diesem Blog ja schon mal mehr (Teil 1) und mal weniger (Teil 3) überschwänglich rezensiert. Fehlt natürlich noch der Mittelteil, den ich damals aufgrund der scheinbar vergleichsweise öderen Thematik (Alltag statt Action) übersprang. Um die Sammlung nun aber vollständig zu haben, hab ich ihn mir doch noch zu Gemüte geführt – Und Schande über mich, dass ich dem Thema so reserviert gegenüber stand.
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Kurztest: Die Daltons #1 Der erste Tote

Die Dalton-Brüder Bob, Grat, Bill und Emmet zählen zu den bekanntesten und gefährlichsten Gaunern des Wilden Westens. Vielen Lesern ist der Name sicher aus den „Lucky Luke“-Comics ein Begriff, doch wird da naturgemäß ein Zerrbild gezeichnet, welches den kriminellen Brüdern nicht gerecht wird. Mit der zweiteiligen Serie „Die Daltons“ aus der Feder von Olivier Visonneau bringt der im Western-Genre nicht unbewanderte „Splitter Verlag“ nun eine – man kann es fast schon so formulieren – kritische Würdigung ihres tragischen Lebens heraus, welche den Werdegang vom Gesetzeshüter zum Gangster nachzeichnet. „Die Daltons #1 Der erste Tote“ beginnt seine Handlung interessanterweise am Ende der Geschichte.
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Auf den Spuren H.P. Lovecrafts #3 – Howard Phillips wäre stolz

Eigentlich bringt der kleine „Verlag Torsten Low“, welcher sich im Horror- und Phantastik-Genre einen Namen machen konnte, ja nur Romane und Anthologien heraus. Einmal im Jahr aber trauen sie sich was und wildern in fremden Gebiet, denn dann erscheint die Comicheft-Reihe „Auf den Spuren H.P. Lovecrafts“ (Link). Die preisgekrönte Serie (Ausgabe 2 (Link) bekam 2015 einen GOLDENEN STEPHAN, setzte sich damit durch gegen etablierte Comic-Reihen wie etwa „Batman“ und Star Wars“) bietet jeweils zwei von unterschiedlichen Zeichnern und Autoren präsentierte Kurzgeschichte, welche sich an den Werken von H.P. Lovecraft orientieren.
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Gangsta:Cursed. EP_Marco Adriano 1 – Ein Verriss

Die tatsächlich häufigste Bitte, die ich von meinen Lesern erhalten habe, war der Wunsch doch auch mal einen Manga zu rezensieren. Euer Wunsch ist mit Befehl :-D Mit „Gangsta:Cursed. - EP_Marco Adriano 1“ (welch umständlicher Titel :-P) veröffentlichte der renommierte „Carlsen Verlag“ nun den ersten Band der Spin Off-Reihe zur populären Manga-Serie „GANGSTA.“ (Link). In diesem wird die 15 Jahre zurückliegende Vorgeschichte des titelgebenden Mafioso Marco beleuchtet. Die Geschichte dieses Auftaktbandes, welcher drei Kapitel (plus einen Prolog und etwas Bonusmaterial) umfasst, ist dabei für ein Buch dieser Dicke (192 Seiten) überraschend schnell erzählt: Marco, damals noch Spas genannt, marodiert gemeinsam mit Striker, Beretta, Minimi und Maverick als zweite Generation der Destroyers durch die Stadt Ergastulum.
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