Selbst die Verwirrung ist verwirrt – Okay, das ist abgedroschen, aber tatsächlich hat der „Splitter Verlag“ (der mir dankenswerterweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte) nur wenige Monate nach der Veröffentlichung von „Arsène Lupin gegen Sherlock Holmes“ (Link) nun „Sherlock Holmes gegen Arsène Lupin“ auf den Markt gebracht, welche sich fundamental voneinander unterscheiden. Also ja, natürlich geht es wieder um die beiden ungleichen Protagonisten, aber während sie sich zuvor bis aufs Blut hassten (inklusive Mord & Totschlag, und hier war Sherlock der Bösewicht!), müssen sie sich nun gemeinsam mit einer einer epische Frauen-Verschwörung (inklusive Jesus-Bezug!) herumschlagen. Na, ob das was werden wird?
 

Bild

Die Ausgangslage ist jedenfalls gleich, denn Sherlock Holmes ist weiterhin ein Meisterdetektiv, der jeden noch so schweren Kriminalfall knackt. Arsène Lupin dagegen ist weiterhin ein Meisterdieb, vor dem kein Kunstschatz sicher ist, und der immer kurz vor knapp im höchsten Maße elegant der Polizei entkommt... Nur diesmal nicht, denn seine Partnerin fällt ihm einfach in den Rücken, weil sie gemeinsam mit ihrer neuen Verbrechenspartnerin nach der Unsterblichkeit sucht. Wehrlos muss Arséne zurückbleiben, doch der herbeieilende Sherlock erkennt das Potential seines Kontrahenten und geht eine aus der Not geborene Partnerschaft ein. Im Stil einer Buddy-Cop-Komödie ermitteln nun er gealterte, aber schlaue Sherlock und der hitzköpfige, sich allzu oft auf sein Glück verlassende Arsène um die Wette – Was gelegentlich für einige Schmunzler sorgt, weil beide mit ganz unterschiedlichen Ermittlungsmethoden zu den gleichen Erkenntnissen kommen. Und klar, das ist jetzt kein Spoiler, sondern eine Genre-Konvention, natürlich nähern sich die ehemaligen Kontrahenten langsam an...
 

Bild

Die Kriminalfall an sich wird da fast zu Nebensache, denn er gleicht eigentlich einer Schnitzeljagd, bei der das ungleiche Duo den beiden Verbrecherinnen (und ihren mächtigen Verbündeten) immer einen Schritt hinterher hinkt. Aber das ist kein Problem, denn er ist trotzdem interessant genug geschrieben, dass man bis zum Ende 96 Seiten dicken Comics am Ball bleibt. Also, und damit sind wir jetzt schon beim Fazit, dieser Buddy-Cop-Comic „Sherlock Holmes gegen Arsène Lupin: Die Suche nach der Ewigkeit“ (Link) ist wirklich nette, sehr wohlfühlige und auch hübsch gezeichnete Unterhaltung, die man voller Freude in einem Rutsch wegliest, die dann aber auch schnell wieder vergessen hat.

Tags