Kurztest: Pocahontas
Es ist ja immer wieder ein Running Gag im Podcast, dass ich in meiner Ossi-Kindheit nichts hatte, vor allem keine Disney-Filme. Was vermutlich rückblickend gar nicht mal schlecht ist, da die Geschichte der jungen Algonkin-Prinzessin Pocahontas für mich daher nie durch einen kitschigen Zeichentrickfilm verklärt wurde. Der „Splitter Verlag“ (der mir dankenswerterweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte), der ja ebenfalls nicht im Verdacht steht irgendwelchen geschichtsrevisionistischen Kitsch zu produzieren, hat daher nun eine „erwachsene“ Variante der (freundlich formuliert) ausgeschmückten Abenteuergeschichte von John Smith veröffentlicht. Szeneriert und gezeichnet von Patrick Prugne, der sich mit Werken wie „Irokesen“ ja auf historische (Indigenen-)Comics spezialisiert hat, erwartet Genre-Fans hier eine langsam erzählte, aber bildgewaltige Umsetzung einer der wichtigsten amerikanischen Geschichtsmythen.
Harlem – Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit
Black Hammer #7 Reborn #3 – Würde mich Jeff wieder enttäuschen?
Okay, handeln wie die üblichen Eingangsworte rasch ab: Jeff Lemire schreibt viele Comics, davon ist ein Großteil wirklich gut. Das „Black Hammer“-Multiversum ist dabei der kreative Leuchtturm seines Schaffens, aber manchmal gehen die kreativen Gäule doch soweit mit ihm durch, dass man nicht weiß, ob das jetzt alles im Desaster endet oder als Meisterwerk. So geschehen beispielsweise beim Vorgängerband „Reborn #2“, bei dem sich meine Gedanken irgendwann so gedreht haben, dass ich nur noch verwirrt zurückgelassen werden musste ;-) Aber ich äußerte in der Rezension ja auch die Hoffnung, dass mit dem dritten Band alles klarer werden würde. Aber wird es das wirklich?
Kurztest: Auf und ab
Comics sind Eskapismus. Aber Comics können noch so viel mehr sein! Sie können über Sachverhalte aufklären oder einfach nur Denkanstöße geben – Und das für die meisten Lesenden niedrigschwelliger verpackt als beispielsweise eine Textwüste auf Wikipedia oder in einem klassischen Sachbuch. Positive Beispiele gibt es viele, etwa die gezeichnete Reportage „Liebe deinen Nächsten“, und auch „Auf und ab: Psychische Krisen ausbremsen“ wird wohl in Zukunft als ein solches genannt werden – Damit spoilere ich zwar jetzt das Fazit, aber egal ;-)
Kurztest: Plot Holes
Kurztest: Beatrice
Travis #16 Operation Gorgone – Erinnert euch an mich als Held!
Eine Frage an die Popkultur-Fans da draußen: Wie heißt die beste SciFi-Serie des letzten Jahrzehnts? Klar, „The Expanse“. Und welcher war der beste Einzelband der beiden Cyberpunk-Geschwisterserien „Travis“ & „Carmen Mc Callum“? Auch da muss niemand lang überlegen, natürlich „Die Kirkwoodlücke“, der 8. Band rund um die taffe Supersöldnerin Carmen. Welch Freude also, dass „Operation Gorgone“, der Abschlussband des 5. „Travis“-Zyklus, haargenau in diese Kerbe schlägt und so einen phantastischen SciFi-Politikthriller liefert!
Kurztest: Travis #14 Europa
Eine Luxusvilla in Rom, die Sonne beschaulich am Rande des Horizonts... Ein Traum, wenn nicht gerade eine Mutanten-Terrorgruppe wild um sich ballernd Geiseln nehmen würde.Crusaders #4 Spin – Von Amokläufen und roten Fäden
Langsam scheinen sich die ersten Anzeichen der Demenz bei mir breit zu machen, denn immer öfter vergesse ich einfach, wenn ich in einer Rezension geschworen habe, irgendeine Comic-Reihe nie wieder anzufassen. So auch bei „Crusaders #3 Spectre“ – Und jetzt hab ich hier den vierten Band liegen. Zum Glück! Denn mit großen Schritten geht SciFi-Esoteriker Christophe Bec in Richtung des Finales, und kurz vom Schluss scheint er das Ruder noch einmal herumzureißen...
