Kurztest: Parallel #2 Win Win

Woran erkennt man eigentlich, dass ein Comic wirklich gut ist? Vielleicht daran, das er so tief im Gedächtnis verhaftet bleibt, dass man gar nicht realisiert wie alt er eigentlich ist. So ging es mir gerade, als ich begann diese Rezension zu schreiben, mit „Parallel #1 New York, New York“ (Link). Denn der ist tatsächlich schon wieder ein Jahr alt, aber dank seinem geschickten Story-Twist war er für mich doch ein Musterbeispiel für coole Sommerunterhaltung. Ob sich der Nachfolger genauso gut schlagen wird? 2082 ist die Erde nach Ressourcenmangel und Weltkriegen mal wieder am Ende. Aber Hoffnung naht, denn das Expeditionsraumschiff Hybris hat nach einem Magnetsturm eine neue Eiswelt entdeckt.
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Sonnenstein #6 – Umständlicher, aber würdevoller Abschluss

Jetzt ist es endlich soweit: Eine der schönsten Comic-Liebesgeschichten überhaupt geht mit dem 6. Band in ihr großes Finale. Bei all den Höhen und Tiefen, die Ally und Lisa erleben mussten, war die Spannung natürlich umso größer, wie Autor & Zeichner Stjepan Sejic den emotionalen Bruch der frisch Getrennten wieder kitten würde. Um es kurz zu machen: Er schafft das zwar ziemlich umständlich, aber auch liebevoll und bietet den LeserInnen damit ein würdevolles Finale. Kurze Rekapitulation der bisherigen Bände: Aus sexueller Neugier treffen sich die Nerd-Domina Ally und die erfolglose Schriftstellerin/Kellnerin Lisa zu BDSM-Techtelmechteln, um sich dann während ihrer Vergangenheitsaufarbeitung zu verlieben. Obwohl sie planen, am Ende des 3. Bandes zusammenzuziehen, schaffen sie es einfach nicht sich gegenseitig ihre romantischen Gefühle zu offenbaren, sodass es nach allerlei Kommunikationsproblemen und Eifersuchtsattacken zur lautstarken Trennung kommt. Im 5.

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Kurztest: Deadpool & Cable: Wenn Blicke töten könnten

Pünktlich zum Start des „Deadpool 2“-Blockbusters (welchen wir (Link) übrigens gar nicht mal so geil fanden) bringt „Panini Comics“ den Sammelband „Deadpool & Cable: Wenn Blicke töten könnten“ (erneut nach 2013) heraus. Keine schlechte Idee, war doch das ungleiche Antihelden-Doppelpack das Highlight des Kinofilms.
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Batman vs. Aliens – Überraschend gutes Crossover mit viel Action und etwas Horror

Der dunkle Ritter musste sich in seiner langen Karriere als Verbrechensbekämpfer ja schon mit so einigen sonderbaren Gegner herumschlagen. Der vorliegende, mit 364 Seiten enorm umfangreiche Sammelband lässt ihn gleich dreimal gegen die vielleicht gefährlichsten Wesen im Universum antreten: Xenomorph-Aliens! Und nicht nur gegen die, denn wo Aliens Angst und Schrecken verbreiten, sind die Predators nicht weit... In der ersten Geschichte verschlägt es Batman in den tiefsten Dschungel Mittelamerikas. Eigentlich will er dort nur einen verschollenen Geologen finden, der für Wayne Enterprise nach Kupferadern suchen sollte. Doch dann läuft er einer geheimen US-Spezialeinheit in die Arme, mit der er sich notgedrungen gegen die Aliens verbünden muss... Die älteste Geschichte des Sammelbandes (das Alter ist gut erkennbar an dem „alten“ Batman-Design mit Riesenohren) lehnt sich sehr deutlich an den ersten „Predator“-Film an, nur dass es hier halt „Batman vs.
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Katanga #1 Diamanten – Game of Kongo

Zu den unrühmlichen Kapiteln der europäischen Geschichte gehört zweifelsohne die Kolonisierung der restlichen Welt. Aber alles hat einmal ein Ende; und so wurden nach und nach viele Kolonien – mal nach politischen, mal nach militärischen Unruhen – unabhängig. So auch die Republik Kongo, die sich 1960 nach 80 Jahren der Unterdrückung von Belgien lossagte und sogleich in einen blutigen Bürgerkrieg rutschte. Vor diesem geschichtsträchtigen Hintergrund erzählt die Graphic Novel-Reihe „Katanga“, einer Mischung aus brutalem Kriegscomic und intelligentem Politik-Thriller, die Geschichte von gestohlenen Diamanten und Söldnern, die auf der Suche nach sich selbst sind... Auch wenn es natürlich wesentlich komplexer war, kann man den Bürgerkrieg in wenigen Worten zusammenfassen: Die reiche Provinz Katanga, welche von der belgischen Diamantenminengesellschaft in Form von Geld und damit Söldnern unterstützt wird, rebelliert gegen den Rest des gerade erst unabhängig gewordenen Landes.
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Kurztest: KILL or be KILLED #2

Zu den wohl inhaltlich schwierigsten und diskussionswürdigsten Comics, die ich in meiner „Rezensentenkarriere“ bisher lesen durfte, gehört zweifelsohne das Selbstjustiz-Drama „KILL or be KILLED“ (Link) rund um die Erlebnisse eines depressiven Massenmörders. Der preisgekrönte Starautor Ed Brubaker erschuf für diese ungemein atmosphärisch erzählte Serie jedoch einen so ambivalent und glaubwürdig charakterisierten Protagonisten, dass ich vom ersten Sammelband einfach nur begeistert war. Nun erschien der zweite Band und ich war natürlich gespannt, wie weit die Geschichte an der Eskalationsspirale drehen würde. Eine kleine Rekapitulation des ersten Sammelbandes: Der depressive Student Dylan ist ein echter Versager.
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München 1945: Geständnisse – Ab jetzt geht’s bergab

Pünktlich zum Erlanger Comic Salon (ein Bericht dazu, genauso wie ein Interview mit der „München 1945“-Autorin Sabrina „Iru“ Schmatz, findet Ihr in unserem Podcast (Link)) erschien der nicht nur von mir schon lang erwartete vierte Band der mehrfach preisgekrönten Nachkriegs-Lovestory „München 1945“ rund um die emotionalen und sozialen Irrungen und Wirrungen der bildschönen Münchnerin Konstanze und des US-Sanitäters Daniel. Wie viele andere Fans war ich besonders gespannt, ob die Liebesgeschichte im vierten Band voranschreiten würde oder ob sich die Autorin noch weiter mit der Szenario-Etablierung befassen würde... Spätestens im dritten Band „Zweifel“ (Link) musste Konstanze feststellen, dass nicht jeder US-Soldat so ein vorbildlicher Gentleman wie Daniel ist. Denn wo Daniel es mit Freundlichkeit und Tugendhaftigkeit versucht, wählen zwei seiner Kameraden den einfacheren Weg über Zwang...
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Kurztest: Androiden #3 Invasion

Mit seiner Miniserie „Androiden“ hatte der renommierte „Splitter Verlag“ eine bisher herausragende SciFi-Reihe im Programm: Vier für sich stehende, abgeschlossene Geschichten rund um die Androiden-Thematik, die von ihren Autoren ganz unterschiedlich interpretiert wurden. War der erste Band „Wiederauferstehung“ (Link) noch ein klassischer SciFi-Verschwörungskrimi, ging der zweite Band „Glücklich wie Odysseus“ (Link) in Richtung philosophische Post-Apokalypse.
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Die Ausgestoßenen von Orion #2 – Hätte, hätte, ...

Dem auf der französischen SciFi-Geschichte „La Croix des décastés“ basierenden Comic „Die Ausgestoßenen von Orion“ (Link) bescheinigte ich zu Beginn dieses Jahres, dass er irgendwie aus der Zeit gefallen schien. Dank seinem pulpigen Grundton und den ziemlich oldschooligen Zeichnungen konnte ich mir aber doch gut vorstellen, dass der als Prolog fungierende Auftaktband der zweiteiligen Miniserie seine Fans finden würde. Nun ist der Abschlussband erschienen und ich war gespannt, ob die Geschichte qualitativ noch eine Schippe drauflegen kann... Kleine Rekapitulation des ersten Bandes: Die einstmals blühende Weltraumkolonie Orion-XB12557 ist zurück auf ein antikes Technologieniveau gesunken.
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