Arctica #1-8 – Eine Comic-Reihe wie ein guter Wein, den man bedächtig konsumieren muss

Der französische Comic-Autor Daniel Pecqueur hat nun schon einige Geschichten verfasst, die ich durchaus zu meinen Comic-Lieblingen zähle (z.B. der großartige Western-OneShot „Angela“ und die „Yiya“-Miniserie). Diese beiden gerade genannten Beispiele wurden dabei ebenso im kleinen, aber feinen Augsburger Verlag „Bunte Dimensionen“ veröffentlicht wie auch die Near-Future-Reihe „Arctica“. Der finale Abschlussband steht zwar noch aus, aber die bisherigen acht Bände machen schon mal richtig Spaß :-) Nun habe ich in der Einleitung von „Near Future“ gesprochen, was so eigentlich gar nicht stimmt. Denn die Handlung spielt 2070, da ist noch ein wenig Zeit :-P Aber die im Comic dargestellte Welt mit ihrer Technik und ihrem sozialen Gefüge wirkt trotz einiger mehr oder minder dystopischer SciFi- und Cyberpunk-Elemente doch noch überraschend nah an unserer Gegenwart. 

 

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Die Töchter der Aphrodite #1-3 – Aller Anfang ist schwer

Seit rund eineinhalb Jahrzehnten versorgt uns der kleine, aber feine Augsburger Verlag „Bunte Dimensionen“ mit franko-belgischer Comickunst. Die erste Veröffentlichung trug den Titel „Mord à la Carte“ und war zugleich der Auftaktband der „Die Töchter der Aphrodite“-Trilogie. Man sagt ja immer „Aller Anfang ist schwer“ – Ob das auch auf diese Comic-Reihe zutrifft? New York in den 30er Jahren. Die beiden Freundinnen Lenni und Mona führen die sehr erfolgreiche Heiratsagentur „Aphrodite Agency“.
1. Doch eine Kundin kann ihr neues Liebesglück gar nicht genießen, denn im Auftaktband Mord à la Carte (Link) wird sie ermordet aufgefunden.
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Kurztest: Androiden #4 Kielkos Tränen

Wenn sich vier Kreativteams an ein Thema wagen und dieses dann ganz individuell interpretieren, dann ist es nur logisch, dass man als LeserIn mit einem eher schwankenden Niveau konfrontiert wird. Beispielsweise bei der „Androiden“-Miniserie, die nach den beiden grandiosen SciFi-Bänden „Wiederauferstehung“ (Link) und „Glücklich wie Odysseus“ (Link) mit dem post-apokalyptischen „Invasion“ (Link) auf dramatische Art scheiterte.
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Die Erektion #2 – Es fühlt sich gut an, sich schlecht zu fühlen

Mit seiner französichen Miniserie „Die Erektion“ über die (erotische) Midlife-Crisis eines Langzeitpärchens beweist der renommierte „Splitter Verlag“ mal wieder, dass er seinen Werbeslogan „Comics für Erwachsene“ mehr als nur verdient hat. Der Auftaktband (Link) endete ja mit einem (im Rahmen der Genre-Konventionen) spannenden Cliffhanger und ich war deshalb gespannt, wie der Autor Jim die verfahrene Situation auflösen würde... 

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Die Ewigen #1-6 – Old, but gold

Eine der ersten Reihen, die der kleine, aber feine Comic-Verlag „Bunte Dimensionen“ aus Augsburg ins Programm nahm, war „Die Ewigen“. In diesem sechsteiligen Thriller kämpft die Agentin (despektierlich könnte man auch Killerin schreiben) Mira als Mitglied einer Geheimorganisation für einen großen Diamantenkonzern – Und das natürlich eher selten mit legalen Mitteln ;-) Sicherlich eine fragwürdige Grundthematik, aber vielleicht kann mich die Reihe ja trotzdem überzeugen? Wie in der Einleitung schon geschrieben ist Mira ein Mitglied der Geheimorganisation „Die Ewigen“, deren Anführer zugleich der Chef des weltweit agierenden Diamentenkonzerns „DeBoers“ ist. Für diesen erledigt sie allerlei schmutzige Aufträge...
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Kurztest: Das Konzil der Bäume

Wenn man mal von (mehr oder minder) professionellen Buchbesprechungen in Blogs, Podcasts oder dem Feuilleton absieht, ist klassische Mundpropaganda noch immer der beste Tippgeber, wenn es um absolut lesenswerte Geheimtipps geht. Bei der Graphic Novel „Das Konzil der Bäume“ konnte ich eigentlich überall den gleichen Satz hören: „Ich will unbedingt mehr Geschichten des Ermittlerduos lesen!!!111einself“ :-D Na, ob ich das auch will? Schaurige Dinge spielen sich in einem einsamen Hospital inmitten eines abgelegenen, uralten Waldes ab: Punkt Mitternacht schlafwandeln sieben Kinder aufs Dach, um dort in Trance heidnische Rituale abzuhalten.
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Chaos #1 – Ein Drittel Versprechen, zwei Drittel Prolog

Wenn man (so wie ich) nicht gerade in der hinterletzten Provinz wohnt, kann man sein Leben mittlerweile schon ziemlich vollautomatisiert und komfortabel genießen. Bezahlung ohne Bargeld, Einkaufen mittels Sprachsteuerung (Alexa lässt grüßen), intelligente Küchengeräte, eine durch Algorithmen bestimmte Wohlfühl-Filterblase und bald auch selbstständige Autos – Dank Kaffeevollautomat muss man nicht mal mehr selbst Milch in den Kaffee kippen :-D Meine LeserInnen mögen selbst entscheiden, ob unser Leben sich gerade eher in Richtung einer Utopie oder einer Dystopie entwickelt ;-) Der Protagonist der Comic-Trilogie „Chaos“ hat sich seine Meinung schon gebildet... Es herrscht Bürgerkrieg in einer postapokalyptischen Zukunft: Der technikfeindliche Patriarch, immerhin schon stattliche 129 Jahre alt, metzelt quasi im Alleingang die Verteidiger einer belagerten Stadt nieder.
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Kurztest: Cable: Bis zum Anfang aller Tage

So sehr ich auch vom zweiten „Deadpool“-Kinofilm enttäuscht war (weil er leider „nur“ gut war), für die Figur des zeitreisenden Antihelden Cable konnte ich mich sofort begeistern. Klar, dass mich da auch sein Solo-Auftritt in der fünfteiligen „Conquest“-Heftserie, die nun unter dem Titel „Bis zum Anfang aller Tage“ als Sammelband erschien, interessierte :-) Obwohl es der Sammelband auf stattliche 116 Seiten bringt, brauche ich für die Story-Zusammenfassung vermutlich kaum mehr als 116 Zeichen: Der fiese Conquest reist durch die Zeit, um noch fiesere Typen mit Hightechwaffen auszustatten, damit er mittels Zeitschwert die Geschichte ändern kann. Der rechtschaffene Cable findet das natürlich nicht so geil, daher reist er hinterher, um das Schlimmste zu verhindern...
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Kurztest: Schneewittchen

Normalerweise ist der „Splitter Verlag“ ja bekannt dafür, dass er (zumeist) hochklassige internationale Comics in (durchweg) hochwertigen (Großformat-)Hardcovern publiziert. Aber manchmal wagt man sich in Bielefeld auch raus aus der Komfortzone und liefert Kinder(bilder)bücher ab, die qualitativ zu den besten des Marktes gehören! So beispielsweise mit der außergewöhnlichen „Der Wolf im Slip“-Serie (Link) und nun ganz neu mit der grafischen Neuinterpretation des Märchens „Schneewittchen“. Die Geschichte ist altbekannt: Schneewittchen ist weiß wie Schnee, hat Lippen rot wie Blut und Haare schwarz wie Ebenholz.
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