München 1945: Konstanze – Nutzt die Nachkriegs-Lovestory ihr Potential?
Rock & Stone – Typischer Sommer-Blockbuster in Comic-Form
Der Sommer ist ja eigentlich schon irgendwie vorbei (auch wenn es hier bei mir kurz vor Mitternacht noch immer 25° auf dem Thermometer anzeigt ;-)), aber erst jetzt habe ich das Vergnügen mit „Rock & Stone“ das Comic-Äquivalent eines Sommer-Blockbusters rezensieren zu dürfen: Mit einer actionreichen, aber doch eher seichten Handlung bietet der bildgewaltige SciFi-Buddy-Comic beste Unterhaltung für heiße Tage. Jetzt habe ich in der Einleitung schon wieder dem Ende vorgegriffen :-P
2215: Caldoria ist ein ebenso ressourcenreicher wie öder Wüstenplanet. Vor einem Jahr haben die Maschinen, welche von einer zentralen künstlichen Intelligenz gesteuert werden, den Aufstand geprobt und nahezu jede Lebensform vernichtet. Lediglich der junge Waise Stan Gelbstein scheint in einer einsamen, aber autarken Hütte weitab der großen Zentren überlebt zu haben, zu der ihn sein Vater – ein wichtiger Mitentwickler eben dieser machthungrigen KI – rechtzeitig hin evakuierte.
2215: Caldoria ist ein ebenso ressourcenreicher wie öder Wüstenplanet. Vor einem Jahr haben die Maschinen, welche von einer zentralen künstlichen Intelligenz gesteuert werden, den Aufstand geprobt und nahezu jede Lebensform vernichtet. Lediglich der junge Waise Stan Gelbstein scheint in einer einsamen, aber autarken Hütte weitab der großen Zentren überlebt zu haben, zu der ihn sein Vater – ein wichtiger Mitentwickler eben dieser machthungrigen KI – rechtzeitig hin evakuierte.Geschichten aus der Erotikwelt #1: Fifis Bordellabenteuer – Schöngefärbter Blick hinter die Kulissen
Tja, wie finde ich jetzt den richtigen Einstieg für einen Comic, dessen gesamter Inhalt eigentlich schon im Buchtitel beschrieben ist? :-) Fangen wir mal so an: In der Selbstbeschreibung dieses Auftakts einer ganzen Comic-Reihe aus (angeblich) authentischen Erlebnisberichten wird ein Blick hinter die Kulissen der Arbeit von Sexworkerinnen versprochen. Also neben der offensichtlichen Tätigkeit auch noch der ganze organisatorische Kram drumherum. Darum hab ich dem dünnen Büchlein mal eine Chance gegeben...
Der Auftaktband handelt vom ersten gemeinsamen Arbeitstag der erst einundzwanzigjährigen, aber schon abgebrühten Fifi und der als Vollzeit-Prostituierte noch unerfahrenen Babsy. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten (Fifi findet die 25-jährige Babsy zu alt und zu fett, Babsy findet deren Bordellwohnung dafür zu unordentlich) und einigen mehr oder minder extravaganten Kunden raufen sie sich dann aber doch zusammen, um sich am nächsten Tag mit einer Polizei-Razzia auseinandersetzen zu müssen... Und das war es dann eigentlich auch schon mit der Handlung dieses doch eher belanglos daherkommenden ersten Teils.
Simpsons Comics präsentiert Jimbo Jones #1 – Antiheld statt Schulhofrüpel
München 1945: Die Befreier – Auftakt mit Potential und Schwächen
Wenn junge deutsche Comic-Künstler eigene Serien auf den Markt bringen, dann ist mein Interesse natürlich geweckt. Wenn es dazu dann auch noch einen ganzen Haufen positiver Kritiken gibt, dann kann ich einfach nicht anders als mir auch ein Exemplar zu besorgen ;-) „München 1945“ heißt die mehrbändige Weltkriegs-Lovestory von Sabrina Schmatz, welche mit dem vorliegenden ersten Band „Die Befreier“ ihren Anfang nimmt und leider noch ein paar Kinderkrankheiten hat.
Diese Comic-Reihe spielt im vom 2. Weltkrieg schwer beschädigten München des Jahres 1945 (wer hätte es bei diesem Titel gedacht? ;-)). Kurz vor Kriegsende besetzen amerikanische Truppen die Stadt, was bereits mit Flugblättern angekündigt wurde, und requirieren noch intakte Wohnungen. Um die angespannte Stimmung ein wenig zu lockern, verteilen die G.I.s etwas Schokolade. Dabei lernt der US-Sanitäter Daniel die junge und bildschöne Münchnerin Konstanze kennen.
Harley Quinn Special – Durchgeknalltes Sexsymbol auf Drogentrip
In genau einer Woche kommt der Sommer-Blockbuster „Suicide Squad“ in die deutschen Kinos. Bei all den bösen Buben und Mädels sticht aus der illustren Selbstmordtruppe ganz klar Antiheldin beziehungsweise Superschurkin Harley Quinn hervor. Der „Panini Verlag“ weiß diese Popularität zu nutzen und bringt mit dem „Harley Quinn Special“ ein einsteigerfreundliches Comicheft rund um das durchgeknallte Sexsymbol auf dem Markt.
Die Ex-Psychaterin und Ex-Joker-Geliebte Harely Quinn erlebt in diesem kurzen Abenteuer einen ganz besonderen Trip: Beim Versuch, ihre entführte Freundin Poison Ivy aus dem Arkham Asylum zu retten, gerät Harley selbst in Gefangenschaft. Auf typische Harley-Art (wie genau, sei natürlich nicht verraten :-P) schafft sie es aber sich zu befreien, um Poison Ivy im Bann von zwei überehrgeizigen Wissenschaftlern vorzufinden. Beim anschließenden Gerangel wird eine gasförmige Droge freigesetzt, welche den Anwesenden rauschende Träume beschert...
Die Ex-Psychaterin und Ex-Joker-Geliebte Harely Quinn erlebt in diesem kurzen Abenteuer einen ganz besonderen Trip: Beim Versuch, ihre entführte Freundin Poison Ivy aus dem Arkham Asylum zu retten, gerät Harley selbst in Gefangenschaft. Auf typische Harley-Art (wie genau, sei natürlich nicht verraten :-P) schafft sie es aber sich zu befreien, um Poison Ivy im Bann von zwei überehrgeizigen Wissenschaftlern vorzufinden. Beim anschließenden Gerangel wird eine gasförmige Droge freigesetzt, welche den Anwesenden rauschende Träume beschert...Storm: Die Chroniken von Rothaar #2 Der fünfte Turm – Blut, Schweiß & Brüste
Mit der 1976 im belgischen „Eppo“-Magazin debütierenden „Storm“-Comicreihe hat sich der „Splitter Verlag“ (Link) einen echten Comic-Klassiker ins Portfolio geholt. Mit „Die Chroniken von Rothaar“ wird nun auch die neue SpinOff-Reihe rund um die Vergangenheit von Storms Freundin Rothaar veröffentlicht – Ob die wohl auch ein Klassiker wird?
Wer ist diese junge, rothaarige Frau mit dem überaus kreativen Namen Rothaar? Aufgewachsen in einer beschaulichen Siedlung als Ziehtochter des Dorfältesten Kiley, versucht sie sich als vollwertige Kriegerin zu beweisen und rebelliert damit gegen die althergebrachten Geschlechterrollen. Ein interessanter Ansatz wie ich finde, leider erfährt man in diesem zweiten Band der Reihe nichts Neues über sie. Stattdessen wird die Handlung rund um einen jungen (und überaus unsympathischen) Adeligen fortgeführt, den Rothaar und Kiley eskortieren dürfen. Dabei sieht es am Anfang gar nicht so gut für diese Mission aus: Rothaar gefesselt von grausamen Tinuide-Nomaden in der Knochenebene, Kiley und der Adelige verschwunden...
Silly Kingdom #2: Ein wahrlich wilder Ritt! – Einhorn statt Lama
Manchmal entdeckt man echte Comic-Perlen durch puren Zufall: Erst fand Nadine den zweiten Teil der „Silly Kingdom“-Reihe zufällig auf einer Manga-Messe, dann fand ich das Buch auf ihrem Nachttisch :-D Natürlich habe ich es ihr gleich mal weggenommen, um mich selbst an der kanadischen Fantasy-Comedy zu erfreuen :-P
Die „Silly Kingdom“-Comicreihe vom kanadischen Geschwisterpaar Shanahan (Link), welche mittlerweile leider erst zwei Ausgaben hat (aber an Teil 3 wird schon gearbeitet), handelt von den Erlebnissen der beiden jugendlichen Königskinder des magischen Fantasy-Königreichs Grum Kirka. Während die Prinzessin noch relativ unbedarft durchs Leben geht, tüftelt der machthungrige Prinz schon an einem Plan um den König zu stürzen. Diese Pläne werden jedoch unterbrochen, als der Prinz von Belfront (als Thronfolger eines nordischen Holzfäller-Königreichs stilecht im Flanellhemd) mit seinem Einhorn-Reittier den Neid des Prinzen heraufbeschwört.
Auf die Barrikaden! #1: Die geheimnisvolle Gräfin – Frauen an die Front
Starke historische Frauenfiguren finden sich in Comics ja doch eher selten. Und wenn, dann meistens in eher trockenen, mehrere hundert Seiten dicken Graphic Novels mit Bildungsanspruch ;-) Dass dies auch anders geht, zeigt einmal mehr der renommierte „Splitter Verlag“. Mit dem Auftaktband der dreiteiligen Comic-Reihe „Auf die Barrikaden“ wird dem Leser das Leben und Wirken der zwanzigjährigen, russischen Aristokratin Elisabeth Dmitrieff während der Pariser Kommune (Diktatur des Proletariats vom 18.3. – 28.5.1871) auf gerade mal 56 Seiten bildgewaltig nähergebracht.
Über die geschichtlichen Hintergründe will ich mich gar nicht auslassen, daher wird mal wieder frech Wikipedia (Link) zitiert ;-)
Als Pariser Kommune (französisch La Commune de Paris) wird der während des Deutsch-Französischen Krieges spontan gebildete, revolutionäre Pariser Stadtrat vom 18. März 1871 bis 28.
