Mezolith #2 – Klares Konzept = Mehr Lesespaß

Der erste Band der steinzeitlichen Entwicklungs-Graphic Novel „Mezolith“ schaffte es im letzten Jahr zwar durchaus mich zu begeistern, doch war ich mit dem damaligen Konzept-Mischmasch aus düsterer Fantasy-Geschichte einerseits und historisch korrektem Bildungscomic andererseits nicht vollumfänglich glücklich. Damals wünschte ich mir, der Autor möge seinen konzeptionellen Weg finden... Und in der Tat, der zweite Teil ist in seiner Ausrichtung viel klarer und wirkt dadurch in seiner Erzählung weniger bruchstückhaft, sondern vielmehr wie aus einem Guss :-) Weiterhin begleitet „Mezolith“ den jungen Steinzeitmenschen Poika, welcher vor 10.000 Jahren an der östlichen Küste Großbritanniens lebte, auf seinem Weg zum Erwachsenwerden.
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Ork-Saga 2: Shakara – Der Weg ist das Ziel

Mit „Zwei Brüder“, dem Auftaktband der „Ork-Saga“ (basierend auf dem Fantasyroman „Die Rückkehr der Orks“), gelang den Comic-Spezialisten von „Cross Cult“ ein durchaus guter Start ihrer eigenproduzierten Grünhäuter-Quadrologie. Nun also ist der zweite Band „Shakara“ erschienen und ich bin gespannt, wie die „Ork-Saga“ erzählerisch und qualitativ weitergeht... Kurze Rekapitulation des Vorgängerbandes: Nach einer verlorenen Schlacht werden die beiden ungleichen Ork-Brüder Balbok (intelligent, aber naiv) und Rammar (ein Ego so groß wie sein Bauchumfang) zur Wiedererlangung ihrer Ehre ausgeschickt, den Schädel des getöteten Anführers einzusammeln. Den hat aber mittlerweile der fiese Zauberer Rurak, welcher sie wiederum beauftragt die elfische Hohepriesterin Alannah zu entführen. Und genau hier setzt die Handlung des zweiten Bandes „Shakara“ (der Name des Tempels, in dem sich die Elfin langweilt) ein: Die beiden Orks schleichen, tricksen und kämpfen sich durch allerlei Gefahren.
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Sonnenstein #3 - Zurück zu alter Schlagkraft?

Noch nie waren Nadine und ich auf die Fortsetzung einer Comic-Reihe so sehr gespannt wie beim dritten Teil der Lesben-BDSM-Liebesgeschichte „Sonnenstein“. Klar, natürlich weil wir wissen wollten wie die Handlung des ungewöhnlichen Liebespaares Ally und Lisa weitergeht. Aber zugegebenermaßen auch, weil uns interessierte ob die Reihe qualitativ wieder zu alter Stärke zurückfinden oder die Fehler des zweiten Teils wiederholen würde. Nun, diese Fragen zu beantworten war gar nicht so einfach: Im ersten Comicladen war der dritte Band schon am zweiten Tag nach der Veröffentlichung ausverkauft, im zweiten Comicladen ergatterte ich das allerletzte Exemplar (mit dem Kommentar vom Verkäufer, der „Panini Verlag“ möge doch bitte jeden Monat einen weiteren Band rausbringen, da es bei ihm der absolute Bestseller sei ;-)).
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Ludivine: Unterm Mantel der Geschichte – Gezeichneter Herrenwitz-Marathon

Der Duden (Link) bezeichnet den Herrenwitz als „derben, frivolen Witz, der üblicherweise erzählt wird, wenn Männer unter sich sind“. Der französische Comic „Ludivine: Unterm Mantel der Geschichte“ ist ein ganzer Marathon an durchaus ansprechend gezeichneten Herrenwitzen, welche mehr oder minder notdürftig durch eine historische Rahmenhandlung zusammengehalten werden. Kann das über einen ganzen Comic-Band hinweg witzig sein? Die junge Doktorandin Ludivine will eigentlich nur ihre Doktorarbeit „Geschichte ohne Hüllen“ redigieren, in der es um die Einfluss des Sex bzw. der Frauen, die mit den jeweiligen Herrschern Sex haben, geht. Dabei hilft ihr der in sie verschossene Nerd Jean, welcher letztlich aber hilflos mit ansehen muss, wie Ludivine in den Computer teleportiert wird und dann die historischen (Sex-)Ereignisse selbst durchlebt.
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Königliches Blut #5 Aliénor: Die schwarze Legende #3 – Der Kreuzzug der Unsympathin

Mit dem dritten Band der „Aliénor: Die schwarze Legende“-Reihe, welcher gleichzeitig der insgesamt fünfte Teil der „Königliches Blut“-Reihe darstellt, haben es die Comic-Spezialisten vom „Splitter Verlag“ (nach dem grandiosen „Auf die Barrikaden!“) wieder einmal geschafft, mein Interesse für die großen Frauen der französischen Geschichte zu wecken. Diese insgesamt sechsteilige Serie handelt über Eleonore von Aquitanien (im französischen auch Aliénor), einer der bedeutendsten Französinnen des Mittelalters (Link). Die Biografie der zuerst Königin von Frankreich und dann Königin von England klingt dabei so unglaublich, als hätte sie ein übereifriger Autor im Größenwahn erdacht – Aber nein, alles echt!
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Suicide Squad: Deadshot – Duell der Profikiller

Nachdem die durchwachsen aufgenommene Comic-Verfilmung „Suicide Squad“ letzten Sommer überaus (andere würden stattdessen „überraschend“ schreiben :-P) erfolgreich lief (immerhin der zehnterfolgreichster Film (Link) 2016), war es natürlich zu erwarten dass dies von weiteren Publikationen rund um die Anti-Helden der Task Force X begleitet werden würde. So ist nun auch die sechsteiligen Mini-Serie „Suicide Squad Most Wanted: Deadshot and Katana“ (Link) auf dem deutschen Markt erschienen. Die Comics wurden sozusagen halbiert, jeder der beiden Namensgeber bekam dabei seinen eigenen Sammelband.
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Die Eisendivisionen #2 Invasion aus dem Pazifik – Die erste Enttäuschung des Jahres?

Mit dem „Die Eisendivisionen“-Auftaktband „Das Rote Kommando“ konnte der kleine Augsburger Comic-Verlag „Bunte Dimensionen“ im letzten Jahr einen echten Überraschungshit landen. Immerhin hatte der pulpige Alternativ-Weltkrieg hier im Blog gleich zwei Auszeichnungen (Link) abgegriffen (Leserpreis in Bronze und einen Sonderpreis). Damit stieg natürlich meine Erwartung, was den zweiten Teil betrifft, immens ;-) Der zweite Teil „Invasion aus dem Pazifik“ spielt ziemlich genau zwei Jahre nach dem ersten Teil, in welchem damals „Das Rote Kommando“ einen unverwundbaren deutschen Kampfroboter eroberte. Im Folgeband wechseln nun sowohl der Schauplatz als auch die Protagonisten: Die Geschichte handelt vor dem Hintergrund der japanischen Landung in Südkalifornien von der Flucht einer kleinen Soldatentruppe vor dem übermächtigen Feind.
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Die schwarzen Moore – Last-Minute-Geschenktipp

Weihnachten naht, pünktlich zum Fest haben die ganzen Verlage nochmal ordentlich Produkte auf den Markt geworfen. So auch die Comic-Spezialisten vom „Splitter Verlag“, welche mit dem französischen Grusel-Meisterwerk „Die schwarzen Moore“ von Christophe Bec eine kleine, aber feine Graphic Novel veröffentlichen, die sich mit ihrer düsteren Atmosphäre perfekt für lauschige Winterabende eignet :-) Aber jetzt hab ich quasi schon das Fazit gespoilert, fangen wir mal von vorn an... Die 54 Seiten umfassende Handlung (zuzüglich Bonusmaterial kommt man auf 64 Seiten) beginnt mit einem grausamen Mord, als zwei Einheimische auf die Jagd gehen. Harter Schnitt, viele Jahre später: Der junge Fotograf Antoine wandert durch das Hochmoor von Aubrac, als er von Nacht und Nebel überrascht wird und sich verläuft. Mehr durch Zufall rettet er sich zu einem alten Wehrhof, dessen Hausherr Baptist nicht nur ausgesprochen mürrisch und seiner bildschönen Tochter Melody gegenüber herrisch ist, sondern auch noch ein wenig verrückt.
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Roma #3 Tötet Cäsar – Roma, quo vadis?

Das 13 Bände umfassende Comic-Epos „Roma“ rund um die verfluchte Götterstatue Palladium, welche der Stadt Rom über Jahrtausende hinweg Ruhm und Ehre, aber auch Tot und Verderben bringt, geht mit dem 44. v. Chr. handelnden „Tötet Cäsar“ in die dritte Runde. Die Geschichte rund um Julius Cäsar und Kleopatra verdeutlicht, wie bisher kein anderer Teil dieser Serie, die Stärken und Schwächen der Rahmenhandlung - Und lässt mich durchaus mit der Frage zurück, ob die (meiner ganz persönlichen Meinung nach) beste Graphic Novel-Reihe des Jahres 2016 diesen Titel auch im nächsten Jahr verteidigen kann? Julius Cäsar, großer Feldherr und Diktator des mittlerweile riesigen römischen Reiches, ist bezwungen wurden – Allerdings nicht auf dem Schlachtfeld, sondern im Bett. Die ägyptische Königin Kleopatra hat ihn verführt und dazu gebracht, ihr das Palladium als Geschenk zu machen.
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Grossväterland – Guido Knopp-Doku als Comic

„Zeitzeugen erzählen vom Zweiten Weltkrieg“ - so der Untertitel der mit vielen wissenschaftlichen Begleittexten versehenen Graphic Novel. Das ursprünglich per Crowdfunding finanzierte Projekt, die letzten verbliebenen Zeitzeugen über ihre Kriegserlebnisse erzählen zu lassen und dies dann in kurzen Comic-Geschichten zu verarbeiten, galt dabei schon von Anfang an als überaus ambitioniert. Nachdem die Kritiken durchaus gemischt waren, wollte ich mir nun selbst ein Bild machen... Zu allererster ist „Großväterland“ eine Sammlung an kurzen, gelegentlich sogar nur einseitigen, Comics über ein prägendes Kriegserlebnis einer der befragten Zeitzeugen. Zumeist kommen Soldaten zu Wort, gelegentlich aber auch ZivilistInnen, die jeweils für eine bestimmte Phase oder ein bestimmtes Themengebiet des 2. Weltkriegs stehen. Beispielsweise den Überfall auf Polen, die Schlacht um Stalingrad, den D-Day, den Luftkrieg über Deutschland und der Endkampf um Berlin. Dabei sind sich die Autoren des Buches – Küntler Markus Freise sowie Dr.
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