Harley Quinn Special – Durchgeknalltes Sexsymbol auf Drogentrip

In genau einer Woche kommt der Sommer-Blockbuster „Suicide Squad“ in die deutschen Kinos. Bei all den bösen Buben und Mädels sticht aus der illustren Selbstmordtruppe ganz klar Antiheldin beziehungsweise Superschurkin Harley Quinn hervor. Der „Panini Verlag“ weiß diese Popularität zu nutzen und bringt mit dem „Harley Quinn Special“ ein einsteigerfreundliches Comicheft rund um das durchgeknallte Sexsymbol auf dem Markt. Die Ex-Psychaterin und Ex-Joker-Geliebte Harely Quinn erlebt in diesem kurzen Abenteuer einen ganz besonderen Trip: Beim Versuch, ihre entführte Freundin Poison Ivy aus dem Arkham Asylum zu retten, gerät Harley selbst in Gefangenschaft. Auf typische Harley-Art (wie genau, sei natürlich nicht verraten :-P) schafft sie es aber sich zu befreien, um Poison Ivy im Bann von zwei überehrgeizigen Wissenschaftlern vorzufinden. Beim anschließenden Gerangel wird eine gasförmige Droge freigesetzt, welche den Anwesenden rauschende Träume beschert...
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Storm: Die Chroniken von Rothaar #2 Der fünfte Turm – Blut, Schweiß & Brüste

Mit der 1976 im belgischen „Eppo“-Magazin debütierenden „Storm“-Comicreihe hat sich der „Splitter Verlag“ (Link) einen echten Comic-Klassiker ins Portfolio geholt. Mit „Die Chroniken von Rothaar“ wird nun auch die neue SpinOff-Reihe rund um die Vergangenheit von Storms Freundin Rothaar veröffentlicht – Ob die wohl auch ein Klassiker wird? Wer ist diese junge, rothaarige Frau mit dem überaus kreativen Namen Rothaar? Aufgewachsen in einer beschaulichen Siedlung als Ziehtochter des Dorfältesten Kiley, versucht sie sich als vollwertige Kriegerin zu beweisen und rebelliert damit gegen die althergebrachten Geschlechterrollen. Ein interessanter Ansatz wie ich finde, leider erfährt man in diesem zweiten Band der Reihe nichts Neues über sie. Stattdessen wird die Handlung rund um einen jungen (und überaus unsympathischen) Adeligen fortgeführt, den Rothaar und Kiley eskortieren dürfen. Dabei sieht es am Anfang gar nicht so gut für diese Mission aus: Rothaar gefesselt von grausamen Tinuide-Nomaden in der Knochenebene, Kiley und der Adelige verschwunden...
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Silly Kingdom #2: Ein wahrlich wilder Ritt! – Einhorn statt Lama

Manchmal entdeckt man echte Comic-Perlen durch puren Zufall: Erst fand Nadine den zweiten Teil der „Silly Kingdom“-Reihe zufällig auf einer Manga-Messe, dann fand ich das Buch auf ihrem Nachttisch :-D Natürlich habe ich es ihr gleich mal weggenommen, um mich selbst an der kanadischen Fantasy-Comedy zu erfreuen :-P Die „Silly Kingdom“-Comicreihe vom kanadischen Geschwisterpaar Shanahan (Link), welche mittlerweile leider erst zwei Ausgaben hat (aber an Teil 3 wird schon gearbeitet), handelt von den Erlebnissen der beiden jugendlichen Königskinder des magischen Fantasy-Königreichs Grum Kirka. Während die Prinzessin noch relativ unbedarft durchs Leben geht, tüftelt der machthungrige Prinz schon an einem Plan um den König zu stürzen. Diese Pläne werden jedoch unterbrochen, als der Prinz von Belfront (als Thronfolger eines nordischen Holzfäller-Königreichs stilecht im Flanellhemd) mit seinem Einhorn-Reittier den Neid des Prinzen heraufbeschwört.
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Auf die Barrikaden! #1: Die geheimnisvolle Gräfin – Frauen an die Front

Starke historische Frauenfiguren finden sich in Comics ja doch eher selten. Und wenn, dann meistens in eher trockenen, mehrere hundert Seiten dicken Graphic Novels mit Bildungsanspruch ;-) Dass dies auch anders geht, zeigt einmal mehr der renommierte „Splitter Verlag“. Mit dem Auftaktband der dreiteiligen Comic-Reihe „Auf die Barrikaden“ wird dem Leser das Leben und Wirken der zwanzigjährigen, russischen Aristokratin Elisabeth Dmitrieff während der Pariser Kommune (Diktatur des Proletariats vom 18.3. – 28.5.1871) auf gerade mal 56 Seiten bildgewaltig nähergebracht. Über die geschichtlichen Hintergründe will ich mich gar nicht auslassen, daher wird mal wieder frech Wikipedia (Link) zitiert ;-)
Als Pariser Kommune (französisch La Commune de Paris) wird der während des Deutsch-Französischen Krieges spontan gebildete, revolutionäre Pariser Stadtrat vom 18. März 1871 bis 28.
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Akte X / 30 Days of Night – Düsteres Crossover im ewigen Eis

„Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI“ war eine der großartigsten Mystery-TV-Serien der 90er Jahre. „30 Days of Night“ war immerhin ein passabler Vampir-Horrorfilm. Thematisch durchaus überschneidend, veröffentlicht der „Cross Cult“-Verlag nun in Deutschland einen lang erwarteten Crossover-Comic. Da stellt sich natürlich die Frage, ob diese Mischung auch aufgeht? Ihr neuster Fall führt die FBI-Agenten Dana Scully und Fox Mulder in die nördlich des Polarkreises gelegene Kleinstadt Wainwright. Diese wird von einem mysteriösen Massenmord erschüttert: Unweit einer Art Massenkarambolage wurden 16 geköpfte, ausgeblutete Leichen an einen Mast aufgehangen. Während sich das ungleiche Duo über den Fall uneins ist – Ärztin Scully versucht natürlich krampfhaft alles rational zu erklären, während Verschwörungstheoretiker Mulder sogleich an Vampire denkt – muss es auch noch mit anderen Ermittlern um die Zuständigkeitsgebiete rangeln...
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Claire DeWitt: Bis dass der Tod uns scheidet – Horror-Pulp im Wilden Westen

Comics, Bücher und Spiele mit Wildwest-Thematik rennen bei mir ja seit jeher offene Türen ein :-) Daher war ich natürlich ziemlich gespannt, als der „Splitter Verlag“ eine neue Comic-Reihe eben genau in diesem Genre ankündigte. Allerdings geht es hier weniger um klischeehafte Cowboys und Indianer, sondern um eine Horror-Pulp-Geschichte rund um die namensgebende, starke Frauenfigur Claire DeWitt. Na, da bin ich doch mal gespannt, ob diese Mischung funktioniert? Claire DeWitt ist eine mehr oder minder erfolgreiche Kopfgeldjägerin, die in den amerikanischen Südstaaten den Banditen Jonah Falk für 500 $ Kopfgeld jagt. Doch der ist ziemlich gerissen und entkommt Claire sowie ihrem Kollegen Gerd ein ums andere Mal. Allerdings gerät diese Kopfgeldjagd rasch zur Nebensache, als mysteriöse Wesen mordend durch das Land ziehen und aus den Kopfgeldjägern selber Gejagte werden.
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We Stand On Guard – Dystopisch-brutales Action-Feuerwerk

Brian K. Vaughan ist ein kreativer Tausendsassa, welcher der breiten Masse vielleicht durch seine Arbeit an TV-Serien wie „Lost“ und „Under the Dome“ bekannt sein könnte. Nebenher arbeitet er auch an Comics und heimste dafür eine ganze Menge der renommierten Comic-Auszeichnung „Eisner Awards“ (Link) ein. Mit dem Kriegsdrama „We Stand On Guard“ erscheint seine sechsteilige Miniserie hierzulande als Sammelband beim „Cross Cult“-Verlag – Und ich wage zu behaupten, dass es diesmal keine Preise dafür geben wird… 2112 verteidigen sich die USA erfolgreich gegen einen kanadischen Präventivschlag und erobern dann ihrerseits den nördlichen Nachbarn. Im Eiltempo rücken die US-Truppen mit ihrer überlegenen Technologie – riesigen Automatik-Kampfrobotern – vorwärts und erschließen so neue Wasserquellen für ihr ausgedorrtes Land. 2124 ist Kanada fast vollständig besetzt, doch eine sich selbst „Zwei-Vier“ nennende Widerstandsgruppe verschanzt sich in den schneebedeckten Wäldern und bereitet den Amerikanern mit ihren Guerilla-Aktionen immer wieder Probleme.
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Squirrel Girl – Identifikationsfigur mit Intelligenz und Puschelschwanz

Das „Marvel“-Universum ist voll von den verschiedensten Superhelden. Neben den klassischen Weltenrettern und Gerechtigkeitskämpfern findet sich dort auch Platz für eher ungewöhnliche ProtagonistInnen. Beispielsweise Doreen Green als Squirrel Girl: „Sie vermöbelt sie (Anm.: Verbrecher) so lange, bis sie aufhören, Verbrechen zu begehen“ (Original-Zitat aus dem Buch). Nach einem Jahrzehnt in der Versenkung, immerhin war der erste Auftritt schon 1992 mit „Marvel Super-Heroes vol. 2 #8“, bekam das gleichsam taffe wie liebenswerte Eichhörnchen-Mädel endlich eine eigene Serie. Und die taugt was! Der vorliegende Sammelband fasst alle 8 Ausgaben der 2015 veröffentlichten US-Reihe „The Unbeatable Squirrel Girl“ zusammen. Thematisch ist die Handlung dabei irgendwo zwischen klassischer Superhelden-Geschichte (Squirrel Girl vermöbelt berühmte „Marvel“-Bösewichte), emanzipiertem Entwicklungsroman (Doreen verlässt das Avangers-Hauptquartier, beginnt auf eigenen Beinen zu stehen und sich charakterlich weiterzuentwickeln) und mit Insider-Witzen gespickter Parodie angelegt.
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Roma #1: Der Fluch – In 13 Comics durch die Zeit

Großer Spoiler gleich zu Beginn: Der erste Band der dreizehnteiligen Graphic Novel-Serie spielt noch gar nicht im namensgebenden Rom, sondern führt den Leser gut ein halbes Jahrtausend vorher ins belagerte Troja - Warum das dann aber trotzdem für die Gründung Roms relevant ist und dass die Reihe gekonnt Historie mit Fiktion verbindet, zeigt dieser gelungene Auftaktband. 1250 v. Chr. wird Troja seit einem Jahr von den Griechen belagert. General Leonidas und Hohepriester Aquilon, gerühmt für ihren Mut bei der Verteidigung der Stadt und echte Haudegen, verfallen den beiden im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Nichts auftauchenden Schwestern Thaïs und Athene. Sie überbringen die Nachricht von einem Gottesgeschenk, einer kleinen Statue, die im Krieg die Wende bringen soll. Und tatsächlich lässt die entfesselte Macht der Statue einen angreifenden Trupp Griechen erblinden. So ist Troja dann auch vor weiteren Angriffen geschützt, sodass die Helden die beiden Schwestern ehelichen und mit ihnen Nachwuchs zeugen können...
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Viking: Das lange, kalte Feuer – Bildgewaltiger Blutrausch

Mit dem bildgewaltigen Wikinger-Epos „Viking: Das lange, kalte Feuer“ vom gefeierten Kreativteam Ivan Brandon (Text) und Nic Klein (Artwork) hat der „Cross Cult“-Verlag einen potentiellen Knaller im Programm. Doch während einer der beiden Künstler ein wahres Feuerwerk entzündet, kommt von dem anderen kaum mehr als ein laues Lüftchen... Der erste Band einer möglichen Reihe von „Viking“-Bänden führt die beiden Protagonisten Finn und Egil ein. Doch sind die beiden Brüder wohl eher Antagonisten, ziehen sie doch brutal und aus purer Lust mordend (zumindest ist, außer purem Egoismus, kein tieferer Sinn erkennbar) durch das Land, dabei eine Schneise der Verwüstung hinterlassend. Irgendwann tun sie sich zusammen mit dem verräterischen Königsvertrauten Aki, um die Prinzessin Annikki zu entführen. Klar, dass die dann auch noch gleich mit einem der Entführer rummacht. Und dann ist das Buch, nach noch viel mehr Mord und Totschlag, schon beendet...
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