Verschiedene deutsche Phantastik-Kleinverlage entwickeln immer mal wieder Worldbuilding-Konzepte, die dann so gut beim Publikum ankommen, dass daraus eine ganze Reihe oder gar ein ganzer Kosmos an verschiedensten Druckwerken wird. Der „Verlag Torsten Low“ hat seine „Herbstlande“ (die neben unzähligen Anthologien, Novellen & Romanen auch ein eigenes Rollenspiel hat, welches der Feder des Autors dieser Zeilen entsprungen ist), der „Amrûn Verlag“ vergnügt sich mit der „Zombie Zone Germany“ (ebenfalls zahlreiche Bücher, welche um ein Rollenspielsystem nebst Solo-Spielbuch erweitert wurden) und der „Leseratten-Verlag“ lässt die deutschen Kaijus auf das Publikum los. Und zwar diesmal in Comic-Form, was mir als Comic-Blogger natürlich ungemein sympathisch ist. Also gehen wir mal direkt rein in die Abenteuer von „Goldizilla“.
 

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Sind wir ehrlich, Stuttgart ist eh keine schöne Stadt, also kann so ein riesiges Kaiju eigentlich gar nicht so viel Schaden anrichten ;-) Und wenn es sich dann auch noch um einen riesigen Goldhamster handelt, dann möchte ich ihm eigentlich zurufen „Lauf kleiner Goldi und hab Spaß in diesem Moloch!“. Aber leider sehen das nicht alle so, denn direkt rückt erstmal ein sehr inkompetentes „Kaiju SEK“ an, welches direkt für noch mehr Chaos sorgt. Wer kann diesen Schlamassel nur lösen? Natürlich das Agentenpärchen Mina und Daniel C. Raig von DAMN, dem „Deutschen Anti Monster Netzwerk“. Und die merken auch ganz schnell, dass da nicht einfach nur ein mutiertes Haustier ausgebüchst ist, sondern dass finstere Mächte im Hintergrund noch viel fiesere Pläne verfolgen...
 

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„German Kaiju: Goldizilla“ ist natürlich ganz großer Quatsch. Aber ich kann mich ja für ganz großen Quatsch erwärmen, wenn er mit viel Herzblut geschrieben bzw. gezeichnet wurde. Und das ist hier der Fall! Die Autorin Tanja Kummer hat hier auf 58 Seiten zahlreiche Popkultur-Referenzen und Querverweise zu anderen „German Kaiju“-Geschichten verbaut, sodass man als Fan der Reihe den Spaß seines Lebens haben wird. Und selbst ich als Nicht-Kenner wurde gut unterhalten, auch wenn ich mir die ganze Zeit einfach noch viel mehr Seiten und damit viel mehr Abgedrehtheit gewünscht hätte. Aber der Comic-Künstler Detlef Klewer, der wieder grundsolide (Gesichter) bis großartige (Umgebungen) Arbeit leistet, hätte dann vermutlich so viel Geld verlangt, dass dieser im „Leseratten-Verlag“ (der mir dankenswerterweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte) erschienene Band nicht 18, sondern 180 Euro gekostet hätte ;-)

Fazit: Wer die „German Kaiju“-Reihe schon kennt, für den ist „Goldizilla“ (Link) natürlich ein No-Brainer. Aber auch Neulinge werden dank der Popkulturanspielungen und generell dem Ausleben von lokalpatriotischem Quatsch sicherlich viel Spaß haben :-)

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