Kurztest: Contrapaso: Die Kinder der Anderen
Die Franko-Diktatur ist ja ein Thema, welches popkulturell (zumindest in unseren Breitengraden) gegenüber anderen faschistischen Regimen immer ein wenig zurück steht. Da bin ich auch ganz ehrlich, außer dem letztens erst rezensierten Comic „Nacht über Brest“ und dem auch schon wieder fast 20 Jahre alten Kinofilm „Pans Labyrinth“ fällt mir da auch nichts ein. Dank „Contrapaso: Die Kinder der Anderen“ kommt auf meine persönliche Liste jetzt aber ein dritter Popkultur-Titel hinzu. Und noch dazu ein echtes Meisterwerk :-)

Die junge PoC-Teenagerin Naomi lebt in Port Oswego, einer typisch amerikanischen Kleinstadt, und hat ein fast schon krankhaftes Faible für Superman. Dafür gibt es sicherlich viele Gründe, denn Superman ist halt super, aber primär identifiziert sich sich auch mit ihm, weil er wie sie ein Adoptivkind ist.
Die Hafenstadt Blüdhaven ist ein ebenso verkommener, korrupter Ort wie die Nachbarmetropole Gotham. Hier hat sich nach einem Kopfschuss der Ex-Polizist Dick Grayson a.k.a. Nightwing niedergelassen, um nicht mehr unter der Fuchtel von Bruce Wayne a.k.a. Batman zu stehen.
Von 1936 bis 1939 tobt in Spanien der Bürgerkrieg zwischen der demokratisch gewählten Regierung und den putschenden Franco-Faschisten.