Sind wir mal ehrlich, Supermann ist schon einer der langweiligeren Heldenfiguren des DC-Universums. Er kann alles, dafür kann ihm niemand was (außer vielleicht, wenn man ein wenig Kryptonit mit sich rumträgt). Und so kann auch der mega schlaue und mega reiche Lex Luthor mit einem Mega-Killerroboter einfach mal nix ausrichten – Aber das will er diesmal auch gar nicht, denn sein Vernichtungsfeldzug ist diesmal ausschließlich dafür da, Supermans Aufmerksamkeit zu erhalten (als ob es da nicht friedlichere Wege gegeben hätte, aber was weiß ich schon, ich bin eben nicht mega schlau...). Denn Lex Luthor wird sterben!
 

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Da ihm selbst keine Lösung einfällt, bittet er Superman vor der Weltöffentlichkeit um Hilfe. Und klar, Superman ist halt echt super, natürlich hilft er seinem Erzfeind. Und zwar so richtig, denn es geht über 168 Seiten hinweg einmal quer durch das DC-Universum, um immer und immer wieder erfolglos nach einer Heilung für Luthors tödliche Krankheit zu suchen. Unterbrochen wird die Suche dabei immer wieder durch kurze Rückblicke in die gemeinsame Kindheit im Bauernkaff Smallville, in dem sich schon die unterschiedlichen Lebenswege andeuteten...
 

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Achtung, kleiner Spoiler! Über zwei der drei Kapitel wird dann also erfolglos herumgesucht, bevor sich die Krankheit und gleich noch Luthors Boshaftigkeit in Wohlgefallen auflöst. Denn ein noch böserer Bösewicht hat seine Finger im Spiel... „Die letzten Tage von Lex Luthor“, vom „Panini Verlag“ (der mir dankenswerterweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte) als Überformat-Hardcover für glatte 29 € auf den Markt gebracht, ist vor allem ein an Schauwerten reiches Stück Comic-Werk. Und ich will ehrlich sein, diese Schauwerte sind dann auch der primäre Grund, warum man sich den Comic ins Regal stellt. Denn die Geschichte ist lediglich okay und irgendwie auch sehr konstruiert wirkend, quasi als suche man nur einen Grund, damit Superman einmal durchs DC-Universum fliegt, um sich dann sagen zu lassen, dass er einfach ein viel zu gutherziger Gutmensch ist. Und dann kommt halt raus, dass ein böser Plan dahinter steckt, und Luthor macht erst einen auf McGyver und dann einen auf geläuterten Sünder. Das passt natürlich zur grundsätzlich ja immer positiven, hoffnungsvollen Grundstimmung von Superman, aber ist erzählerisch dann doch enttäuschend. Aber nichtsdestotrotz, ich hab ja mein Fazit vorweg genommen, „Superman: Die letzten Tage von Lex Luthor“ (Link) sieht so cool aus, dass ihn sich trotzdem mehr als genug Comic-Fans ins Regal stellen werden ;-)

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