Vorweg, ich mag das von James Tynion IV entwickelte Slaughterverse gerne und finde die Hauptreihe, trotz gelegentlicher Wiederholungen in der Storyline, überraschend erfrischend. Richtig tief wird es aber erst mit den „House of Slaughter“-SpinOffs, welche das Worldbuilding vorantreiben. Aber, und ja, wie haben hier wieder ein dickes ABER: Wie auch bei den „Star Trek“-Filmen wechseln sich gute und schlechte SpinOff-Titel ab. Und nachdem die Bände 1 (Link) und 3 (Link) gut waren und Band 2 schlecht (Link), erwartete ich nun von „Alabaster“ relativ wenig...
 

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Die Jagd auf alptraumhafte Monster ist ein harter Job, den die Ordensfraktion der Weißmasken nur im Team bewerkstelligen kann (im Gegensatz zu den Schwarzmasken in der Hauptreihe, die schaffen das auch ganz alleine). Die neueste Mission führt sie in ein Kinderheim, in dessen Umfeld ein eben solches Monster sein Unwesen treibt. Ein schwieriger Fall, doch mit dem Kind Bait haben sie die perfekte Geheimwaffe. Denn der stumme Junge hat zwar keine Arme mehr, ist aber kampfstark genug, um sich trotzdem seiner Haut zu erwehren. Nur mit den Infiltrationsfähigkeiten hapert es noch ein wenig, denn bald wissen alle Kinder im Heim um sein Geheimnis und seine Mission...
 

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Außerdem ist noch irgendwas mit Ränkeschmieden in der Vergangenheit, keine Ahnung, dieser Story-Schwenker wurde unter literweise Blut verdeckt ;-) Und damit sind wir auch schon beim großen Problem von „Alabaster“, nämlich der wirren, sprunghaften Handlung. 144 Seiten klingen viel, gerade da es sich um eine vergleichsweise simple Mission eines leider nie ausreichend tief charakterisierten Protagonisten handelt, aber am Ende bin ich genauso schlau wie vorher. Okay, ich hab wieder mal begriffen, dass der St. Georgsorden aus echt fiesen Hundesöhnen & -töchtern besteht, die viel zu viel Freude am Rummetzeln haben. Aber sonst? Warum ist Bait so, wie er ist? Warum mag ihn keiner? Warum endet die Geschichte so – selbst für „Something is Killing the Children“-Verhältnisse – ungemein brutal und zynisch? Fragen über Fragen, die mir dieses SpinOff nicht beantwortet. Immerhin gibt es nette Zeichnungen, die mich ein wenig an die Hauptreihe erinnern, aber selbst dafür würde ich jetzt nicht unbedingt die glatten 25 € ausgeben, die der „Splitter Verlag“ (der mir dankenswerterweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte) verlangt. Schade!

Fazit: „House of Slaughter #4 Alabaster“ (Link) bestätigt den Trend, dass die gerade nummerierten Bände der SpinOff-Reihe enttäuschen. Schade um Bait, seine Geschichte hätte so viel Potenzial gehabt.

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