Gung Ho #1: Schwarze Schafe – Atmosphärische Coming-of-Age-Dystopie
Wenn man sich aktuell mal Literatur für Jugendliche und junge Erwachsene anschaut, dann dominieren nach einer Phase unsäglich kitschiger Fantasy-Romanzen (wir wissen alle wovon ich rede ;-)) nun die dystopischen Entwicklungsromane. Und genau zu diesem Genre gehört auch die fünfteilige Comic-Serie „Gung Ho“ aus der Feder der beiden deutschen Künstler Benjamin von Eckartsberg und Thomas von Kummant: Eingeschlossen von hohen Schutzmauern, die sich eher wie ein Gefängnis anfühlen, versuchen die jugendlichen Protagonisten ihren Platz zu finden – Das sind altbekannte Klischees. Ist es den Künstler trotzdem gelungen, eine spannende Geschichte zu erzählen und diese in ansprechende Bilder zu verpacken?
„Schwarze Schafe“ (Link) lautet der Titel des ersten Bandes, welcher mir vom „Cross Cult“-Verlag freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde. Die schwarzen Schafe, dass sind die beiden Teenager-Brüder Archibald und Zacharias Goodwoody (kurz Archer und Zack).

Sulu und Uhura sind auf streng geheimer Mission: Sie sollen einen klingonischen Kommunikationsposten infiltrieren und geheime Daten extrahieren. Ohne jetzt viel zu spoilern, das Duo schafft es ganz knapp und deckt dabei das neuste Geheimprojekt vom Klingonen-Bösewicht Kor auf: Mittels eines Dimensionsportals reist dieser in eine Paralleldimension zum "Planet der Affen" (also der Erde) und rüstet dort den machthungrigen Gorilla-General Marius mit Kalaschnikows aus.
Die eigentliche Handlung ist dabei relativ simpel: Ostberliner Fundamentalisten haben fiese Pläne mit gestohlener Hydra-Technologie, die Geheimtruppe SHIELD will die bösen Buben stoppen.
Und die Antwort lautet: Fanservice pur!