Die Kwickerwonker – Düsteres Marionettentheater (nicht nur) für Kinder
Eigentlich heißt es ja immer „Schuster, bleib bei deinen Leisten“, und tatsächlich sind bisher schon einige SchauspielerInnen daran gescheitert ein gutes Buch zu schreiben. Versucht hat dies nun auch Evangeline Lilly, welche Comic-Freunden sicherlich in ihrer Rolle als Hope van Dyne in der „Ant-Man“-Verfilmung bekannt ist, mit dem Kinderbuch „Die Kwickerwonker“. Ob dies bei ihr klappt?
Die Geschichte ist rasch erzählt: Das kluge, aber verzogene Prinzessin Vera besucht auf einem gruseligen Jahrmarkt ein Marionettentheater. Nacheinander werden ihr dort neun Gestalten vorgestellt, welche alle mit einem charakterlichen Makel behaftet sind: Der hochmüt'ge Pa, die miese Mama, Thaddäus der Tropf, die gierige Gesa, der eitle Emil, die faule Frieda, der hungrige Heinrich, der schicke Schorsch, und die stumme Stella. Vera ist mutig genug, sich auf die Bühne zu dieser Gruppe zu gesellen, die ihr dafür erst mal ihren geliebten roten Luftballon zerstechen. Das lässt das verzogene Kind natürlich nicht auf sich sitzen, sie ruft mit ihrem Opa (den König vom Geschlecht der Rin-Run) um sie allesamt zu bestrafen.
Gamer – Zum Glück enttäuschend, deshalb lesenswert!
Heute wird es mal wieder Zeit für gute Literatur :-D Mein geschätzter Blogger-Kollege Würfelheld (Link), mit bürgerlichem Namen André Skora, ist Mitherausgeber einer Anthologie rund um das letztendlich sehr weit gefasst Thema Gaming und bat mich um meine Meinung. Gerne doch :-) Und auch wenn man mich dafür von der Blogger-Universität schmeißen würde: Ich muss gleich mal mit Kritik anfangen…
Und zwar: Wer war denn bitte beim sonst recht stilsicheren "Begedia Verlag" (Link) für das Buchdesign verantwortlich? Damit meine ich nicht unbedingt das Titelbild, welches schön gezeichnet ist, aber eher wenig mit dem Inhalt dieser Anthologie zu tun hat. Sondern vor allem die bei durchschnittlichen Lichtverhältnissen eher mäßig gut lesbare, rot auf schwarz gedruckte Buchbeschreibung auf der Rückseite:
„Eine Hand am Joystick – die andere auf den Knöpfen: Du steuerst das Raumschiff durch den Lasersturm, ballerst wild; dann die Plasmabombe: BOOM! Next Level. Später an den 8-Bit-Wänden gecrashed. Du kannst nicht gewinnen, weil du nie genug Coins hast.
Protektor: Monsterjäger mit Sockenschuss - Gastrezension von Jakobina
Von André Wieslers gecrowdfundeten Mystery-Comedy-Roman war ich ja nur mittelmäßig angetan und vergab nur eine solide 68%-Wertung. Durch diese Buchbesprechung wurde Jakobina darauf aufmerksam und schrieb die nunmehr zweite Literatur-Gastrezension in diesem Jahr. Danke dafür! Mal schauen, ob sie mir widerspricht ;-)
Protektor - Monsterjäger mit Minderwertigkeitskomplex
Mir wurde bereits nach ein paar Kapiteln der Beruf des Autors deduktiv bewusst: Stand-Up-Comedian. (Kein Scherz, meine Vermutung wird am Ende des Buches durch sich fragwürdig anbiedernde Eigenwerbung bestätigt.) Mit wahlweise infantilen Kleinjungenwitzen bzw. heruntergekommenem Altherrenhumor kalauert man sich durch das Programm. Vorgetragen hätte das durchaus einen gewissen Reiz. Geschrieben hingegen, lässt einen die Sprachwahl (die allzu bemüht, zu angestrengt lustig klingt, um natürlich zu wirken) bald zurück. Dem Autor fehlt das Publikum einer Lesebühne.
Robert A. Heinleins SPACE CADET – Wenig Spannung, viel Nostalgie
Der „Mantikore Verlag“ (Link), eigentlich eher bekannt für zumeist großartige (Solo-)Rollenspielbücher, verlegt nun schon seit einiger Zeit auch Literatur. Dabei haben sie nicht nur zeitgenössische Autoren im Programm, sondern beispielsweise mit dem vielfach ausgezeichneten SciFi-Autoren Robert Anson Heinlein (auch wer sich nicht so für Science-Fiction interessiert, kann diesen Namen zumeist mit „Starship Troopers“ in Verbindung bringen) einen echten Klassiker. Der gehört nicht ohne Grund zu den großen Drei (zusammen mit Isaac Asimov und Arthur C. Clarke) der englischsprachigen SciFi-Literatur. Der 1948 erscheinende Jugendroman „SPACE CADET“ zählt noch zu seinen Frühwerken und zeigt, bei aller Kreativität, dass es noch ein langer Weg bis hin zu seinen Meisterwerken war...
„SPACE CADET“ handelt von der Ausbildung des Jugendlichen Matt Dodson. In der futuristischen Zukunft des Jahres 2075 hat er sich bei der interplanetaren Patrouille eingeschrieben, DER Eliteeinheit der Menschheit.
Blutroter Stahl: Eine Sword&Sorcery-Anthologie – Durchmischte Schlachtplatte
Der „Prometheus Verlag“ verlegt neben seiner erfolgreichen Rollenspielsparte nun auch zunehmend Fantasy-Romane. Mit „Blutroter Stahl: Eine Sword&Sorcery-Anthologie“ – immerhin herausgegeben unter anderem von bekannten Blogger-Szenegrößen wie Ingo Schulze (Link) und André Skora (Link) – fügt sich ein weiteres Werk in das bestehende Portfolio des Verlages ein: Eine Anthologie mit gleich 15 recht düsteren Fantasy-Kurzgeschichten von mal mehr, mal weniger bekannten Autoren. Dazu viele ansehnliche Zeichnungen für die passende Atmosphäre - Da kann doch eigentlich nicht viel schief gehen? Doch, kann es…
OK, ich will nicht gleich den Teufen an die Wand malen ;-) Aber erstmal, worum geht es eigentlich?
Exil: Imperium von Westrin II – Tödlicher als Game of Thrones
Protektor: Monsterjäger mit Sockenschuss – Es kann nur besser werden…
André Wiesler, ein in der deutschen Rollenspiel- und Fantasy-Szene recht bekannter Autor, hatte einen Traum: Seinen Mystery-Comedy-Roman „Protektor: Monsterjäger mit Sockenschuss“ sollte veröffentlicht werden. Leider wollten die etablierten Publikumsverlage das Skript alle nicht, daher rief er eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne ins Leben. Insgesamt 118 Unterstützen legten 3226 € zusammen, am Ende fand sich mit dem „Verlag Torsten Low“ sogar noch eine Szenegröße für den Vertrieb - Also doch noch eine Erfolgsgeschichte? Auch ich habe mich an dem Crowdfunding (Link) beteiligt (welches übrigens vorbildlich über die Bühne ging) und kann nun die Ablehnung durch die etablierten Publikumsverlage verstehen…
Aber ich will von vorn beginnen: Es kann nur besser werden, und zwar für den Protagonisten Klaus Holger. Der ist, trotz seiner Intelligenz, ein ziemlich unsympathischer Loser. Arbeitslos, antrieblos, aufgedunsen, chauvinistisch und irgendwie auch asozial und dabei zielsicher in jedes Fettnäpfchen tretend – Es fällt schwer, Klaus Holger zu mögen.
The Rising: Neue Fronten – Postapokalyptische Bananenrepublik
Die Kinder der Kirschblüte 1: Die Kinder erwachen - Gastrezension von Jakobina
"Hanna ist einsam. Sie hasst ihr Leben, die Welt, sich selbst. Nur im Internet findet sie Freunde und Verständnis. Als ihre Online-Clique plant, ein Zeichen zu setzen, sich zu wehren, gegen all die Arschlöcher und Mobber da draußen, da geraten die Dinge sehr schnell außer Kontrolle.
