Spieleabend beim Eskapodcast
Mein Convention-Report über die „Mein Würfel Con“ ist ja schon gut drei Wochen her. Dabei habe ich aber ein Highlight ganz vergessen zu erwähnen: Das „Vorglühen“ beziehungsweise eher „Vorspielen“ mit dem Team vom Eskapodcast (Link). Dazu eingeladen wurde ich von Carsten, einer der Moderatoren des Podcasts und Autor beispielsweise für „Cthulhus Ruf“.
Gleich zu Beginn ein kurzes Lob: Carsten ist wirklich der perfekte Gastgeber, das hat fast schon Hotelqualität ;-) Am Anfang zockten wir gemeinsam eine Runde des „X-Wing Miniaturenspiels" zusammen mit dem wohl besten deutschen Spieler Matthias „wolfir“ Freisl (Link), welcher praktischerweise im Nachbarort wohnt, und ließen uns mal ordentlich abziehen ;-)
Dann kam mit Martin der Eskapodcast-Chefsprecher (eine bessere Bezeichnung fällt mir grad nicht ein? Das Mastermind?) hinzu – Und tatsächlich, der klingt in echt genau so wie im Podcast :-D Und ist genau so fröhlich, ein super Typ! Genug geschleimt, weiter ging es mit einer Runde Rollenspiel.
Peanuts #7: Sportskanonen – Comicstrips aus einer anderen Zeit
„Die Peanuts“ von Charles M. Schulz war eine Reihe täglich erscheinender Comicstrips über das Leben nordamerikanischer Vorstadtkinder. Nach dem Willen des Schöpfers sollten nach dessen Tod im Jahr 2000 eigentlich keine neuen Ausgaben mehr erscheinen, doch seit 2012 wurden trotz dessen neue Ausgaben veröffentlicht. Da stellt sich natürlich sofort die Frage, ob diese neuen Geschichten an die Qualität der alten Comicstrips heranreichen?
Um es gleich zu Beginn zu sagen, es ist wirklich großartig wie behutsam die „Charles M. Schulz Creative Associates“ unter der künstlerischen Leitung von Vicki Scott mit dem großen Erbe umgeht (da hat man woanders schon wesentlich schlimmere „Leichenfledderei“ gesehen). Nun nicht mehr als kurze Comicstrips, sondern als Mehrseiter erscheinend, versprühen die neuen Geschichten einen sehr ähnlichen Charme wie das Original. Die Zeichnungen sehen einen Hauch moderner aus und lösen sich auch manchmal von den kleinteiligen Panels der Vorlage. Die Geschichten mit den altbekannten Protagonisten, die sich nun über mehrere Seiten entwickeln können, bieten noch immer die gleiche liebenswerte, kindliche Naivität und den Schmunzel-Humor.
Die Straßenkinder von Montmartre - Romantischer Ausflug ins Armutsviertel
Der „Splitter Verlag“ hat sich wieder mal was getraut: Eine Kurzgeschichte über Straßenkinder und Künstler, die 1905 in ärmlichen Verhältnissen vor den Toren der französischen Hauptstadt Paris leben, wurde als großformatiges Hardcover auf den deutschen Markt gebracht. Da stellen sich mir natürlich gleich zwei Fragen: „Wer soll sowas eigentlich lesen?“ und „Lohnt es sich denn zu lesen?“ :-)
Bevor ich diese beiden Fragen beantworte, erstmal die Frage „Worum geht es überhaupt?“ ;-) Natürlich um die namensgebenden Straßenkinder von Montmartre, einem 1905 noch recht ärmlichen Quartier am Rande der Stadt. Die eher noch kindlichen Protagonisten Paulo, Pik-As, Strippe und Däumling sowie die Jugendliche Manon versuchen der Armut durch die Aufzucht von Fröschen zu entrinnen. Zu allem Unglück soll ihr Zuchtgebiet rund um den Froschteich bebaut werden (auch 1905 gab es schon Gentrifizierung :-P), wogegen sie sich mit dem Mut der Verzweiflung (und Streichen und Zwillen) wehren. Am Anfang scheinen sie damit auch Erfolg zu haben, ihnen gelingt es gar den Sohn des Bauunternehmers – Hauptfigur Jean – zu entführen.
Exil: Imperium von Westrin II – Tödlicher als Game of Thrones
Hellboy #14: Hellboy und die B.U.A.P. 1952 - Guter Einstieg für Neuleser
Es hat gut zwei Jahre gedauert, bis der nunmehr vierzehnte Teil der von vielen Kritikern gelobten „Hellboy“-Serie im „Cross Cult“-Verlag erschienen ist. Mit dem ersten Einsatz des teuflischen Anti-Helden für die Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen (B.U.A.P.) ist der im Jahr 1952 in Brasilien handelnde Comic aber auch für absolute Neueinsteiger wie mich geeignet.
Die Geschichte des titelgebenden Protagonisten dürfte den meisten Lesern mittlerweile durch die beiden Kinofilme durchaus bekannt sein (Anekdote am Rand: Der zweite Teil war der einzige Film, bei dem ich je im Kino eingeschlafen bin ;-)). Der junge Teufel Hellboy wird von Rasputin für die Nazis beschworen, dann aber von Professor Bruttenholm gerettet und aufgezogen. Und genau hier setzt die Geschichte des Comics an: Mittlerweile sind einige Jahre vergangen, Hellboy ist erwachsen geworden, wird aber vom B.U.A.P. vor der Welt versteckt. Doch als in einem kleinen brasilianischen Dorf ein mysteriöses Monster nacheinander fast drei Dutzend Einwohner umbringt, gibt sein Ziehvater die Erlaubnis ihn bei den Ermittlungen mithelfen zu lassen.
Silas Corey: Der Aquila-Ring – Patriotischer Spionage-Thriller
Der „Splitter Verlag“ hat mit Sherlock Holmes und James Bond jeweils einen großartigen Detektiv und einen großartigen Spion im Portfolio. Zu diesen beiden britischen Protagonisten gesellt sich nun noch ein Franzose: Der namensgebende (Anti-)Held Silas Corey, der gern auch mal ein doppeltes oder gar dreifaches Spiel treibt, vereint in seinem ersten Abenteuer die Professionen, Fähigkeiten und Charaktereigenschaften beider Literaturklassiker. Also ein spionierender Detektiv? Oder ein detektivischer Spion? Und besitzt diese Mischung genug Eigenständigkeit?
Bevor ich auf die eigentliche Handlung komme, möchte ich gleich mal die eingangs gestellten Fragen beantworten: Silas Corey ist so eine Art detektivischer Spion. Wobei er aber nicht unbedingt seinem Vaterland oder einem irgendwie gearteten Gerechtigkeitssinn verpflichtet ist – Beworben wird er als „Dandy und vaterlandsloser Geselle, dem es einzig und allein ums Geld geht“. Davon jedoch abgesehen, kann man so ziemlich jedes Merkmal einem der beiden „Vorbilder“ zuordnen.
Angry Birds: Die neuen Abenteuer #1 Red sieht rot – Zornige Vögel mit fragwürdiger Moral
Virtuosity Pictures - Exklusives Interview mit den Rollenspiel-Verfilmern
Julia: "Ich bin Julia aus Himmelstadt,…" Christoph: "…Christoph, aus Würzburg. Das war jetzt ein wenig lasch, oder? (lacht) Aber ich fürchte, wir sind ganz normale Leute. Haben beide Vollzeitjobs und in unserer Freizeit drehen wir Filme. Verrückt, oder? Wenn man die ganze Arbeit bedenkt.
Die Welt der 1000 Abenteuer: In den Fängen der Seehexe – Ein Verriss
Bisher habe ich eigentlich immer voller Stolz behauptet, dass ich Solo-Spielbücher recht zügig und erfolgreich durchspiele - Egal ob „Legatin des Bösen“, „Das Feuer des Mondes“, „Reiter der schwarzen Sonne“ oder die „ABOREA: Der dunkle Fürst“-Trilogie. „Die Welt der 1000 Abenteuer: In den Fängen der Seehexe“, erschienen beim Spielbuchspezialisten „Mantikore Verlag“, hat mich nun Demut gelehrt. Und mir gleichzeitig gezeigt, dass die anderen hier in der Einleitung genannten Titel wesentlich bessere Vertreter ihres Genres sind :-( Ein Verriss kommt bei mir wirklich selten vor, aber diesmal kann ich einfach nicht anders!
Die Handlung ist rasch erklärt: Die böse Seehexe hat die Prinzessin von Corallia in ihren Unterwasser-Palast entführt. Der Spieler soll, dank eines Wasseratmungszaubers, nun in die Tiefen des Ozeans hinabsteigen und die holde Maid retten. Dabei kommen ihm aber allerlei tödliche Fallen und kampfstarke Meeresbewohner in die Quere, außerdem gilt es einige knackige Rätsel zu lösen.
