Kurztest: Little Monsters #1
Post-Apokalypse? Ziemlich durchgenudelt, das Genre wurde schon von vorne bis hinten durchinterpretiert. Vampire? Seit den unsäglichen „Twilight“-Verfilmungen die uncoolsten Untoten, da haben ja sogar noch Zombies mehr Fans ;-) Coming of Age? Gibt es eigentlich auch schon mehr als genug Kram... Jeff Lemire? Ne, von dem kann es nicht genug Comics geben! Und so verwundert es nicht, dass der vielschreibende Star-Autor aus den oben genannten Zutaten ein ganz und gar leckeres Blut-Süppchen kocht :-D
Crusaders #3 Spectre – Ein typischer SciFi-Bec
Wie läuft so eine SciFi-Comicserie von Christophe Bec eigentlich ab? Erst gibt es eine spannende Ausgangssituation, dann folgt die Ankündigung eines Geheimnisses und es gibt vielleicht ein paar esoterische Brotkrumen. Doch irgendwann kippt die Stimmung und die Geschichte verschwurbelt sich viel zu umfangreich zu einem Ende... Das war schon bei „Olympus Mons“ so und das ist nun leider auch hier so, obschon die Vorgänger eigentlich viel Spaß versprachen... 
Kurztest: I.S.S. Snipers #4 Sharp
Action mit Anspruch – Comics mit diesem Konzept gibt es zahlreich im bunten Portfolio des Bielefelder „Splitter Verlags“ (der mir dankenswerterweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte). Action ohne Anspruch, einfach nur des Spaßes wegen, gibt es doch aber auch: „I.S.S. Snipers“ ist eine SciFi-Anthologiereihe, in der zwielichtige Elitekrieger hilflose Rebellen zusammenschießen. Das ist überaus stupide, hat nun aber bereits drei Bände lang gut unterhalten. Wird das Konzept auch im vierten Band aufgehen?
Kurztest: The Department of Truth #3 Freies Land
Der dritte Sammelband umfasst diesmal die Kapitel beziehungsweise US-Einzelhefte 6, 7 & 14 – 1Wonder Woman: Nubia und die Amazonen – Solider Auftritt der Neu-Königin
Tatsächlich steht man in diesem Sammelband, welcher die ersten fünf US-Hefte umfasst, die titelgebende Neukönigin gar nicht so sehr im Fokus.Reset #4 Sui Juris – Neues Genre, alte Qualität
Die SciFi-Trilogie „Reset“ war für mich ja spätestens nach dem abschließenden dritten Band „Permafrost“ ein Glanzstück des Hopepunk-Genres. Denn die zahlreichen Aliens, welche die Welt in der nahen Zukunft diesmal retten statt vernichten wollten, waren mehr oder minder ans Ziel gelangt. Ein perfektes Ende, oder? Aber Fred Duval, dem ich alle Vorschusslorbeeren der Welt zugestehe, dachte sich offensichtlich „Ne, das hat mir jetzt alles zu gut geendet, lasst uns mal noch ne Trilogie basteln und gleich mal das Genre wechseln, weil alle Hoffnung ist verloren!“ und raus kam die 20 Jahre später spielende Fortsetzung, deren Trilogie-Auftakt die Titel „Sui Juris“ trägt.
Kurztest: Cyberpunk 2077 #2 Ehrenwort
Behind the Magic – Den Bösewicht besiegen ist spaßig, aber über die Heldengruppe lästern ist noch spaßiger!
„Behind the Magic“ ist eigentlich ein Mini-LARP, welches von unseren Podcast-Kollegen „System Matters“ (die mir dankenswerterweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellten) als Teil der Erzählspiel-Serie „Kleine Reihe“ eingedeutscht wurde.Shadowrun: Schattengeschäfte – Bodenständiger Lokalkolorit & ein paar Schießereien
Es ist für treue Fans meines Podcasts (z.B. bei der Besprechung des „Shadowrun“-Abenteuers „Budenzauber“, ab Min. 20; Link) kein großes Geheimnis, dass ich eher ein Freund von kleinen aber feinen, vor allem aber bodenständigen Abenteuern bin. Also quasi von Bauerngaming, falls es so etwas wie Bauern überhaupt noch gibt in dieser durchdigitalisierten Dystopie ;-) Da war mir damals das in diese Kerbe schlagende, ziemlich gute „Shadowrun: Alpträume“ (Link) fast schon zu heldenhaft...
