Das Schwarze Auge: Rahjasutra – Ein schlechter Aprilscherz

Aprilscherze sind eine feine Angelegenheit und auch im Rollenspielbereich mittlerweile üblich. Manche davon werden, meist weil der Zuspruch der Veräppelten so positiv ist, dann aber doch umgesetzt. Das beste Beispiel dafür ist sicher der sexy „Orkenspalter TV“-Kalender, welcher so erfolgreich war, dass nun bald die zweite Ausgabe mit erotischen Mháire-Fotos veröffentlicht wird. Das Thema Erotik führt dann auch gleich zum nun tatsächlich veröffentlichten Aprilscherz „Rahjasutra“, einem fiktiven Liebesleitfaden in der Welt von „Das Schwarze Auge“. In der Historie der Spielwelt wurde dieses Lehrbuch erstmals ca. 345 BF veröffentlicht und kommt nun 1039 BF als kommentierter und überarbeiteter Privatdruck eines gewissen Fran Cesco di Urbontris daher. Dieser erzählt in einer Art Rahmenhandlung davon, dass er als 15-jähriger von einer wohlhabenden und sexuell erfahrenen Frau in die Kunst der Liebe und die Regeln des „Rahjasutra“ eingeführt wurde.

Schnutenbach: Im Hort des Oger-Magiers – Versöhnung mit Dungeon-Crawlern

Lasst mich diesen Artikel doch gleich mal mit einem echten Paukenschlag beginnen, um ein wenig Clickbaiting zu betreiben :-P Die liebevolle und durchdachte Rollenspiel-Welt von Karl-Heinz Zapfs „Schnutenbach: Böses kommt auf leisen Sohlen“ gehört für mich, spätestens seit diesem Abenteuerband „Im Hort des Oger-Magiers“, zu den Top3 der Fantasy-Rollenspiel-Settings und lässt dabei auch große Namen weit hinter sich! OK, das Interesse geweckt? Dann mal los mit der Rezension ;-) Schnutenbach: „Im Hort des Oger-Magiers“ (Link) ist ein universeller Abenteuerband mit vier detailliert ausgearbeiteten Abenteuern:
- Der Auftakt „Die Expedition der Zwerge“ erinnerte mich die ganze Zeit irgendwie an „Der Hobbit“ von J.R.R. Tolkien beziehungsweise die eher mittelprächtige Verfilmung.

Charaktererschaffung in „Contact: Das Taktische UFO-Rollenspiel“

Diesen Freitag ist es nun soweit: Nach langen Terminschwierigkeiten habe ich erstmals die Gelegenheit, als Gast an einer noch recht frischen Runde des deutschen Alienhatz-Rollenspiels "Contact" (sogar zusammen mit dem langjährigen Mit-Autor Frank Sauer!) teilnehmen zu dürfen. Das ist natürlich die perfekte Gelegenheit, auch mal selber einen Charakter zu erstellen :-) Womit ich schon bei der ersten Frage bin: Was soll ich bloß spielen? Zum Glück machte es mir Frank da ein wenig einfacher, indem er sagte was in der Gruppe schon alles vertreten war: Ein KI-Roboter für Technik, ein KI-Roboter für Kampf, einen Killer-Androiden, ein Kind von Mu, einen Psi-Alpha und einen normalen Soldaten. OK, dann werde ich mal so in Richtung menschlicher Geheimagent gehen.

Cthulhu: Das Geisterschiff von Caerdon – Atmosphäre vor Abenteuer

Der „Pegasus Verlag“ bewirbt den „Cthulhu“-Abenteuerband „Das Geisterschiff von Caerdon“ als besonders für Neueinsteiger geeignet. Was für ein glücklicher Zufall, dass ich genau solch ein Neueinsteiger bin ;-) Na mal schauen, ob die beiden enthaltenen Abenteuer (überarbeitete Versionen aus dem Magazin „Cthuloide Welten“) diesem Versprechen auch gerecht werden… Ich versuche diesmal sogar komplett ohne Spoiler auszukommen :-D Das titelgebende Abenteuer führt die Ermittlergruppe in einen kleinen, im Niedergang begriffenen Kurort (das erinnert mich spontan an meine aktuelle Heimat Bad Kissingen :-P) an der englischen Küste. Dort taucht neuerdings ein grünlich glühendes Geisterschiff (stilecht mit Skelett-Steuermann) auf, welches die Einwohner natürlich in Aufregung versetzt.

Das Schwarze Auge: Drachenwerk und Räuberpack – Aventurische Dungeons & Dragons

Ich bin ja ein großer Fan von Promo- und Einsteigerabenteuern. Die sind meist in einer, maximal zwei oder drei Sitzungen spielbar und oft auch sehr abwechslungsreich. Klar, immerhin sollen ja die verschiedenen Aspekte des Systems beworben werden. Wohl wissend, dass es mir eben genau solche Abenteuer angetan haben, überreichte mir mein Kumpel Nico kürzlich das neue „Drachenwerk und Räuberpack“. Enthalten sind drei an die 5. Edition von „Das Schwarze Auge“ angepasste Abenteuer, welche laut Nicos Beschreibung (Link) sehr abwechslungsreich ausfallen und auch nicht schwer meisterbar sind. Na da war ich aber gespannt :-) „Späte Post“ (Link) ist der Titel des ersten Abenteuers.

Contact: Opus Armatum – Ausrüstungskompendium für Waffenfetischisten und High-Level-Spieler

Sind wir mal ehrlich – Obwohl es in den Abenteuerbänden verschiedenste Genre-Ausflüge gab (“ATS-X 51“ bot ein offenes Detektivabenteuer mit viel Charakterspiel, „Krater des Verderbens“ war purer Survival-Horror und „Projekt Oberon“ bot eine klassische „Akte X“-Geheimmission inklusive Erstkontakt), wollen die meisten Fans des deutschen Alienhatz-Rollenspiels „Contact“ doch primär taktische Gefechte gegen extraterrestrische Gegner. Und weil der schon sehr beachtliche Ausrüstungsteil im Grundregelwerk noch lange nicht ausreicht – andere Rollenspiele würden bereits diesen als extra Quellenband veröffentlichen – und auch die in jedem Abenteuer hinzukommenden Waffen noch nicht genug Abwechslung bieten, hat der „Uhrwerk-Verlag“ jetzt noch das Ausrüstungskompendium „Opus Armatum: Redearch & Destroy“ hinterhergeschoben. Also mehr vom Guten? Bevor es aber los geht mit dem Sammelsurium an Schießeisen, beginnt das Buch mit einem ausführlichen Teil an Regelergänzungen und -konkretisierungen. Gestartet wird mit 5 Seiten Erweiterungen für den Kampf mit Exoskeletten.

ABOREA – Last-Minute-Geschenketipp zu Ostern

Denkt man an erfolgreiche deutsche Fantasy-Rollenspiele, dann wird zuerst zweifelsohne „Das Schwarze Auge“ genannt. Doch da gibt es noch einen Vertreter dieses Genres, der sich ausgesprochen erfolgreich in seiner Nische behaupten kann: Das in einer praktischen Box erscheinende „ABOREA“ gibt es nun mittlerweile schon in der 3. Edition und nicht wenige Spieler, gerade Anfänger, sind begeistert. Na mal schauen, ob mich das sich selbst als Tischrollenspiel bezeichnende Komplettpaket auch begeistern kann? „ABOREA“ kommt wie erwähnt als Box mit komplettem Inhalt daher, damit man sofort loslegen kann (lediglich einen Bleistift und ein paar kopierte Charakterbögen werden benötigt).

Cthulhus Ruf: Untergrund – Psycho-Horror ganz nach meinem Geschmack

„Cthulhus Ruf“, die „cthuloide Zeitung von Fans für Fans“ und damit eine der führenden deutschen Publikationen auf diesem Gebiet, veranstaltete 2014 gemeinsam mit „Effective Evolutions“ einen Abenteuerwettbewerb für „Cthulhu NOW“. Die besten drei Abenteuer gibt es jetzt in einem Sammelband für schmales Geld zu kaufen, da musste ich einfach zuschlagen :-) Gewonnen haben drei recht unterschiedliche One-Shot-Abenteuer, welche jedoch eint dass sie sich auf einen recht eingeschränkten Schauplatz (Bohrinsel, Schlucht, Mine) beschränken und den psychologischen Horror der Spieler in den Fokus rücken. Nun will ich gar nicht zu viel spoilern, trotzdem rate ich dazu den weiteren Text nur von Spielleitern lesen zu lassen ;-) Das drittplatzierte „Charlies Game“ von P. Aura verschlägt die Spieler als Teil der Bedienmannschaft auf eine Bohrinsel.

Schnutenbach: Böses kommt auf leisen Sohlen – Mein neues Lieblingsdorf

„Eine universelle Dorfbeschreibung für alle Fantasy-Rollenspielsysteme“ - So prangt es groß auf dem Cover von „Schnutenbach: Böses kommt auf leisen Sohlen“ von Karl-Heinz Zapf. Zugegeben, ich war am Anfang ein wenig skeptisch ob dieses Konzept funktionieren würde (schon so manche Universal-Settingsbeschreibung war eher mittelprächtig spannend und nicht zufriedenstellend konvertierbar). Gerade auch, da eben der Fokus auf einem einzelnen Dorf liegt, sozusagen auf jedem einzelnen Haus, anstatt auf einer ganzen Fantasy-Welt. Na mal schauen, ob das was wird… Schnutenbach ist ein kleines Fantasy-Dorf an der Grenze des Alten Königreichs und weit entfernt von größeren Städten oder gar schützenden Burgen.

Space 1889: Das Geheimnis der London Bridge – Positiv klassisch, neutral typisch, negativ klischeehaft

Im letzten Jahr kamen ja in recht hoher Frequenz Abenteuer für das Steampunk- beziehungsweise Ætherpunk-Rollenspiel „Space 1889“ heraus. Und zumindest die bisher von mir rezensierten Exemplare waren dabei auch wirklich gut gelungen, nicht umsonst wurde „Der marsianische Patient“ beim Leserpreis „GOLDENER STEPHAN 2015“ zum besten Abenteuerbuch gekürt. Na da bin ich mal gespannt, ob „Das Geheimnis der London Bridge“ dieses hohe Niveau halten kann… Dabei spielt das Abenteuer, anders als der Name vielleicht suggeriert, nicht auf der Erde. Sondern auf dem Mars, denn auf diesem ist die geheime britische Forschungsraumstation London Bridge abgestürzt. An Bord befanden sich zahlreiche Wissenschaftler, darunter auch der Mann von Lady Edith Tillington. Diese ältere Dame bittet nun die Spieler, sie auf ihrer Suche nach der London Bridge zu begleiten um sich gemeinsam durch einige der gefährlichsten Mars-Regionen zu schlagen.