Kurztest: Captain Marvel #1 Eine für Alle, Alle für Eine

Erinnert Ihr Euch noch an den Jahresanfang, an die gute alte Zeit, in der man noch ins Kino durfte? Damals freuten sich einige männliche Comic-Fans ziemlich lautstark, dass die feministische Harley Quinn-Verfilmung (Besprechung hier, Link) an den Kinokassen ziemlich unterging. Das war ihnen durchaus eine Genugtuung, jammerten sie doch schon ein Jahr vorher bei der ebenfalls als feministisch gebrandmarkten Captain Marvel-Verfilmung (Besprechung hier, Link), welche allerdings überaus erfolgreich war. Da wurde dann die ganz große Keule rausgeholt, dass Captain Marvel ein Musterbeispiel für toxischen Feminismus sei. Ob das wirklich so ist? Der Sammelband „Eine für Alle, Alle für Eine“ könnte hier eine Antwort liefern, muss Captain Marvel hier doch eine weibliche Anti-Macho-Widerstandsgruppe anführen... Carol Danvers a.k.a. Captain Marvel ist nach allerlei Weltenrettungsmissionen zurück auf der Erde.
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Kurztest: Berserker Unbound

Jeff Lemire ist ja immer noch der Comic-Kreative, zu dem ich bewundernd aufschaue. Nichtsdestotrotz gab es dieses Jahr bereits zwei Veröffentlichungen von ihm, die mich irgendwie enttäuscht zurückließen. Aber hey, ich geb ihm einfach nochmal eine Chance ;-) Vor dem Vielschreiber ist ja kein Genre sicher und so versucht er sich in „Berserker Unbound“ an einer Sword & Sorcery – Culture Clash – Kurzgeschichte. Oder eindeutiger formuliert: Conan der Barbar reist in die anonyme US-Großstadt der Gegenwart... Ein namenloser Barbarenkrieger, der mit seinen riesigen Waffen und noch riesigeren Muskeln an eine Conan-Karrikatur erinnert, findet Frau und Kind dahingemetzelt vor.
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Kurztest: Die Schöne und die Biester

„Kein Märchen“ ist der Untertitel dieser Märchen-Satire, in der ein selbstsüchtiger König wahnsinnige Angst davor hat, dass eine Taube seinem Sohn dreimal auf dem Kopf kotet. Klingt seltsam? Ist es auch! Kann so etwas wirklich Spaß machen? Mal schauen... In einem unbekannten kleinen Märchen-Königreich herrscht der mächtige König Siegbart. Nichts sehnlicher als einen Sohn wünscht er sich, doch erst die achte Frau gebärt ihm dann einen. Also alles perfekt? Mitnichten! Denn eine betrunkene Fee prophezeit, dass der Prinz sich gegen seinen Vater erheben wird, sobald er dreimal Taubenkot auf den Kopf bekommt... Das kann Siegbart natürlich nicht zulassen, daher vergibt er großzügige Geldprämien für die Jagd auf die Ratten der Lüfte.
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Tango #3 Im Schatten Panamas – Urlaub statt Action

Die „Tango“-Comics haben ganz genau ein Alleinstellungsmerkmal: Zwar sind sie jeweils aus allerlei Genre-Versatzstücken zusammengeklaut, sodass man fast schon von einem Plagiat sprechen möchte (ohne dass man aber konkret greifen kann, von wem geklaut wurde, denn ehrlicherweise sind auch viele andere Einzelgänger-Actionthriller-Comics/Groschenhefte/Fernsehserien nicht wirklich innovativ :-P), aber der Autor Alex „Matz“ Nolent besitzt so viel Schreiberfahrung, dass am Ende trotzdem ein spannendes Comic-Erlebnis bei rumkommt.
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Drachenblut #12 Der andere Weg – Ein Abschluss, der den ganzen Zyklus aufwertet

Während der kleine Comicverlag „Bunte Dimensionen“ im SciFi-/Cyberpunk-Bereich regelmäßig tolle Geschichten abliefert, schwankte die Qualität im (historischen) Fantasy-Bereich – gerade bei den älteren Serien – doch merklich. Darum stach die Piraten-Fantasy-Saga „Drachenblut“ (Link) auch so heraus: Die phantastischen Erlebnisse des Captain Hannibal Méridac zählen für mich, gerade im ersten Zyklus, zu den besten Vertreterinnen des Piraten-Genres! Nun ist mit „Der andere Weg“ der zwölfte und vorerst letzte Band erschienen.
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Kurztest: Birds of Prey: Black Canary

Ich habe mich ja bereits umfangreich in meinem Podcast (Link) darüber beschwert, dass in der eigentlich durchaus ordentlichen Comic-Verfilmung „Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn“ sämtliche Nebenfiguren viel zu kurz kamen.
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Kurztest: Radius #2 Revelation

Es ist schon wieder ein dreiviertel Jahr her, dass ich mich gefühlt gegen die gesamte Comic-BloggerInnen-Szene stellte. Denn während ich am deutschen Prestigewerk „Radius #1 Rebellion“ (Link) ausschweifend rummäkelte, überbot sich der Rest der Welt mit Lobeshymnen... Nun ist der Fortsetzungsband „Revelation“ erschienen und erneut kriegen sich die Comic-BloggerInnen (nur ein Beispiel, Link) nicht mehr ein. Ob ich diesmal versöhnlicher sein werde? 

 

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Androiden #6 Die Deserteure – Philosophisches Military SciFi-Gewichse

Die positivste Überraschung, die mich dieses Jahr erfreut hat, war die Fortsetzung der zumeist großartigen „Androiden“-Anthologieserie. Okay, wer regelmäßig einen Blick über den Tellerrand ins franko-belgische Comic-Gebiet wirft, wusste das schon vorher, aber so tief bin ich im Comic-Meta-Game dann doch nicht drin ;-) Jedenfalls konnte mir die transandroidistische SciFi-Geschichte „Synn“ (Link) nicht nur den Auftakt des 2. Zyklus schmackhaft machen, sondern sie legte die Messlatte für alle weiteren Bände wieder ziemlich hoch (ein „Problem“, das auch schon der 1.
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Conquest #2 Deluvenn – SciFi-Familiendrama mit Glaubwürdigkeitsproblem

Kurz vor Weihnachten überraschte mich der „Splitter Verlag“ mit der neuen Anthologie-Serie „Conquest“. Denn der Serienauftakt „Islandia“ (Link) erzählte eine spannende Geschichte, die zugleich mit der Meta-Frage spielte, ob man als LeserIn denn manchen Weltraum-Nazis die Daumen drücken dürfe, wenn andere Weltraum-Nazis noch viel schlimmer sind... So weitreichende Gedanken muss man sich beim zweiten Band „Deluvenn“ nun nicht machen, denn hier wird ein klassisches SciFi-Abenteuer mit fiesen Monster-Aliens und einer sich im Angesicht der Bedrohung wieder zusammenraufenden Familie erzählt.
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Kurztest: Dein freundlicher Nachbar Spider-Man #1 Die Straßen von New York

Spider-Man gehört zweifelsohne zu den populärsten Helden des MARVEL-Universums. Vermutlich auch, weil sich viele LeserInnen eher mit der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft identifizieren können als mit irgendwelchen Übergöttern, die aller fünf Minuten das Universum retten. Und so wird „Dein freundlicher Nachbar Spider-Man #1 Die Straßen von New York“ sicherlich seine Fans finden, bietet der Sammelband doch ein recht bodenständiges Abenteuer um aus dem Ruder laufende Nachbarschaftshilfe. Peter Parker a.k.a. Spider-Man hat einen echten Helferkomplex, denn immer wieder rettet er unschuldige New Yorker BürgerInnen aus misslichen Lagen.
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