Ein Ozean der Liebe – Wortloses Slapstick-Meisterwerk
Eine humorvolle Graphic Novel ganz ohne Worte, dafür aber mit einer herzzerreißenden und durchaus kapitalismuskritischen Handlung, kann das überhaupt gehen? Ja, das geht! Der „Splitter Verlag“ beweist es mit seinem aus dem französischen übersetzten (OK, nur der Titel und der Klappentext wurden übersetzt, mehr Text gibt es nicht ;-)) Meisterwerk „Ein Ozean der Liebe“.
OK, mit dem Wort Meisterwerk habe ich jetzt schon dem Fazit vorgegriffen ;-) Also fangen wir mal ganz von vorn an: „Ein Ozean der Liebe“ zeigt das beschauliche Leben eines alten bretonischen Fischers und seiner Frau. Die beiden haben eine eingefahrene Alltagsroutine, die sich so sicher seit drei oder vier Jahrzehnten nicht verändert hat. Bis zum schicksalshaften Tag, als der Fischer von seiner Seefahrt nicht mehr heimkommt, da sich sein Fischkutter in den Fangnetzen eines anderen Schiffes verfangen hat.
Der Leser begleitet die beiden Protagonisten nun bei ihren darauffolgenden Abenteuern.
Der Leser begleitet die beiden Protagonisten nun bei ihren darauffolgenden Abenteuern.
Gut 250 Seiten umfassend ist diese recht einfach gezeichnete und kolorierte Graphic Novel. Aber hier kommt es auch nicht so auf die Optik an, sondern auf den Inhalt. Ich will jetzt gar nicht so viel auf die Handlung eingehen, es werden halt die verschiedenen – zumeist negativen - Erlebnisse der ersten Lebensjahre thematisiert (Schock nach der Diagnose, Krankenhaustermine, Selbsthilfegruppen, Ablehnung durch Umwelt etc.). Aber diese Erlebnisse sind nur die eine Hälfte des Buches.