Die Klabauter Chroniken: Verflucht für Kupfer – Dünne Geschichte, dicke Atmosphäre

Okay, diesmal beginne ich nicht wieder mit der Feststellung, dass die Selfpublishing-Spielbücher vom Ehepaar Riedel für mich die DIE Rollenspiel-Überraschungen der letzten Jahre waren. Das kann man in meinen bisher drei (die Fantasy-Würfelorgie „Monsterjäger Legacy“ (Link) mitgerechnet sogar vier) Rezensionen (Link) immer wieder lesen. Nein, stattdessen beginne ich diesmal mit meiner aufrichtigen Bewunderung, denn was die Riedels neben ihrer Reisebloggei und dem Extrem-LARPing noch alles so an Spielbuch-Seiten runterschreiben, das ist beeindruckend. Nun ist der vierte „Die Klabauter Chroniken“-Band erschienen, mit 545 Seiten erneut ein dicker Brocken. Die einschlägigen Online-Kritiken waren wieder mal voll des Lobes, also schauen wir mal, ob ich mich da anschließen kann ;-) 

FHTANG: Goliath – Der bessere Krater des Verderbens

Die dreiteilige „Ebenholz“-Kampagne (Link) für das Horror-Rollenspiel „FHTAGN“ ist schon etwas ganz Besonderes. Denn nicht nur zeigt die Kampagne (genau wie eigentlich jede Publikation der dLG e.V.) eindrücklich, in welch hoher Qualität selbst kleinste Indie-Spieleschmieden mittlerweile Rollenspiel-Kram veröffentlichen können. Nein, die eigentliche Besonderheit ist hier, dass explizit mit dem Meta-Wissen den Spielenden gearbeitet wird, welche über drei eigenständig spielbare, aber doch zusammenhängende OneShots hinweg den Alten Mann mitsamt seiner Ebenholz-Schatulle zu besiegen versuchen. In der Vergangenheit und der Gegenwart hat das aber nicht geklappt, also vielleicht in der Zukunft?
 

Die Ghulscheuchen von Kosvin – Wer braucht schon Dungeons, wenn man ein Dorf haben kann?

Bekanntermaßen bin ich in den letzten Jahren ja immer mehr in die Fänge der OSR-Rollenspiele geraten. „Cairn“ (Link) fand ich so toll, dass ich darüber direkt eine Podcastfolge (Link) aufgenommen habe, und „Swords & Wizardry“ (Link) gehört (zumindest in der kostenlosen „Continual Light“-Variante) für mich zu den großartigsten OSR-Vertretern überhaupt. Was für eine wunderbare Koinzidenz ist es da, dass der OSR-Schauplatz bzw. die Minikampagne „Die Ghulscheuchen von Kosvin“ ausgerechnet für diese beiden Rollenspiele geschrieben wurde?
 

The CrunchFluff – Modern gestaltete Retro-Emotionen für Fanzine-Fans

Zwischen Fanzine-Nostalgie, #pnpde-Bewegung und einmaligem Kunstprojekt – So fasste ich vor rund einem halben Jahr in unserer damaligen Podcastfolge (Link) das per Crowdfunding finanzierte Fanzine „The CrunchFluff“ zusammen. Und mit meinen sogar gleich zwei Podcastfolgen war ich nicht alleine, denn Uland Grawe und sein Team fanden zahlreiche namhafte Kreativlinge, sowohl direkt für das Heft an sich als auch für die Marketing-Kampagne drumherum. Und die ganze Arbeit wurde belohnt, immerhin schaffte das Projekt letztlich 356 % des Finanzierungszieles, auch wenn man aus manchen Ecken etwas Enttäuschung raushörte. Aber hey, es wurde finanziert, und jetzt lagen gleich zwei Hefte im Briefkasten. Einerseits das Magazin an sich und dann auch noch das Abenteuerheft. Also schauen wir doch mal rein, ob das alles was taugt ;-)
 

Kurztest: Shadowrun: Runner gesucht

Winterzeit ist „Shadowrun“-Zeit, zumindest bei mir. Und da bevorzuge ich bekanntermaßen keine epischen Metaplot-Geschichten, wie sie zuletzt in „Ernteschäden“ (Link) stattfanden, sondern ganz bodenständige Kleinkram-Abenteuer, bei denen die Spielenden auf lokaler Ebene auch mal Gutes tun – Oder auch nicht, immerhin sind wir immer noch in einer mehr als nur dystopischen Zukunft ;-)
 

Kurztest: TinyZine-Kompendium I

Aus meiner Begeisterung für das „TinyD6“-Regelsystem mache ich ja keinen Hehl. Denn das System ist so simpel, dass sich selbst meine Mädelsrunde das Spielleiten zugetraut hat, und zugleich so flexibel, dass man von Fantasy über WildWest bis hin zu SciFi wirklich jede erdenkliche Phantastik-Welt bespielen kann. Und oben drauf als Bonus kann man es noch mit so vielen optionalen Sonderregeln zupflastern, dass selbst ein Taktikspieler wie ich gefordert wird ;-)
 

The Walking Dead Universe: Rollenspiel-Starterset – Kurzer, aber spaßiger Einstieg in die Zombie-Welt

Das Zombie-Thema ist, passend zu den blutrünstigen Antagonisten, einfach nicht totzukriegen. Die ersten „The Walking Dead“-Comics sind schon vor über 20 Jahren erschienen, der erste Zombie-Film vor über 90 Jahren. Und seitdem gibt es so viele Interpretationen des Stoffs, dass ich vor vier Jahren mühelos eine ganze Podcast-Folge (Link) mit dem Thema füllen konnte. Und, was für eine bemühte Überleitung, auch das „Year Zero“-Regelsystem ist einfach nicht totzukriegen ;-) Also schauen wir doch mal, ob sich „The Walking Dead“ mit „Year Zero“ gut verträgt und ob daraus ein unsterblicher Rollenspiel-Klassiker entsteht.
 

Shadowrun: Ernteschäden – Je schlechter es Zukunftsdeutschland geht, umso mehr Spaß haben die Spielenden

Anfang September prophezeite uns der deutsche „Shadowrun“-Chefredakteur Andreas Aas Schroth im Podcast (Link) ja bahnbrechende Umstürze in der ADL, also dem Zukunftsdeutschland des Jahres 2083. Wobei er uns das eigentlich im Frühjahr prophezeite, weil die Episode schwangerschaftsbedingt ein halbes Jahr auf der Festplatte zwischengeparkt wurde, sodass der hier vorliegende Abenteuerband sogar einige wenige Tage vor dem Podcast erschien ;-) Nun hat er dank „Pegasus Spiele“ auch seinen Weg in meine Hände gefunden, außerdem ist die Winterzeit ja in meiner Spielgruppe traditionell die „Shadowrun“-Zeit, also gucken wir uns mal an, ob Andreas ein wenig übertrieben hat. Spoiler: Nein!
 

Mythos Country – Spielerischer Weltenbau für Cthulhu-Spielleitungen

Die Feedback-Umfrage des Podcasts ist ausgewertet, und ohne dass ich jetzt die Anfang 2026 erscheinende Auswertungsepisode spoilere, kann ich schon mal verraten, dass die Entwicklung von Welten & Settings auf eurer Wunschliste ganz weit oben stand. Wie passend also, dass mir „Obscurati Publishing“ ein Exemplar von „Mythos Country“ zukommen lies, welches sich eben genau mit der Erschaffung eines cthuluiden Settings beschäftigt.
 

Tiny Gunslingers – Simpler, aber spaßiger Ausflug in den Wilden Westen

In der letzten SpinOff-Episode habe ich ja intensiv meine Liebe zu den Simpel-Rollenspielen der „Tiny“-Reihe bekundet (Link, ab Minute 23). Denn deren Regelmechanik ist so einfach, dass sich sogar einige Mädels aus meiner Spielrunde getraut haben, mal ein Abenteuer zu leiten. Eine Fünf oder Sechs bei einer W6-Probe ist ein Erfolg, je nach Vor-/Nachteil würfelt man 1-3 Stück, schon hat man eigentlich alle relevanten Informationen zum Loslegen. Klar, es gibt noch bis zu drei Charaktereigenschaften und ein paar (meist optionale) Regelfeinheiten, aber mehr als 5 Minuten sollte wirklich niemand benötigen, um nicht direkt ins Abenteuer einsteigen zu können. Und ja, das ist simpel, und ja, das eignet sich nicht unbedingt für epische Kampagnen über mehrere Jahre. Aber das ist auch nicht der Sinn der „Tiny“-Spiele, hier geht es um das Bespielen von zahlreichen, möglichst kreativen Welten – Nicht ohne Grund nehmen Beispielszenarien die meisten Seiten in jedem der zahlreichen Regelwerksvariationen (z.B.