MILAN – Langjährige Spielentwicklung kann gut, aber auch schlecht sein
Welches Rollenspiel wird auf Conventions wohl am häufigsten angeboten? Vermutlich DSA oder neuerdings D&D. Früher, als ich noch jung und Corona nur ein Bier war, gab es hier in Franken eine Besonderheit: Den Spitzenplatz nahm (zumindest gefühlt) das kleine Indie-System „MILAN“ ein, überall wurde es angeboten. Und nicht nur das, diese Demo-Runden waren auch immer in Rekordzeit ausgebucht!
Ein erfolgreiches Crowdfunding später ist „MILAN“ nun in der gedruckten Version 1.1 seit knapp einem Jahr regulär erhältlich. Maßgeblich aus der Feder stammend von den Schwestern Malissa und Tabitha Urban, spürt man hier auf jeder Seite, dass in über eine Dekade massig Herzblut in das System geflossen ist. Andererseits kann das aber auch eine Warnung sein, denn gelegentlich werden bei langjährigen Herzblutprojekten von den AutorInnen die Scheuklappen aufgesetzt und man entwickelt quasi am Rollenspielmarkt vorbei für die eigene kleine Spielgruppe. Ob das hier auch so ist?

1980 stürzt ein Passagierjet in den französischen Alpen ab. Alle Insassen sterben – bis auf einen Säugling, der nun allerdings von zwei Familien beansprucht wird: Auf der einen Seite die bodenständige Frittenverkäufer-Familie Vitrals, auf der anderen Seite die schwerreichen Carvilles.
Und um es kurz zu machen: Nein!
Clark Kent, besser bekannt als Superman, retten ja immer wieder die Welt. Doch nun muss er ganz woanders in der Galaxie aushelfen, also ist sein Sohn Jonathan an der Reihe.