Cthulhu Einstiegsbox – Super für Neulinge, nicht unbedingt für System-Umsteigende

Deutschlands liebstes Zweit-Rollenspiel (zumindest gefühlt, aber vermutlich wirklich) bekommt nun auch eine Starterbox. Braucht man das denn? Einerseits haben wir hier ja ein eher regelleichtes, erzählerisches System, dessen Einstieg (auch dank zahllosem verlagsseitigen Gratismaterial) vergleichsweise simpel ist. Andererseits haben aber spezielle Einstiegsprodukte wie Starterboxen oder, um im „Cthulhu“-Kontext zu bleiben, der „Einstiege ins Entsetzen“-Abenteuerband (Link) bewiesen, dass man damit wirklich Neulinge fürs Hobby begeistern kann.

Kurztest: Secret Invasion: Die nächste Invasion

Die vor zwei Monaten gestartete „Secret Invasion“-Streamingserie hat ja ziemlich schlechte Kritiken bekommen, was ich sogar teilweise ganz gut nachvollziehen kann. Aber grämt euch nicht, denn mit der Comic-Miniserie „Die nächste Invasion“ gibt es nun eine so viel bessere Alternative! Die titelgebende Geheiminvasion der gestaltwandelnden Skrull-Aliens ist noch gar nicht so lange her, aber Geheimagentin Maria Hill und auch ihr ehemaliger Boss Nick Fury sind noch immer auf der Hut. Denn die Gefahr ist noch nicht gebannt, was gleich zu Beginn klar wird, als sich Nick überrumpeln lässt und durch einen Doppelgänger ersetzt wird. Maria durchschaut die Maskerade, aber schnell wird klar, dass die Skrull die bisherigen Sicherheitssysteme umgehen können.
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Soth – Kleinstadt-Kult auf der Jagd

Manchmal habe ich das Gefühl, dass Rollenspiel-Entwickelnde und deren Verlage mit Vorliebe die Brandmauern einreißen, welche die Szene mit mühevoller Öffentlichkeitsarbeit aufgebaut hat! Rollenspiele sind gar nicht zweideutig, Zwinkerzwinker ;-) – Und schon wird ein Sex-Rollenspiel (Rezi ab Minute 45, Link) fast zehntausendfach gecrowdfundet... Das Rollenspiel-Hobby führt gar nicht auf direkten Weg zum Satanismus – Und dann kommt „Soth“ um die Ecke... In „Soth“ verkörpern die Spielendenden die Mitglieder eines Kleinstadt-Kultes, welche einen dunklen Gott beschwören wollen.

Kurztest: The Department of Truth #4 Das Ministerium der Lügen

Seit eineinhalb Jahren herrscht Krieg in der Ukraine, seit zwei Jahren gibt es die Ampel-Koalition, aktuell laufen ein paar Prozesse gegen Donald Trump und die nächste Pandemie kommt auch bald wieder :-( Was haben diese Dinge alle gemeinsam? Über sie gibt es zahllose Verschwörungsmythen – Und da muss man gar nicht erst in irgendwelche Facebook-Gruppen abtauchen, da reicht es schon beim örtlichen Stammtisch mal die Ohren aufzumachen... Der Comic-Shootingstar James Tynion IV. (bekannt für „Something is Killing the Children“, Link) hat sich also eines der wichtigsten aktuellen Themen herausgesucht, die er in seiner bisher ebenso verstörenden wie aber auch großartigen Comic-Serie verarbeitete.
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Nottingham #3 Robin – Jetzt bin ich wirklich traurig...

Ich will jetzt nicht von einer „Goldenen Regel“ sprechen, aber in sehr vielen Fällen ist es halt wirklich so, dass ein Qualitätsabfall von Trilogie-Mittelteilen durch den Finalband nicht mehr gerettet werden kann.
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Herbst an der Bucht der Somme – Hübsche Zeichnungen retten keinen schlechten Krimi

Okay, es passiert schon wieder: Das Internet ist voll von Lobeshymnen über einen Comic. Wendungsreich und natürlich wunderschön soll er sein, der „Herbst an der Bucht der Somme“. Fünf Sterne, ach was, zehn Sterne! Zugreifen! ...und dann komm ich und vermiese dem „Splitter Verlag“ (der noch immer mutig genug ist, mir Rezensionsexemplare zu schicken, viel Liebe dafür!) wieder mal den Tag, denn so wirklich gut ist dieser Belle Époche-Kriminalfall dann halt doch nicht. Alles beginnt mit einem Mord. An Bord eines Schoners, gestrandet an der Bucht der Somme, wird die Leiche eines Großindustriellen entdeckt. Und das ist kein schöner Anblick, denn offenbar wurde ein besonders fieses Gift verwendet, durch dass das Opfer qualvoll gelitten hat.
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Der nerdige Trashtalk #42 - Wolsung: Was lange währt, wird endlich gut? (Staffel 4)

Lange, also wirklich sehr lange, mussten Steampunk-Fans auf die deutsche Version des polnischen Rollenspiels "Wolsung" warten. Nun aber, am kommenden Wochenende, startet der Vorverkauf des liebevoll "Ziegelstein" genannten Grundregelwerks. Also der perfekte Zeitpunkt, um mit Sylvia Schlüter & Ulrike Pelchen von der "Redaktion Phantastik" über dieses Nischengenre und natürlich das "Wolsung"-System zu sprechen. Und als wäre diese Folge damit nicht schon mehr als genug mit spannenden Themen gefüllt, setzen wir noch eins drauf, denn unser Co-Moderator André wird durch ein legendäres Urgestein der Rollenspiel-Szene ersetzt!
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Kurztest: Conquest #10 Sylaris

Ich muss es nicht immer wiederholen, aber es ist nun einmal Fakt: Die Anthologie-Reihe „Conquest“ holt aus ihrem Grundkonzept „Die letzten Menschen erobern fremden Planeten“ einfach richtig viel heraus :-D Sicherlich funktioniert der Wechsel der zahlreichen SciFi-Subgenres mal mehr, mal weniger gut (wobei der Survival-Bodyhorror im letzten Band „Sahondra“ (Link) den aktuellen „Conquest“-Goldstandard darstellt); aber vollumfänglich enttäuscht hat die Reihe bisher noch nie. Ob das wohl auch beim letzten Finalband des 2.
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Die Viper #5 Bleierne Sonne – Eigentlich simple, aber übermäßig komplizierte & zynische Rachegeschichte

Es gibt Comic-Serien, bei denen steigert sich das Verlangen mit jedem neuen Band. Und ohne ihm jetzt Honig ums Maul zu schmieren, der „Splitter Verlag“ (der mir dankenswerterweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte) hat davon eine ganze Menge im Portfolio. Leider nicht dazu gehört die Spätwestern-Reihe „Die Viper“, welche über die ersten drei der insgesamt fünf Bände auf einem erstaunlich hohem Niveau performte. Noch beim dritten Band zeigte ich eine anhaltende Begeisterung, auch wenn sich die Geschichten immer wieder wiederholten. Mit dem vierten Band ging es dann aber spürbar bergab, denn der Autor & Zeichner Laurent Astier verlor sich immer mehr in übermäßig komplizierte Rache-Pläne. Aber vielleicht kann ja der letzte Band noch was retten? 

 

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Der niveauvolle Trashtalk #51 - Kinderrollenspiele & Rollenspiel mit Kindern

Ab welchem Alter kann man eigentlich mit dem Rollenspiel-Hobby beginnen? Viele von uns haben sicherlich als Jugendliche begonnen, manche kamen auch erst im Erwachsenenalter dazu. Mittlerweile schielen die Verlage aber auf eine völlig neue Zielgruppe: Kinder! Die meisten speziellen Kinderrollenspiele richten sich an GrundschülerInnen, manche sollen bereits mit Kleinkindern spielbar sein. Aber kann das funktionieren? Das erklären uns diesmal die beiden Gäste Lars-Hendrik (Kinderrollenspiel.de & Koboldhüter) und Thomas (Kreativ-ADHS).
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