Kurztest: Das große Los

Schaut man sich in einem beliebigen Online-Netzwerk um, egal ob Instagram oder TikTok, wird man vor allem mit zwei Werbebotschaften regelrecht zugeschissen: Pseudo-Alphas, die dich zu echten Machern machen wollen, und Esoterik-Tanten, die dir einreden wollen, dass du dir Depression und Einsamkeit einfach wegwünschen kannst... Welch wunderbarer Kontrast ist da Joris Mertens phantastischer Noir-Comic „Das große Los“! François ist ein typischer Vertreter der nach oben strebenden Unterschicht: Stets fleißig, nie einen Tag krank, rackert er sich schlecht bezahlt als Lieferfahrer einer Wäscherei ab.
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Kurztest: Batman: One Bad Day: Mr. Freeze

Die „One Bad Day“-Anthologieserie, in der sich der titelgebende dunkle Ritter jeweils mit einem seiner größten Widersacher auseinandersetzen musste, hat mir ja bisher ganz gut gefallen. Zugegebenermaßen waren manche Bände sehr viel besser als andere, aber bei aller Meckerei (besonders bei „Two-Face“ (Link)) überwogen doch stets die lobenden Worte.
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Trashtalk-Bonusfolge 29 - Pen & Paper Congress: Rollenspiel trifft Wissenschaft

Rollenspiel und Wissenschaft - Passt das zusammen? Herzlich Willkommen beim ersten Pen & Paper Congress, ehemals bekannt unter seinem alten Arbeitstitel #GMC23 "Game Master Congress"! Einer Veranstaltung, bei der Rollenspieler & Rollenspielerinnen sich kennenlernen und austauschen können, aber auch direkt in Kontakt mit Wissenschaft und ihren Ergebnissen zu spielbasiertem Lernen, sprich game-based learning - GBL, freudiges Lernen oder joyful learning sowie Elemente der Gamifizierung bzw. gamification kommen können. Aktuell läuft die Planung dieses im Oktober stattfindenden Kongresses, aktuell werden noch wissenschaftliche Beiträge gesucht. Worum es eigentlich geht und was die Teilnehmenden erwartet, fragt Philipp in dieser Bonusfolge die Trashtalk-Fans altbekannte und beliebte Teresa vom Hallenser Würfelpech e.V.
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Against the Darkmaster: Einstiegsregeln – Umfangreiches Versprechen

Einstiegsregeln, das klingt nach Gratis-PDFs oder dünnen Heftchen, die auf Conventions in irgendwelchen Goodiebags landen. Wonach es nicht klingt? Nach 156 vollgepackte Seiten in DIN-A4! Verkauft sowohl als Hard- als auch als Softcover, bietet „Pro Indie“ hier mit den „Against the Darkmaster“-Einstiegsregeln bereits mehr Spielmaterial, als ihn viele reguläre Grundregelwerke enthalten. Aber bedeutet viel Inhalt auch viel Spaß? „Against the Darkmaster“ ist ein klassisches Fantasy-Rollenspiel, welches sich sowohl spielmechanisch als auch atmosphärisch irgendwo in den 80er Jahren verortet.

Cthulhu: Allein gegen die Flut – Kurzer Städtetrip mit 10 % Überlebenschance

Fans des „Cthulhu“-Rollenspiels haben ja gegenüber Fans vieler anderer Spielsysteme (sehen wir mal von den Platzhirschen DSA & DnD ab) den großen Vorteil, dass sie eigentlich immer eine Spielrunde zusammen bekommen. Aber was, wenn man doch mal ganz alleine ist? Für diese seltene Situation gibt es Solo-Spielbücher, deren grundlegendes Spielkonzept (Wähle den nächsten Spielabschnitt, dort wählst du dann wieder einen Spielabschnitt!) ja selbst BücherfreundInnen viel Spaß bereiten, die eigentlich gar nix mit dem Rollenspiel-Hobby zu tun haben.

Der nerdige Trashtalk #41 - Was wir aus Rollenspielen lernen (Staffel 4)

Sind Rollenspiele einfach nur spaßiger Eskapismus? Oder haben sie auch einen praktischen Nutzen? Werde ich dadurch schlauer? Empathischer? Vielleicht sogar ein besserer Mensch? Diese ernsten Fragen stellen Elea & Philipp sich in dieser Episode. Aber auch der Spaß kommt nicht zu kurz, denn in der Medienschau geht es u.a. um ein beliebtes Sex-Rollenspiel - ja, es ist noch viel schlimmer als ihr denkt - um umstrittene Streaming-Serien sowie Erzählspiele mit ungewöhnlichen Settings.
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Reset #5 Die Hybriden – Gelungener Genrewechsel

Die phantastische Hopepunk-Reihe „Reset“ (Link) stand in ihrem ersten Zyklus ja relativ allein auf weiter Flut – Denn welche SciFi-Comics gibt es denn sonst noch, in der die außerirdischen Invasoren mal nicht böse, sondern herzensgut sind? Das dachte sich wohl auch der Autor Fred Duval, der Comic-Fans bekannt ist als Großmeister der Dystopie, beispielsweise mit seinen legendären Cyberpunk-Langzeitserien „Travis“ (Link) und „Carmen Mc Callum“ (Link).
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Phobos #2 Die Spielregel – Leonors Datingshow ohne Gefühle

Manchmal lohnt es sich wirklich, einfach mal auf Expertinnen und Experten zu hören. Beispielsweise auf Max, den Presse-Menschen und Rezensionsexemplar-Vergeber vom „Splitter Verlag“. Der hat nämlich damals, als er zu Gast in meinem Podcast (Link) war, die SciFi-Reihe „Phobos“ empfohlen. Und tatsächlich war der Auftaktband (Link) großartig! Aber kann die Comic-Serie das Niveau halten? Eine kleine Rekapitulation der bisherigen Ereignisse muss natürlich sein: In der nahen Zukunft wurde die NASA an die Privatwirtschaft verkauft.
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Kurztest: Black Hammer #6 Reborn #2

Jeff Lemire, das kanadische Superhirn unter den Comic-Kreativen, hat mit der „Black Hammer“-Reihe (Link) ein Comic-Universum erschaffen, welches sich nicht hinter „Marvel“ & „Detective Comics“ verstecken muss. Ganz im Gegenteil, das hier ist so großartige und intelligente Superhelden-Kunst, da versteckt sich Superman ganz beschämt in seiner Festung der Einsamkeit ;-) Seit Lucy den magischen schwarzen Hammer von ihrem Vater übernahm, um erst ihn selbst aus einer Paralleldimension zu retten und dann das Verbrechen zu bekämpfen, sind zwanzig Jahre vergangen.
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Kurztest: Mit leeren Augen

Normalerweise haben ja (Comic-)Bücher keine Altersfreigabe, wie man sie beispielsweise von Videospielen und Filmen kennt. Wenn dann aber der „Splitter Verlag“, der ja öfters mal Comics für Erwachsende publiziert, freiwillig einen fetten „ab 18“-Aufkleber auf die Einschweißfolie pappt, dann ist das weniger eine Warnung als vielmehr ein Versprechen – Oder ist es doch nur Marketing? Der 80 Seiten starke Comic spielt an der Ostfront im Winter 1916. Handlungsort ist ein Waisenhaus, verlassen im Nirgendwo, welches noch drei verbliebene Bewohner beheimatet: Zum einen Ophilia und Otto, zum anderen Maurice.
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