RuneQuest 6 – Mach es, aber richtig!
Das Fantasy-Rollenspiel „RuneQuest“, welches erstmals 1978 erschienen ist und eine überaus wechselhafte Publikationsgeschichte durchleiden musste (dazu kann ich dringendst den „QuestLog“-Podcast (Link) empfehlen), gehört zweifelsohne zu den Klassikern unseres Hobbys. Nachdem bereits 1991 eine erste deutsche Version erschien, es danach aber etwas ruhiger wurde, hat sich nun die schon sein 25 Jahren bestehende „RuneQuest-Gesellschaft e.V.“ (Link) als Verlag probiert und mittels erfolgreichem Crowdfunding die deutsche Übersetzung der 6. Edition veröffentlicht. Und was soll ich sagen, es ist ein echtes Mammutwerk geworden...
466 Seiten umfangreich und gefühlt kiloschwer ist das Hardcover, welches den Spielern in 16 Kapiteln ermöglicht einen eigenen Helden zu erstellen, Magie zu erlernen und dann eine große Auswahl an Monstern zu verkloppen :-) Aber fangen wir mal von vorn an: „RuneQuest 6“ verwendet ein klassisches W100-System, daher man muss seinen entsprechenden Fertigkeitswert unterwürfeln.
Der Blog-Jahresrückblick 2016
Nun also der zweite Teil des Jahresrückblicks. Allgemein war 2016 ja ziemlich doof, aus Blog-Perspektive jedoch mehr als nur gelungen. Wenn ich nur ein Wort verwenden dürfte, wäre es „MEHR!!!“ - Mehr Rollenspiel, mehr Veranstaltungen, mehr Artikel, mehr Szene-Kontakte und letztendlich auch mehr Leser. Vielen Dank dafür :-)
Blog-technisch lief es dieses Jahr sehr gut, auch wenn ich der Arbeit & Weiterbildung wegen eigentlich weniger Zeit hatte. Es war rückblickend die absolut richtige Entscheidung, sich nur noch auf das Projekt nerds-gegen-stephan.de zu konzentrieren, anstatt zu versuchen gleich vier verschiedene Blogs abzudecken (neben nerds-gegen-stephan.de auch noch Tabletop mit freizeitstrategen.de, Paintball mit gotcha-blog.de und Rollenspiel mit teilzeithelden.de).
Die größten Tops & Flops 2016 von wirklich kompetenten Leuten
Mittlerweile beginnen die anderen Blogs alle ihre Jahresrückblicke, da muss ich natürlich mitmachen :-P Wie letztes Jahr auch schon zweiteilig, schreiben heute wirklich kompetenten Leuten, nämlich die Spielleiter des Jahres 2014 (Nico Kammel), 2015 (Kai Mueller-Eckhard) und 2016 (Carsten Pohl), von den größten Tops & Flops des vergangenen Jahres :-D
Daher gehen wir mal chronologisch vor und beginnen mit dem streitbaren Nico (Link):
Top: 3. Splittermond - Die Götter: Auch wenn die Erwartungshaltung an das Buch eine Andere war, hat es mich vollständig überzeugt und ich war total geflashed (an einem Tag durchgelesen) 2. Aventuria: Eingängiges System, welches die alten Abenteuer aufarbeitet, intelligente Regeldesigns, hier könnte sich die Redaktion für DSA5 mal Ideen holen. 1. Numenera: Kreatives System, liebevoll bearbeitet, gute deutsche Übersetzung, hier macht Crowdfunding Spaß. Flop: 3.
Ein wenig Rollenspieler*innen-Statistik zum Jahresabschluss
Nachdem der Artikel über die Alters- und Geschlechtsverteilung im letzten Jahr schon sehr gut angenommen wurde, lag es natürlich nahe dieses Jahr gleich nochmal eine statistische Erhebung durchzuführen. Dieses Jahr ist das Ergebnis sogar noch ein wenig repräsentativer...
...da die Befragung dieses Jahr im Rahmen der „Beste Con“-Abstimmung stattfand und somit (wahrscheinlich) wirklich nur RollenspielerInnen abstimmten.
Indie-RPGs #29 - Interview mit Falko Kötter (Relegatia)
"Mein Name ist Falko Michael Kötter und ich habe eine Phobie vor Vorstellungsrunden, ganz besonders Vorstellungsspielen. Spaß beiseite. Zu meiner Person gibt es eigentlich nicht viel zu sagen: Typische deutsche Dorfkindheit, ein paar Jahre im Kloster, Informatikstudium, irgendwann ist man plötzlich 30, etc. Was für die Leser interessanter ist: Ich bin seit 15 Jahren Autor und Spieleentwickler.
GOLDENER STEPHAN 2016 - Auswertung Conventions & Sonderpreise
Legenden von Nuareth: Die Stunde der Helden – Sword without Sorcery
DSA Heldenwerk 9: Sklaven für eine Nacht – Ist es wirklich sooooo schlecht?
Die der Ingame-Zeitschrift „Aventurischer Boten“ beiliegende Abenteuerreihe „Heldenwerk“ hat schon so manches gute, jedoch auch manches schlechte Werk hervorgebracht. Als nun mein guter Kumpel Nico Kammel, langjähriger DSA-Experte, über das neuste Abenteuer „Sklaven für eine Nacht“ einen überaus lesenswerten Verriss (Link) schrieb, war ich durchaus neugierig – Ist es wirklich sooooo schlecht?
Das wie immer 16 Seiten umfassende und für Downloader 2,99 € (Link) kostende Abenteuer führt durchschnittlich bis meisterhaft erfahrene Helden in die, wahlweise als „Prestbeule des Südens“ oder auch „Schwarze Perle des Südens“ bezeichnete, Stadt Al'Anfa. Durch verschiedene mögliche Szenarien, beispielsweise dass sie in einem Kampf besiegt werden oder durch Betäubung, gelangen die Helden in Gefangenschaft. Auf einer al'anfanischen Sklavengaleere werden sie unter Deck gesperrt, um später in der Hauptstadt als Sklaven verkauft zu werden.
Peloponnes Card Game – Bau auf & machs kaputt in 30 Minuten
Das Städtebau-Brettspiel „Peloponnes“ aus dem Jahr 2009 gilt unter Spielern als echter Geheimtipp, selbst international hat es seine Fans. Erst heute verkündete er stolz auf der Verlagswebseite, dass die Spielbox ausverkauft sei – Herzlichen Glückwunsch :-) Mit dem „Peloponnes Card Game“ brachte der Berliner Verleger und Autor Bernd Eisenstein dann letztes Jahr eine sehr ähnlich funktionierendes, kompaktes Kartenspiel auf den Markt. Kann aber diese abgespeckte Version wirklich an das Vorbild heranreichen?
Im „Peloponnes Card Games“ übernehmen 2 – 5 Spieler die Rolle des Oberhauptes eines antiken griechischen Stadtstaates. Ziel des Spiels ist es dabei, den Reichtum und die Bevölkerungszahl zu erhöhen, während über allen Spielern stets das Damoklesschwert in Form von fünf todbringenden Katastrophen schwebt... Dazu hat man jeweils 8 Runden lang Zeit, in denen man jeweils folgende Phasen abhandelt:
1. Machtkarten aufdecken: Zu Beginn werden jeweils sechs Machtkarten aufgedeckt, welche neue Gebiete und Gebäude symbolisieren. Diese bringen beispielsweise neue Ressourcen oder auch Machtpunkte, lassen das Ausbrechen einer Katastrophe aber näherrücken. 2.
