Kurztest: Crack List

Manche Leute haben während des Corona-Lockdowns angefangen Bananenbrot zu backen, andere haben Brett- & Kartenspiele entwickelt. Und da muss man das Rad ja nicht neu erfinden, manchmal reicht es auch, bewährte Zutaten zu mischen... Und ja, das gilt auch für Bananenbrot, aber ich meine das Kartenspiel „Crack List“ – Ein Mix aus den beiden Klassikern „UNO“ und „Stadt, Land, Fluss“.
 

Der Brand: Ein Dorf und seine Geheimnisse – Macht es Spaß im Müll zu wühlen?

Ein kleines Bergdörfchen, ein großes Geheimnis und ein reinigendes Feuer, welches all den Schmutz ans Tageslicht bringt – Das sind die Zutaten für einen Heimatkrimi, den man am Badesee genüsslich wegschmökert. Es sind aber auch die Zutaten für das Krimi-Spiel „Der Brand: Ein Dorf und seine Geheimnisse“ vom Stuttgarter Rätselspiel-StartUp „Magnificum“, das uns schon mit so einigen Genre-Hochkarätern wie den beiden „Das Bankett“-Teilen (Link) und dem Klassiker „Die Firmenfeier“ (Link) erfreut haben. Diesen Titeln war gemein, dass sie sich thematisch eher in höheren Gesellschaftsschichten bewegten. Ob da ein simpler und noch dazu fehlgeschlagener Brandanschlag in einem Schweizer Hinterwäldler-Kaff ebenso mithalten kann?
 

Kurztest: Something is killing the Childern #6

Erica Slaughter & ich – Welch komplizierte Liebschaft. Wir sind beide so unterschiedlich! Sie liebt es blutrünstig noch blutrünstigere Monster zu töten, ich verabscheue übermäßige Gewalt und blutige Schockeffekte. Und doch fanden wir dank dem „Splitter Verlag“ (der mir dankenswerterweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte) in trauter Zweisamkeit zusammen, um gemeinsam zu erleben, wie Erica erst alleine und dann gemeinsam mit dem „Orden des Heiligen Georg“ kindermordende Monster wegklatschte, nur um sich anschließend von diesem wegen seiner Vorgehensweise loszusagen. Soweit, so gut, rosarote Wolke und so, aber dann kam Edwin ins Spiel! Der war der Protagonist des zweiten „House of Slaughter“-SpinOffs (Link), dessen Langweiligkeit mit rasch meine Beziehung zu Erica überdenken lies. Doch nun ist sie zurück, noch immer gejagt von Monstern und ihrem Ex-Orden, sodass ich mich frage: Wird unsere Comic-Liebe noch einmal entflammen?
 

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Crusaders #5 Dark Flow - Von kleinen Rädchen und großen Getrieben

Normalerweise bin ich ja ganz solide darin, halbwegs den qualitativen Verfall einer Comic-Reihe abschätzen zu können. Ausgerechnet bei der esoterischen SciFi-Serie „Crusaders“ (Link), über deren Anfänge ich so viel gemeckert habe, lag ich dann aber doch falsch. Denn während die ersten drei Teile sukzessive abbauten, schien sich der Comic-Autor Christophe Bec im vierten Band (Link) eines Besseren zu besinnen. Plötzlich gab es nicht nur schöne Zeichnungen und Techo-Gebrabbel, sondern auch Action und Abenteuer! Na mal schauen, wie sich der finale Band so schlägt...
 

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Kurztest: Hoka Hey!

WildWest-Comics habe ich hier im Blog ja schon einige vorgestellt, da hat der „Splitter Verlag“ (der mir dankenswerterweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte) ja eine ganze Menge im Portfolio. Ebenso verhält es sich mit Coming-of-Age-Storys und Rache-Geschichten. Jedenfalls können diese drei Genres zusammengewürfelt ganz gut funktionieren, man denke etwa an die im gleichen Verlag erschienene „Die Viper“-Serie (Link), auch wenn die zugegebenermaßen gegen Ende hin stark abgebaut hat... Aber ich spoilere schon mal: „Hoka Hey!“ baut nicht ab, sondern bleibt auf weit über 200 Seiten hinweg durchgehend großartig!
 

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M.O.R.I.A.R.T.Y #2 Der Dieb mit den hundert Gesichtern – Lieber Sherlock ohne Sherlock

Ach, ich lerne es ja doch nie, denn immer wieder bitte ich den „Splitter Verlag“ um Rezensionsexemplare der „Splitter Double“-Reihe – Obwohl die Chance immer überdurchschnittlich groß ist, dass das wieder eine Enttäuschung wird. Noch dazu geht es um Sherlock Holmes (wie es bei gemeinfreien Figuren üblich ist, an denen sich jeder austoben kann, sind die Geschichten immer von sehr schwankender Qualität), zudem ist einer der beiden Autoren der Comic-Vielschreiber Jean-Pierre Péceau, der schon so Fantasy-Historienschinken wie „Die Macht der Archonten“ (Link) verbrochen hat... Aber es besteht Hoffnung, denn der zweite Co-Autor ist das von mir fast schon abgöttisch verehrte Comic-Genie Fred Duval, der regelmäßig in konstant hoher Qualität abliefert. Also bleibt nur die Frage: Wer von den beiden setzt sich diesmal durch?
 

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Kurztest: Night Club

Es ist gerade mal einen Monat her (Link), dass ich das angebliche Comic-Genie Mark Millar als völlig überbewertet bezeichnete. Und vor zwei Wochen noch (Link) bezeichnete ich die Vampir-Thematik als völlig ausgelutscht... Bei der Einleitung könnt ihr euch ja vorstellen, was jetzt kommt: Mea culpa, denn ausgerechnet Mark Millar beweist jetzt, dass man noch immer unterhaltsame, frische Vampirgeschichten schreiben kann!
 

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Kurztest: Killercruise: Das Würfelspiel

Sebastian Fitzek ist ein deutscher Autor, der mit bemerkenswerter Häufigkeit spannende Thriller-Bestseller schreibt und dafür auch noch allerlei Literatur-Preise abräumt. Soweit, so bekannt. Zumindest mir persönlich war aber neu, dass er auch an der Entstehung einiger Brettspiele beteiligt ist, beispielsweise eben an „Killercruise“. Das ist jedoch recht großformatig (allein der Schiffsspielplan umfasst 85 cm), sodass es nun auch eine „Reisevariante“ gibt – Ob die Psychopathen-Jagd auch hier Spaß macht?
 

Der Riddler: Das erste Jahr – Ein Comic, der den Film besser macht

Der 2022er „The Batman“-Film kratzte ja schon sehr an der Perfektion, er hatte aber auch ein paar Schwächen. Beispielsweise bekam der sehr geerdet dargestellte, ja fast schon wie ein Batman-Fanboy wirkende Schurke Riddler viel zu wenig Zeit auf der Leinwand – Besonders wenn man bedenkt, dass man sich dafür gut drei Stunden ins Kino setzen musste. Dessen Schauspieler Paul Dano mochte seine Rolle aber wohl so sehr, dass er zu seiner Figur einen ganzen Comic schrieben, quasi die Vorgeschichte des Kinofilms. Ob das wohl funktioniert hat?
 

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Kurztest: Ghost Writer

Das Kommunikationsspiel-Nischengenre der Wörter-Ratespiele ist irgendwie nicht totzukriegen. Legendäre Titel wie „Tabu“ und „Codenames“ erfreuen sich ungetrübter Beliebtheit, aber auch unbekanntere Genre-Vertreter wie „Hunch!“ (Link) kommen immer wieder mal auf den Spieltisch. Von diesem Kuchen will natürlich auch „Pegasus Spiele“ seinen Teil abhaben – Und die Friedberger (die mir dankenswerterweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben) bereichern unsere Spieleabende mit dem überraschend guten „Ghost Writer“, welches ein schnelles und unkompliziertes Spielkonzept mit einem spaßigen Team-Wettbewerb verknüpft.